Elfter im Elften: KVB verstärkt den Betrieb zum Sessionsbeginn

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Nov 042019
 

Foto: KVB/Stephan Anemüller

Am Montag, 11. November, beginnt auf dem Heumarkt und dem Alter Markt die neue Karnevalssession. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Bus- und Bahnbetrieb der KVB.

Auf der Stadtbahn-Linie 1 werden zwischen Junkersdorf und Brück Mauspfad in der Zeit von 8.30 Uhr bis 15 Uhr zusätzliche Bahnen eingesetzt.

Wegen der Bühne im Bereich der Uni-Wiese wird die Zülpicher Straße ab ca. 8.30 Uhr gesperrt. Die Bahnen der Stadtbahn-Linie 9 fahren dann ab der Haltestelle “Neumarkt“ bis zur Haltestelle “Aachener Straße/Gürtel“ auf dem Weg der Linien 1 und 7, dann weiter bis zur Haltestelle “Zülpicher Straße/Gürtel“ auf dem Weg der Linie 13 und von dort zur Endhaltestelle „Sülz Hermeskeiler Platz“. Zusätzlich werden bis ca. 10.30 Uhr Bahnen der Linie 9 zwischen den Haltestellen “Bahnhof Deutz“ und “Moltkestraße“ pendeln. Zwischen den Haltestellen “Universitätsstraße“ und “Mommsenstraße“ wird ein Ersatzbus-Verkehr mit der Linienkennung “109“ eingesetzt.

Die Stadtbahn-Linie 16 fährt bis ca. 14.45 Uhr auf dem regulären Linienweg. Anschließend enden die aus Niehl kommenden Fahrten an der Haltestelle “Ubierring“ und fahren von dort zurück Richtung Niehl. Die aus Bonn kommenden Bahnen folgen ab der Haltestelle “Schönhauser Straße“ dem Linienweg der Stadtbahn-Linie 17 bis zur Haltestelle “Severinstraße“ und fahren von dort aus zurück nach Bonn. Die Linie 17 entfällt in diesem Zeitraum.

Diese betriebliche Änderung dient der Sicherheit der Fahrgäste. Die Bahnsteige an der oberirdischen Haltestelle “Chlodwigplatz“ sind für das deutlich erhöhte Fahrgastaufkommen am Elften im Elften zu schmal, zumal sich die Ströme der ein- und aussteigenden Fahrgäste begegnen. Die geänderte Linienführung hat den positiven Effekt, dass am Chlodwigplatz in Richtung Innenstadt alle fünf Minuten eine so gut wie leere Bahn der Linien 15 und 16 vom Ubierring aus einfährt, so dass alle wartenden Fahrgäste aufgenommen werden können und die Bahnen zeitnah ihre Fahrt fortsetzen. Zum anderen gibt es keine entgegengesetzten Fahrgastströme mehr auf den oberirdischen Bahnsteigen. Sobald die Situation am Chlodwigplatz wieder einen normalen Betrieb erlaubt, wird die Linie 16 ohne Trennung und Umleitung betrieben.

Zeitweise Sperrung von Haltestellen möglich

Sollten die Platzflächen des Heumarktes und des Alter Marktes voll werden, werden die Haltestellen “Rathaus“ (Linie 5, U-Bahn) und “Heumarkt“ (Linien 1, 7 und 9, oberirdisch) auf Anweisung der Polizei zeitweise gesperrt. In diesen Fällen fahren die Stadtbahnen ohne Fahrgastwechsel durch diese Haltestellen durch.

An den Haltestellen “Barbarossaplatz“ (Linien 12, 15, 16 und 18) und “Zülpicher Platz“ (Linien 12 und 15) nutzt die KVB neben den bestehenden Bahnsteigen auch drei zusätzliche Bahnsteige, um den Fahrgastwechsel durch eine Trennung von Ein- und Ausstieg zu beschleunigen und die Sicherheit an den Haltestellen zu gewährleisten.

