Stromlose Ader startet mit Prunksitzung in ihr Jubiläum

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Jan 212017
 

Foto: Andreas Klein

Vor 80 Jahren gründeten 13 Fernmelder eines Kölner Telegraphenbauamtes ihren neu gegründeten Kegelclub auf den Namen „Stromlose Ader“, was damals der gängige Begriff für „gestörter Telefonanschluß“ war. Aus dem Kegelclub wurde dann schnell eine Karnevalsgesellschaft, die für die Kollegen, die in der Eifel im Arbeitsdienst tätig waren, so genannte „Rheinische Abende“ veranstaltete. Nach dem 2. Weltkrieg fand man sich dann schnell wieder und machte da weiter, wo man vor dem Krieg aufgehört hatte. Mittlerweile ist die Kölner K.G. „Stromlose Ader“ eine Familiengesellschaft, die auch die enge Verbundheit zur Deutschen Bundespost (bzw. der heutigen Deutsche Telekom AG) aufgelockert hat.

Anlässlich des Jubiläums zogen heute die Plaggeköpp, also der Stammtisch der Standartenträger der Kölner Karnevalsgesellschaften, gemeinsam mit dem Kölner Dreigestirn gleich zu Beginn der Sitzung in den ausverkauften Kristallsaal der Koelnmesse ein. Nachdem die Tollitäten den Gästen der Jubiläumsgesellschaft ihre Aufwartung gemacht hatten, brachte Jupp Menth als „Ne kölsche Schutzmann“ die in edler Garderobe feiernden Gäste zum Lachen. Hier muss man Präsident und Literat Hans-Peter Houben ein Lob aussprechen – er kennt offenbar sein Publikum und weiß, dass man das breite Kölsch des kölschen Schutzmanns hier durchaus versteht. Was ja bei anderen Fest- und Gala-Sitzungen, wo meistens nur auswärtige Gäste anzutreffen sind, eher nicht der Fall ist.

Mit den Höhner und den Bläck Fööss gab es anschließend geballte Hit-Power vom Allerfeinsten, bei der es niemanden auf dem Stuhl hielt! Nach der Pause gab es mit Guido Cantz sowie Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ gleich zwei heftige Angriffe auf die Lachmuskeln. Die Paveier mit ihren Hits holten die Gäste wieder von den Stühlen. Mit Martin Schopps musste zu später Stunde noch einmal ein Redner ran, doch der Saal erwies sich durchaus noch als zuhörbereit. Mit rockigeren Klängen von Kasalla und BRINGS ging es dann bis in weit nach Mitternacht weiter bei der ersten Jubiläumssitzung der K.G. „Stromlose Ader“.

Kleine Anekdote am Rande: Die karnevalsbegeisterte 21-jährige Tochter von Präsident und Literat Hans-Peter Houben, Julia, ist für die heutige Veranstaltung extra aus München angereist, um ihrem Vater, der als Sitzungsleiter im Elferrat gebraucht wurde, als Literatin zu vertreten. Julia Houben soll das Literaten-Amt nun auch schrittweise von ihrem Vater übernehmen. Da werden sich die Künstler aber richtig freuen, denn Julia ist eine echte Augenweide.

Häreovend der Müllemer Junge mit besonderem Opening

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Jan 212017
 

Fotos: Andreas Klein

Am heutigen Freitagabend startet die Rückrunde der Fußball-Bundesliga – aus diesem Anlass sorgte der Literat der Müllemer Junge, Alexander Dick, für ein besonderes Opening beim Häreovend seiner Gesellschaft: Sehr zur Freude der anwesenden Herren stand vor dem offiziellen Programmbeginn Star-Tenor Norbert Conrads auf der Bühne. Schwarzer Anzug – und FC-Schal! Mit der FC-Hymne, gesungen von einem der besten Tenöre, ging der Abend im Gürzenich der Schäl Sick, der Mülheimer Stadthalle, gleich bestens los!

Präsident Siegfried Schaarschmidt dankte dem jecken Tenor für das tolle Opening – und eröffnete den Abend mit dem Einmarsch der Bürgergarde „blau-gold“ in den fast ausverkauften Saal. „Wir haben ziemlich genau 100 Herren mehr im Saal als in der letzten Session. Wenn das so weitergeht, haben wir in der nächsten Session mehr Anfragen wie Karten!“, so Pressesprecherin Silke Dick. Eine tolle Entwicklung übrigens, wenn man bedenkt, dass man noch vor vier, fünf Jahren die Herrensitzung gemeinsam mit einer anderen Gesellschaft veranstaltet hat und die Sitzung damals mehr schlecht als recht besucht war. Doch davon ist man mittlerweile weit entfernt, was sicherlich auch am tollen Programm liegt, welches Literat Dick jedes Jahr auf die Bretter stellt.

Schaarschmidt dankt Conrads

Mit Guido Cantz gab es für die Herren nach dem musikalischen und tänzerischen Vortrag der Bürgergarde gleich etwas zu Lachen. Kasalla rockten anschließend die Stadthalle. Mit Couplets und viel Blödsinn unterhielten anschließend die „2 Hillije“ die jecken Herren. Die Räuber sorgten mit ihren Hits wie „Heimat“ und ihrem neuen Song „Eijentlich“ für Schunkel- und Gänsehautstimmung. Deftig kölsch geht es danach beim Vortrag von Jupp Menth als „Ne kölsche Schutzmann“ zu – so deftig, dass ein anderer Veranstalter den kölschesten aller Büttenredner aus dem Programm geschmissen hat! Menth dazu: „Ich lasse mir mein Programm nicht diktieren. Wer nicht will – und tschüss!“ Die Müllemer Junge wollten auf jeden Fall – und die Herren konnten herzhaft über Menths Vortrag lachen!

Mit dem Tanzcorps „Original Matrosen vum Müllemer Böötche“ zog die gesellschafts-eigene Tanzgruppe in den Saal ein und präsentierte, wie in den Jahren zuvor, eine tänzerische und akkrobatische Höchstleistung, für die die Kölner Tanzgruppen berühmt sind. Mit Volker Weininger als „Dä Sitzungspräsident“ gab es am späten Abend noch einmal ordentlich auf die Lachmuskeln für die Herren, bevor es mit den Höhner ins Finale ging.

Im Laufe der Veranstaltung wurde Heinz Klaeser als letztem lebenden Gründungsmitglied der Müllemer Junge seine Ehrenmitglieds-Mütze überreicht. Der 86-jährige Klaeser besucht trotz seines hohen Alters immer noch gerne die Situngen seiner Müllemer Junge!

„Schull- un Veedelszöch“ beim Kölner Karneval im Zeichen der 2017 IIHF Eishockey-WM

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Jan 202017
 

Der Karnevals-Sonntag, auf Kölsch bekannt als „Fastelovends Sundaach“, ist ein sehr wichtiger Termin im Kölner Karneval. Traditionell ziehen die sogenannten „Schull- un Veedelszöch“ auf dem gleichen Weg wie der große Rosenmontagszug durch die Stadt. In diesem Jahr fällt der Karnevals-Sonntag auf den 26. Februar. Und es wird eine sehr junge Fußgruppe an dem Zug teilnehmen, die im Zeichen der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris (5. bis 21. Mai) durch die Stadt marschiert. Ab 10.30 Uhr von der Südstadt in Richtung Dom.

Die Kids-Clubs der Kölner Haie und des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln tun sich unter dem Motto „Uns Pänz in Kölle und d’r Welt“ (Unsere Kinder in Köln und der Welt) zusammen, und zwar im Zeichen des Pucks. 60 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren werden internationale Eishockey-Trikots mit dem Logo der 2017 IIHF WM tragen, dazu schwarze Schaumstoff-Kopfbedeckungen in Puck-Form – oben drauf wird entweder eine kleine Figur des Kölner Doms oder des Pariser Eiffelturms prangen. Die Idee für diesen karnevalistischen Eishockey-Marsch sei vom 1. FC Köln gekommen, erzählt Nikolaus Socha vom Kids-Club der Kölner Haie. „Sie sagten, die 2017 IIHF Eishockey-WM sei doch eine tolle Sache für ganz Köln.“ Das sah man bei den Haien natürlich auch so. Und so kam das Projekt zu Stande.