Einsatz von Gelenkbussen

Um die Platzkapazität zu vergrößern, werden auf den Bus-Linien 106, 132, 133, 136 und 146 ganztägig Gelenkbusse eingesetzt.

Auf der Linie 132 verstärkt die KVB darüber hinaus ihr Angebot. Zwischen Meschenich und Heumarkt werden in der Zeit von ca. 8 Uhr bis ca. 14 Uhr zusätzliche Busse eingesetzt, zwischen ca. 16 Uhr und ca. 22 Uhr in Gegenrichtung.

Aufgrund der Veranstaltung in der Innenstadt können die Busse der Linien 106, 132 und 133 die Haltestelle Heumarkt nicht anfahren und halten deshalb am Heumarkt vor der Handwerkskammer (Heumarkt 12, 50667 Köln).

Weitere Informationen im Internet unter www.kvb.koeln.

(Quelle: Pressemitteilung der Kölner Verkehrs-Betriebe AG)

StattGarde feierte ihren 17. Schiffsappell mit fast siebenstündigem Programm

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Nov 042019
 

Foto: Andreas Klein

Viel vorgenommen hatte sich die StattGarde Colonia Ahoj am gestrigen Sonntag für ihren diesjährigen Schiffsappell: Bei der zum 17ten Mal stattfindenden Veranstaltung stand ein fast siebenstündiges Programm auf dem Ablaufplan. Da brauchte man schon ordentlich Sitzfleisch! Und waren am 4. November 2003 bei der „Premierenparty“ gerade einmal rund 25 StattGardisten anwesend, so wurden in diesem Jahr gleich 21 neue StattGardisten in die Gesellschaft aufgenommen …

Pünktlich um 11:00 Uhr fuhren die Tourbusse der StattGarde auf der Rückseite der Sartory-Betriebe, wo man am gestrigen Tag feierte, vor. Mit den Bussen wurden die Crewanwärter, im Vereinssprech „Die Welpen“ genannt, unter tosendem Applaus empfangen. Nach der feierlichen Einweihung der Busse ging es dann in den Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe.

Kapitän André Schulze-Isfort liess im Saal die gesamte Mannschaft antreten, um gemeinsam mit den beiden Zeugwarten den tadellosen Zustand und Sitz der Uniformen abzunehmen. Hiernach marschierten die Crewanwärter in den Saal ein, um bei der feierliche Matrosentaufe den Eid auf die StattGarde-Standarte zu leisten. Mit diesem Eid endet das 19-monatige Aufnahmeverfahren und die ehemaligen Welpen sind nun vollwertige Mitglieder der uniformierten Crew der StattGarde Colonia Ahoj. Mit der Aushändigung des Vereinsordens und des Matrosen-Hutbandes wird dies auch für jedermann/jedefrau sichtbar.

Wie bei einer Garde üblich, werden hier auch die Mitglieder in den jeweiligen Rängen befördert. Besondere Auszeichnungen erhielten dabei die drei langjährige Leiter der bühnenaktiven Beiboote der StattGarde: Kapellmeister Roland Steinfeld, Chorleiter Alexander Schumacher und Tanztrainer Volker Müller wurden jeweils zum „Leutnant zur See“ befördert und erhielten eine Ehrenurkunde in silber.

Mit der Vorstellung der Mottobrosche der Session 2020 wurden dann auch die Türen des Saales nach diesem vereinsinternen Teil für die mehr als 150 Freunde aus anderen Kölner Karnevalsgesellschaften und Fans der StattGarde Colonia Ahoj geöffnet. Mit den Auftritten von Bordkapelle, Shantychor und dem legendären Tanzkorps der StattGarde Colonia Ahoj wurde aus dem Ostermann-Saal schnell ein jeckes Tollhaus, denn die Gäste feierten „ihre StattGarde“. Neben Kult-DJ „Henry“ (alias Heinz Köllen) und dem Auftritt von Ben Randerath wurde anschließend viel geredet, gelacht und gefeiert. Erst am frühen Abend ging die Veranstaltung mit ein paar abschließenden Worten von Kapitän André Schulze-Isfort zu Ende …

Treuer Husar startet traditionell mit Husaren-Herren-Schoppen in die Session

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Nov 042019
 

Fotos: Andreas Klein

Nach der tollen „Jubiläums-Kappen-Gala“ der Chevaliers von Cöln am Samstagabend hatte das Team des Lindner Hotel City Plaza nicht wirklich viel Zeit, um alles für den Husaren-Herren-Schoppen der K.G. Treuer Husar blau-gelb wieder auf Vordermann zu bringen. In den wenigen Stunden wanderte sogar die Bühne auf eine andere Position. Hut ab für die Leistung des Teams von Hoteldirektor Dirk Metzner.

Pünktlich um 11 Uhr 11 konnte der Treue Husar den Einlass für den Saal freigeben. Pünktlich um 12:00 Uhr begrüßte Präsident Markus Simonian die zahlreichen Gäste im Saal und eröffnete das Bühnenprogramm mit dem Aufzug des eigenen Korps. Husaren-Literat Dirk Lüssem hatte bis zuletzt geheim gehalten, welcher Redner die Herren hiernach unterhalten sollte – letztendlich fiel die Wahl auf den Redner, der jeden Herren-Frühschoppen auf links dreht: Volker Weininger als „Dä Sitzungspräsident“. Die Herren hatten ihren Spaß beim Vortrag – und Literat Lüssem brauchte danach ein neues Paar Schuhe, brachte er doch dem Kampftrinker unter den Karnevalsrednern immer wieder frischen Nachschub.

Mit der Band „Kempes Feinest“, den Rede-Rentnern „Willi & Ernst“ aus Köln-Süd-Süd-Süd und zum Abschluß den Palm Beach Girls war die Quasi-Sessionseröffnung der K.G. Treuer Husar wieder einmal ein voller Erfolg. Im Januar geht es dann mit dem Korpsappell des blau-gelben Traditionskorps weiter im Programm …

Treuer Husar startet traditionell mit Husaren-Herren-Schoppen in die Session

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Nov 042019
 

Fotos: Andreas Klein

Nach der tollen „Jubiläums-Kappen-Gala“ der Chevaliers von Cöln am Samstagabend hatte das Team des Lindner Hotel City Plaza nicht wirklich viel Zeit, um alles für den Husaren-Herren-Schoppen der K.G. Treuer Husar blau-gelb wieder auf Vordermann zu bringen. In den wenigen Stunden wanderte sogar die Bühne auf eine andere Position. Hut ab für die Leistung des Teams von Hoteldirektor Dirk Metzner.

Pünktlich um 11 Uhr 11 konnte der Treue Husar den Einlass für den Saal freigeben. Pünktlich um 12:00 Uhr begrüßte Präsident Markus Simonian die zahlreichen Gäste im Saal und eröffnete das Bühnenprogramm mit dem Aufzug des eigenen Korps. Husaren-Literat Dirk Lüssem hatte bis zuletzt geheim gehalten, welcher Redner die Herren hiernach unterhalten sollte – letztendlich fiel die Wahl auf den Redner, der jeden Herren-Frühschoppen auf links dreht: Volker Weininger als „Dä Sitzungspräsident“. Die Herren hatten ihren Spaß beim Vortrag – und Literat Lüssem brauchte danach ein neues Paar Schuhe, brachte er doch dem Kampftrinker unter den Karnevalsrednern immer wieder frischen Nachschub.

Mit der Band „Kempes Feinest“, den Rede-Rentnern „Willi & Ernst“ aus Köln-Süd-Süd-Süd und zum Abschluß den Palm Beach Girls war die Quasi-Sessionseröffnung der K.G. Treuer Husar wieder einmal ein voller Erfolg. Im Januar geht es dann mit dem Korpsappell des blau-gelben Traditionskorps weiter im Programm …

6. Pänz danze für Kölle: 26 Kindertanzgruppen zeigen ihr Können

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Nov 042019
 

Foto: Anja Bögge

Bereits zum sechsten Mal präsentierten sich die Kinder- und Jugendtanzgruppen der dem Festkomitee Kölner Karneval angeschlossenen Gesellschaften und zeigen ihre tänzerischen Darbietungen auf der großen Bühne des Gürzenich zu Köln. Ganze 26 Gruppen präsentierten das Ergebnis ihrer monatelagen Arbeit dem Publikum und den anwesenden Medienvertretern.