Das Organisationskomitee der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft unterstützt den Zug vielfältig mit Ausstattung und Requisiten. Die Kids belassen es nämlich nicht bei der Verkleidung. Sie werden „Kamelle“, also Bonbons, mit dem Logo der 2017 IIHF WM in die Menge werfen. Außerdem werden Sharky, das bei den Kids beliebte Maskottchen der Kölner Haie, und seine Freundin Sharkeline zu der sportlichen Fußgruppe gehören, genauso wie Ziegenbock Hennes, das Maskottchen des 1. FC Köln (mit Darsteller im Kostüm) und natürlich Asterix & Obelix, die offiziellen Maskottchen der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft. Man kann also davon ausgehen, dass die Kinder riesigen Spaß haben werden. Weitere Informationen zu dem Zug finden sich auch auf www.haie-kids.de.

Die „Schull- un Veedelszöch“ sind nicht nur live in Köln zu bewundern. Der WDR überträgt diesen Zug genauso ausführlich und live wie den großen Rosenmontagszug am Tag danach. Und zwar sowohl im Fernsehen als auch im Radio.

Immis trimmen Trump die Haare

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Jan 202017
 

Foto: Tom Hafner

Er grapscht Frauen an, wettert gegen Mexikaner und will Muslime aus dem Land werfen: Wie konnte Donald Trump Präsident der USA werden? Eine mögliche Antwort gibt das Ensemble der Immisitzung im Kölner Bürgerhaus Stollwerck: Da besucht Trump den Starfriseur Sergio, pöbelt herum und destilliert aus dem Geplapper des schwulen Haarkünstlers seine gesamte Wahlkampagne.

Trump habe „verdammt long hair“, trällert Sergio zur Musik des ähnlich lautenden BAP-Hits. Aber Trump als Präsident, das geht zu weit: Rasch bekommt der Amerikaner eine neue Frisur samt eingewebter mexikanischer Kreppfigur – damit er sich das mit der Mauer an der Grenze noch mal überlegt. Und eine Hoffnung bleibt: Auch Trumps Präsidentschaft ist eines Tages „verdamp lang her“.

Es ist wieder Zeit für die Immisitzung: Kölns internationalste Karnevalssitzung in Form einer Kabarettrevue ist am Donnerstagabend im Bürgerhaus Stollwerck in ihre achte Session gestartet. Die Schauspieler und Musiker: Eine bunte Truppe mit familiären Verbindungen zu elf verschiedenen Ländern, von Albanien bis Tansania. Die Präsidentin: Myriam Chebabi, die „brasilianische Jungfrau, ImmiMymmi die Erste“. Die Themen: Kulturen-Clash, Köln und der Karneval.

Ein Schwarzer bei den Negerköpp

Denn Immis, das sind „imitierte Kölner“, die nicht von hier kommen, Immigranten, die in Deutschland ein Zuhause gefunden haben. Neu im Ensemble der Immisitzung sind diesmal die Schauspielerin Mirjam Radovic (mit familiären Wurzeln in Serbien) und die Kölner Schauspieler Raphael Souza Sá (Brasilien) und Sunga Weineck (Tansania).

„Jede Jeck is von woanders“, lautet das Motto der Immisitzung: Ein Plädoyer für mehr Toleranz. Was aktueller ist denn je angesichts mehr als einer Millionen Menschen, die zuletzt nach Deutschland gekommen sind. In Sketchen, Songs und Standups beleuchten die Immis in ihrer dreistündigen Bühnenshow den Status quo im Einwanderungsland Deutschland.

Überall, wo die Welt aus den Fugen gerät, basteln die Immis sie mit Satire wieder schräg zusammen: Was etwa geschähe mit Immigranten, wenn die AfD bei der Bundestagswahl gewänne? Ein Besuch beim Einwanderungsamt: Da wird der Sprachtest zum Galgenmännchen-Spiel, bei jeder falschen Antwort verliert der Immigrant ein Körperteil. Bis er ganz verschwunden ist – was der AfD nur sehr recht ist.

Vor ein kniffliges Integrationsproblem gestellt sehen sich derweil die Mitglieder des Karnevalsvereins „Südstädter Negerköpp“: Das neue Mitglied, scheint es ganz, ist ein echter Afrikaner. Darf man da überhaupt noch den anrüchigen Vereinsnamen behalten? Oder hat das Ganze auch Vorteile („Wir sparen Schminke“)?

Was passiert, wenn verschiedene Kulturen aufeinander treffen, ist immer wieder Thema während des dreistündigen Programms: Da lädt die deutsche Familie erstmals die serbische Schwiegertochter zu Weihnachten ein – und es treffen spartanisches Gedeck auf Spanferkel-Gelage. In der Straßenbahn unterdessen wird eine Unterhaltung zwischen Passagieren zum Tretminenfeld, weil sich jeder als Opfer sieht und alle sofort beleidigt sind.

Später zeigen die Immis, was passiert, wenn Pädagogen Jugendliche per „Rap-Battle“ zu mehr Respekt und Miteinander erziehen wollen: Zwei Cent, Black Mamba und Co. werfen sich Sprüche zu, die nirgends als jugendfrei durchgehen – während die Pädagogin versucht, das Niveau zu wahren („Wir haben uns darauf geeinigt, das Thema Religion, wenn, dann nur zur Begegnung im positiven Sinne zu benutzen“).

Dating-Pannen mit Tinder

Foto: Tom Hafner

Dating per Tinder-App: Wer das ausprobiert, erlebt seine Überraschungen, wie ein weiterer Sketch der Immisitzung 2017 vorführt. Profilbilder halten eben nicht immer, was sie versprechen. Ähnliches Pech mit den Männern hat Gisela, die ihrer Freundin Rosi bei einer ganzen Reihe von Kölsch ihr Leid klagt („Aber er hat mir gesagt er wäre schon geschieden… na, gut…getrennt…jaa, er hat gesagt, seine Frau war im Urlaub!“).

Ein Blick in das Büro des Baustellen-Koordinators der Stadt Köln erklärt erstmalig, warum in der Stadt an jeder Ecke ein Absperrband und ein Bagger steht: Da mischen Putzfrau, Affen, Poldi und Blinde in der Planungs-Software mit, während der Beamte eine ganz ruhige Kugel schiebt.

Musikalisch geht die Immisitzung dieses Jahr auf die Reise vom Balkan-Pop bis zu Prince, der als Karnevals-Prinz wiederaufersteht und mit einem amerikanisch-kölschen Medley ein Funkemariechen bezirzt. ImmiMymmi alias Myriam Chebabi und Raphael Souza Sá feiern sich mit einem Schuss Ironie als brasilianische Sexbomben.

Kurz darauf zeigt Chebabi Symptome von Über-Integration und tritt mit dem Spanier Francisco Rodriguez als die Schlagerstars Marianne und Michael auf. Und schließlich geistert Chebabi als Chinarestaurant-Chefin Kim Phong Thon „Stäbchenlos durch die Nacht“, weil sie Probleme mit dem Ordnungsamt hat (Stäbchenlos durch die Nacht / Warten wat dat Chop Suey macht / Stäbchenlos, mit Besteck / Ich bin verrückt; Ich bin jeck).

Quer durch die Show geben von der Empore aus die beiden Puppen, der Dicke und der Franzmann, ihre bissigen Kommentare ab – zur PKW-Maut, zum Böhmermann-Skandal, zum Spiele-Phänomen Pokemon. Sogar als ausgemachte Star-Trek-Fans entpuppen sich die beiden.