Mit dem Einmarsch der Standartenträger der 26 teilnehmenden Kinder- und Jugendtanzgruppen startete man in den langen Tag. Der Präsident des Festkomitee Kölner Karenval, Christoph Kuckelkorn, begrüßte anschließend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie das Publikum und eröffnete die Veranstaltung. Er bat sodann alle teilnehmenden Tanzgruppen für ein gemeinsames Foto auf die Bühne.

Dann ging es im 7-Minuten-Takt für die Tänzerinnen und Tänzer auf die Bühne. Neben den sechs Kinder- und Jugendtanzgruppen der Kölner Traditionskorps (die Roten Funken, die Prinzen-Garde und die Nippeser Bürgerwehr haben zwar Kindergruppen, aber diese tanzen nicht auf der Bühne …) zeigten sich 20 Tanzgruppen der Familien-, Komitee- und Veedelsgesellschaften. Dass der karnevalistische Nachwuchs, wie oft behauptet wird, fehlen würde, konnte mit der Darbietung der rund 900 Kinder und Jugendlichen eindrucksvoll widerlegt werden.

Zum Abschluß der Veranstaltung gab dann noch die Kölner Band KASALLA, sehr zur Freude des überwiegend jungen Publikums, ein kleines Konzert.

„De Plaggeköpp“ werden 2 * 11 Jahre alt und sind jetzt ein Verein

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Nov 042019
 

Foto: Andreas Klein

Am 10. Januar 1998 trafen sich einige Fahnen- und Standartenträger der Kölner Karnevalsgesellschaften während der Jubiläums-Prinzenproklamation (175 Jahre Kölner Karneval) im Foyer des Gürzenich und hatten dabei die Idee zur Gründung eines Stammtisches. Am 27. Februar 1998 wurde beim ersten Treffen dieser Stammtisch unter dem Namen „De Plaggeköpp vun 98“ begründet. Im Juli 2018 wurde aus dem Stammtisch dann der eingetragene Verein „De Plaggeköpp vun 98 e. V.“. Am gestrigen Sonntagmorgen traf man sich dann im Gasthaus „Zum Jan“ in der Thieboldgasse, um das 2 * 11-jährige Bestehen zu feiern.

Jecke 111 Gäste waren dem Ruf der Fahnen- und Standartenträger gefolgt, darunter neben vielen Mitgliedern auch zahlreiche geladene Gäste wie z. B. der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, Josef Wirges (im Foto eingerahmt vom Vorstand des Vereins), und Michael Schwan, ehemaliger Moderator bei center.tv und Präsident des „Kölsche Huhadel“. Die Jubilare hatten ein kleines, feines Unterhaltungsprogramm zusammengestellt: Hermann Rheindorf als „Ne Schwaadlappe“ sorgte für Lacher im Kasino-Saal des Gasthaus „Zum Jan“. Klaus Krumsdorf unterhielt die Gäste mit seinen Leedcher, bevor „Harry un Achim“ wieder für Lachsalven mit ihrem Verzäll sorgten. Mit „De Neppeser“ und deren Couplet und Liedern endete das kurzweilige Programm – doch gefeiert wurde noch bis in den späten Nachmittag hinein …

Prinz Michael I. von Hürth-Gleuel weiht seine Hofburg ein (mit Interview mit seiner Tollität)

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Nov 042019
 

Fotos: Andreas Klein

Am gestrigen Sonntagmorgen wurde auch dem letzten Bürger von Hürth-Gleuel klar, dass die Karnevalssession wieder vor der Türe steht: Unter klingendem Spiel zog seine Tollität, der designierte Prinz Michael I., zu „Kerstins Kölner Hof“ an der Kölner Straße, um diese Lokalität als „seine Hofburg“ für die Session einzuweihen. Begleitet wurde Michael von einer Abordnung der Prinzen-Garde Hürth-Gleuel und seiner Familie und Freunden.