Am Ende treffen sich Batman und Poldi, Puppen und Hühner im Backstage-Bereich der Immisitzung – und stellen fest, dass es doch ein herrliches Durcheinander ist, wie so vieles in Köln, wo die Menschen Ahnen auf ganz verzeigten Ästen im Stammbaum haben. Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing. Dat es jet, wo mer stolz drop sin.

Mädchensitzung der Große Kölner als Start für „Social Media“-Projekt

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Jan 202017
 

Fotos: Andreas Klein

Mit dem Beginn der heutigen Mädchensitzung der Große Kölner K.G. im Festsaal des Kölner Gürzenich startete auch ein „Social Media“-Projekt der Gesellschaft in Kooperation mit vier Studentinnen der Studiengänge M.A. Crossmedia & Communication Management der Fachhochschule des Mittelstandes. Ziel des Projektes ist es, über die Einbindung der sozialen Netzwerke verstärkt junge Menschen – und hier speziell junge Frauen – für den Kölner Karneval und im Besonderen für die Große Kölner K.G., bei der auch Frauen gleichberechtigtes Mitglied werden können, zu begeistern.

Und die Sitzung war ein erster Mosaikstein für diese möglich Begeisterung: Mit dem Kölner Kinderdreigestirn, welches gemeinsam mit den Husarenpänz der K.G. Treuer Husar zu Beginn der Mädchensitzung auf die Bühne zog, startete man in den Nachmittag. Nachdem Hans-Jürgen „Knacki“ Deuser für seinen Beitrag auf der Dreigestirnsproklamation von einigen Karnevalisten gescholten worden war, räumte er am heutigen Tag als erster Redner bei den jecken Mädels ab. Die Band Miljö sorgte für Schunkelstimmung und konnte auch mit ihrem neuen Sessionknaller „Wolkeplatz“ die Mädchen begeistern. Guido Cantz sorgte anschließend wieder für Lachstürme im ausverkauften Saal. Die Domstürmer machten aus dem Gürzenich eine Stehparty, bevor es mit den Blödsinn der beiden Rede-Rentner „Willi und Ernst“ in die Pause ging.

StattGarde Tanzcorps

Nach der Pause gab es einen Auftritt, den man so in der Form selbst als eingefleischter Karnevalist äußerst selten erlebt hat: Die StattGarde Colonia Ahoj marschierte mit Bordkapelle und Shanty-Chor auf die Bühne des Gürzenich und sorgte mit einem bunten Liedermix dafür, dass die jecken Weiber auf den absoluten Höhepunkt des Nachmittags eingestimmt werden – das Tanzcorps der StattGarde Colonia Ahoj, besser bekannt als „die schärfsten Schenkel Kölns“! Stehende jecke Mädcher, lautes Gekreische von der ersten bis zur letzten Minute der Darbietung – und selbst die ein oder andere Hebung, die nicht klappte, wurde bejubelt! Wenn alle Tanzcorps im Kölner Karneval so frenetisch gefeiert würden wie die StattGarde heute im Gürzenich – na dann, Halleluja!

Bevor es weiter im Programm ging, erhielten Corinna Wüst und Dr. Marie-Christine Frank den Verdienstorden der Große Kölner K.G. überreicht. Mit den Höhner, Bauchredner Klaus Rupprecht („Klaus und Willi“), cat ballou, dem Kölner Dreigestirn der Session 2017 und zum Finale mit BRINGS feierten die jecken Mädcher bis in den Abend hinein.

Große Dünnwalder K.G. feiert umjubelte Mädchensitzung mit Pänz im Elferrat

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Jan 192017
 

Fotos: Andreas Klein

Gleich zu Beginn der Mädchensitzung überraschte die Große Dünnwalder K.G. „Fidele Jonge“ die bunt kostümierten Weiber auf der Mädchensitzung mit einem besonderen Elferrat: Neben den Damen der Jugendabteilung der K.G., den „Fidele Wildwützjer“, zogen auch die Pänz der Elferratsdamen mit in den Saal ein – darunter auch Kleinkinder und Babies in tollen Kostümchen. Sitzungspräsident Wilfried Wingensiefen wollte da natürlich nicht hinten anstehen und brachte mit Levin Heilmann den Enkel von Schriftführer Jürgen Leber mit auf die Bühne in der Dünnwalder Josef-Barten-Halle.