Prinz Michael mit „Einzugszepter“ (ganz wichtige Insignie an dem Tag …)

Bevor sich der kleine Zoch unter Polizeibegleitung auf den nicht allzu langen Weg machte, lud der designierte Prinz seine Wegbegleiter auf ein Kaltgetränk an seinem Wohnsitz ein. Dabei präsentierte Michael I., der ich richtigen Leben Michael Ostermann heißt, auch sein extra ausgewähltes „Designierter Prinz Einzugszepter“ (siehe Foto rechts).

An der Gaststätte angekommen zog man direkt in den kleinen Saal des Hauses ein. Der designierte Prinz Michael I. sprach kurz zu seinem zukünftigen Volk (die Proklamation findet am 16. November 2019 statt …), bevor bis in den späten Nachmittag getanzt und gefeiert wurde.

Im Vorfeld zum Einzug haben wir mit der designierten Tollität, Michael Ostermann, ein Interview geführt. Dieses gibt es nach dem Video zu lesen.

Frage: Hürth-Gleuel hatte in diesem Jahr Probleme, Tollitäten für das Gleueler Dreigestirn der Session 2019/2020 zu finden. Jetzt hat man wenigstens einen Prinz, der auf der Website der Ortsgemeinschaft Hürth-Gleuel als „Last-Minute-Prinz“ beschrieben wird. War es denn wirklich quasi auf den „letzten Drücker“?

Prinz Michael I.: Ja, auf jeden Fall. Wir waren auf dem Sommerfest der Prinzen-Garde Hürth-Gleuel Ende Juni diesen Jahres gewesen, wo es so schön warm war. Da kam unser Freund, der Dieter, da haben wir dann „jet jeschwaad“ – und dann sagte er irgendwann etwas von Prinz und Dreigestirn. Und da habe ich dann gesagt: „Ja, Dieter, einmal im Leben möchte ich das auch gerne mal machen!“ Und dann sagte Dieter: „Ja, Jung, dann mach dat doch jetzt!“ Ich fragte dann: „Ja wie, Dieter – ich dachte, die Tollitäten wäre auf vier Jahre im Voraus in Gleuel ausgesucht.“ Ich erfuhr dann, dass jemand abgesprungen war – und man diese Session in Gleuel quasi ohne Prinz oder Dreigestirn sein würde. Und daraufhin habe ich dann beschlossen: „Dann mache ich das jetzt!“

Frage: Was hat dich denn dazu bewogen, Prinz von Hürth-Gleuel zu werden?

Prinz Michael I.: Man hat ja ein paar Lebensträume. Und nachdem ich 1998 Bauer im Kinderdreigestirn von Hürth-Gleuel war, stand für mich fest, dass ich auch einmal im Leben eine „große Tollität“ werden möchte.

Die Hofburg in Hürth-Gleuel

Frage: Du hast es ja gerade selbst angesprochen: Du warst 1998 Bauer im Gleueler Kinderdreigestirn. Vom Bauern zum Prinzen klingt irgendwie so wie ein Disney-Märchen. Hättest Du dir das noch vor ein paar Monaten vorstellen können?

Prinz Michael I.: Also, ja – vom Bauern zum Prinzen … ich meine: Dreigestirn ist Dreigestirn! Drissejal, wenn ich das so sagen darf. Aber grundsätzlich: Vor ein paar Monaten hätte ich mir die Rolle des Prinzen durchaus vorstellen können – aber nicht sofort! Ich wusste, irgendwann mache ich es. Aber das es so schnell geht … hättest Du mir Silvester oder Neujahr gesagt „Dieses Jahr machst Du es!“, dann hätte ich gesagt: „Ja ja, klar …“

Frage: Du gehörst, wenn ich richtig informiert bin, keiner Karnevalsgesellschaft an. Jedenfalls nicht in deinem Amt als designierter Prinz. Gibt es trotzdem Unterstützer oder ein Begleitkorps, welches dich bei deinen Aufzügen begleitet?