Levin Heilmann eröffnete als „kleiner Präsident“ die Sitzung und begrüßte die jecken Mädcher: „He sin jo nur jecke Wiever, dat hättste mir ävver och saare künne!“, raunzte Heilmann Präsident Wingensiefen gleich zu Beginn an. „Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Sitzungsleiter hat man mich heute gebeten, die Sitzung zu eröffnen!“, so der Frechdachs weiter, um schließlich mit den Worten „Liebe Närrinnen und Narren, das Büffet ist eröffnet!“ den Startschuss für gut fünfeinhalb Stunden Programm zu geben.

Dreigestirn in Dünnwald

Gleich zu Beginn – und auf der allerletzten Rille – machte das Kölner Dreigestirn der Session 2017 den Mädcher seine Aufwartung. Man muss den Narrenherrschern und ihrer Equipe aber zu Gute halten, dass der Verkehr auf den Kölner Straßen bedingt durch die laufende Möbelmesse und zahlreiche Verkehrsunfälle auf den Autobahnen heute wieder eine einzige Stehparty war. Trotzdem konnten die Tollitäten die Dünnwalder Mädchen mit ihrem Lied „Mer all sin Dreijesteen“ von den Stühlen reissen. Da hatte Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ leichtes Spiel. Marita Köllner brachte anlässlich ihres 50-jährigen Bühnenjubiläums Hit auf Hit mit nach Dünnwald und begeisterte die Mädcher. Guido Cantz sorgte anschließend wieder für Lachsalven und schickte die Damen in die wohl verdiente Pause.

Die zweite Abteilung eröffneten BRINGS, bevor das Tanzcorps der K.G. Sr. Tollität Luftflotte ihre Tänze präsentierte. Martin Schopps als letzter Redner des heutigen Tages brachte die jecken Damen noch einmal zum Lachen. Die Höhner, die StattGarde Colonia Ahoj und die Paveier sorgten anschließend für Partystimmung im Veedel bis in den späten Abend hinein …

Projekt: Frauen für den Karneval begeistern

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Jan 182017
 

Foto: Große Kölner K.G.

In den vergangenen Wochen beschäftigten sich vier Studentinnen der Studiengänge M.A. Crossmedia & Communication Management der Fachhochschule des Mittelstandes mit den Traditionen des Kölner Karnevals. Die Große Kölner Karnevalsgesellschafft e.V. 1882 startet damit eine neue Kooperationspartnerschaft mit der FHM Köln. Los ging es mit der Beauftragung des Projektteams, ein Marketingkonzept für die Ansprache junger Frauen aufzustellen.

Zum Projektstart erhielten die Studierenden ein Briefing durch den Präsidenten und die Social Media Beauftragte der Großen Kölner, Dr. Joachim Wüst und Dr. Marie-Christine Frank. Die Beiden führten die Gruppe anschließend durch das Karnevalsmuseum. Nach einer theoretischen Einführung in die Traditionen des Karnevals und der „Großen Kölner“ besuchte das Team auch die Sessions Eröffnungsfeier „11ter im 11ten“ und konnte sich auf diese Weise ein Bild von der Gesellschaft machen.

Um das Nachwuchsproblem zu lösen, mussten zunächst die Ansprüche, welche junge Menschen an eine Karnevalsgesellschaft stellen, erfasst werden. Das Projektteam erhob Daten von 300 Personen mittels Online- und Offline-Umfragen und fand auf diesem Wege die Hauptmotive für den Eintritt in die Gesellschaft heraus. Auf Basis der Erkenntnisse entwickelten die Studierenden verschiedene Maßnahmen, die auf eine Verstärkung der Motivation und eine Minderung der Hemmnisse abzielen. Die Studentinnen gaben anschließend Empfehlungen zu möglichen Veranstaltungen, aufmerksamkeitserregenden Aktionen und zur Gestaltung der Kommunikation auf verschiedenen Social Media-Kanälen.

Die Große Kölner startet morgen mit der Mädchensitzung in die Session. Hierfür hat das Projektteam einen Snapchat-Account angelegt und ein Storyboard aufgebaut, welches  morgen als Pilot umgesetzt wird.

Die „Große Kölner“ war von den Ideen des Projektteams begeistert. Das Hochschulteam wird die Großen Kölner im nächsten Jahr begleiten und versuchen , die Maßnahmen gemeinsam umzusetzen.

(Quelle: Pressemitteilung der Große Kölner K.G.)

66 Jahre Ford im Kölner Karneval

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Jan 172017
 

Foto: Ford-Werke GmbH

Der neue Ford Deutschlandchef Gunnar Herrmann hat diesen Dienstag offiziell die Fahrzeuge an das Festkomitee Kölner Karneval übergeben. Diese seit 66 Jahren währende Tradition setzen dieses Jahr 67 Fahrzeuge fort, darunter sieben Ford Galaxy für das Kölner Dreigestirn 2017 sowie das Festkomitee, fünf Ford Tourneo als Shuttlefahrzeuge sowie 55 Ford Transit Custom als Bagagewagen für den Rosenmontagszug. Darüber hinaus sind insgesamt 73 Ford Beschäftigte, darunter vier Frauen und 69 Männer, wieder im ehrenamtlichen Einsatz, die Bagagewagen durch den Rosenmontagszug zu kutschieren und notfalls zu warten.

Gunnar Herrmann, seit dem 1. Januar 2017 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, freute sich, diese Tradition von seinem Vorgänger Bernhard Mattes übernehmen zu dürfen und betonte seine langjährige Verbundenheit mit dem Karneval. „Als Prinz Karneval durfte ich vor einigen Jahren selbst erleben, wie wichtig die Unterstützung dieses Brauchtums durch einen Fahrzeughersteller ist. Daher freut es mich besonders, dass wir diese langjährige Tradition fortsetzen und das Festkomitee und den Rosenmontagszug mobil halten.“ Ford ist Premiumpartner des „Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e. V.“, der Gesamt-Interessenvertretung von mehr als 110 Karnevalsgesellschaften in Köln.

Die Ford Galaxy sind passend zu den Kölner Karnevalsfarben rot-weiß foliert und dienen dem diesjährigen Dreigestirn Prinz Stefan (Stefan Jung), Bauer Andreas (Andreas Bulich) und Jungfrau Stefanie (Stefan Knepper) noch als Fortbewegungsmittel bis Aschermittwoch. Damit die drei Mitglieder der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. aber auch nach den tollen Tagen weiter mobil bleiben können, pries Herrmann die Vorzüge des deutschlandweiten Ford Carsharing und überreichte jeweils eine Ford Carsharing-Kundenkarte.

„Ford und der Kölner Karneval sind seit Jahrzehnten eng miteinander verbunden, und dafür sind wir sehr dankbar. Ford macht den Karneval mobil und bringt ihn damit in jede Ecke Kölns. Mich persönlich freut besonders, dass unser Partner uns in dieser Session auch bei einem großen sozialen Projekt unterstützt, nämlich bei der Entwicklung einer passenden Lösung für ein neues Spielemobil für die Stadt Köln“, sagte Markus Ritterbach, scheidender Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, anlässlich der Wagenübergabe.

An der Veranstaltung im Kölner Karnevalsmuseum nahmen neben dem Kölner Dreigestirn 2017 auch der Präsident sowie weitere Vertreter des Festkomitee Kölner Karneval, das Kölner Kinderdreigestirn 2017 und Kölns Bürgermeister Hans-Werner Bartsch teil.

(Quelle: Pressemitteilung der Ford-Werke GmbH)



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