Prinz Michael I.: Ich bin Ehrengardist bei den Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel, aber es ist richtig: Ich bin komplett im Prinzip vereinslos, ich gehöre fest keinem Verein an. Dementsprechend bin ich automatisch Prinz der Ortsgemeinschaft Hürth-Gleuel. Wir versuchen, dass wäre mein Wunschtraum, dass von den Karnevalsgesellschaft aus Gleuel jeweils fünf Mitglieder abgestellt werden, die mich zu meinen Aufzügen begleiten. Vielleicht sind es manchmal auch nur zwei oder drei Mitglieder pro Gesellschaft. Auf jeden Fall wünsche ich mir, dass wir ein schönes, buntes Bild für Hürth-Gleuel auf den Bühnen haben und ich als neutraler Prinz mit einem neutralen Ornat den Gleueler Karneval repräsentieren darf.

Frage: Gibt es irgendetwas Besonderes, was Du dir für deine Regentschaft vorgenommen hast? Ich meine damit, Du kommst ja auch aus der Musikbranche, willst Du singen, tanzen – oder einfach nur der charmante Prinz für alle Gleueler Jecken sein?

Prinz Michael I.: Der charmante Prinz für alle Gleueler zu sein ist natürlich Pflicht. Das ist ja klar! Singen werde ich auf jeden Fall, ich habe als Prinz auch ein Liedchen, so viel kann ich schon verraten. Vielleich tanze ich auch eine Runde, wer weiß. Da können sich die Gleueler Jecken überraschen lassen!

Frage: Du hast es ja bereits angesprochen – Du hast gute Kontakt zu den Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel, die ja in der letzten Session das Gleueler Dreigestirn gestellt hatten. Bekommst Du von dort jetzt Tipps und Ratschläge für dein Amt, vielleicht auch von deinen Vorgängern?

Prinz Michael I.: Ja, das Dreigestirn der letzten Session gibt mir auf jeden Fall Tipps, da kann ich mich auch jederzeit dran wenden. Auch den Vorstand der Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel kann ich gerne nach Rat und Tat fragen. Aber auch die anderen Gleueler Karnevalsgesellschaften helfen mir. Egal wo ich hinkomme, auch neutrale Gleueler Bürger, die nicht im Karneval organisiert sind, bieten mir ihre Hilfe und Unterstützung an: „Wenn Du Hilfe brauchst, meld dich. Wir finden dat jot, dat mer in der Session ne Prinz han!“ Die Gleueler freuen sich auf ihren Prinz und mir helfen ganz viele Leute und stehen mir zur Seite, wenn es notwenig ist.

Frage: Gibt es in der kommenden Session bestimmte Termin, welche Du jetzt schon als persönliches Highlight ansiehst? Mal abgesehen vom absoluten Highlight, dem Karnevalsumzug durch Gleuel.

Prinz Michael I.: Das absolute Highlight wird meine Proklamation sein. Und dann versuche ich, alles mitzunehmen, was kommt. Ich freue mich mit meinem Team auf jeden Auftritt. Durch meine Tätigkeit als Sänger, seit mittlerweile neun Jahren, weiß ich natürlich „Kein Auftritt ist wie der andere!“, jeder Auftritt ist anders und für sich ein Highlight. Und wenn ich dann Aschermittwoch zurückblicke, wird jeder Auftritt in der Session etwas Besonderes gewesen sein.

Frage: Hast Du denn spezielle Termine karitativer Art, z. B. in Altenheimen?

Prinz Michael I.: Ende September hatten wir in der Festhalle Gleuel ein Seniorenfest. Da habe ich mit einer Equipe gekellnert, mit den Gästen geredet und auch spontan ein Lied gesungen und geschunkelt. Aber in der Session mache ich natürlich auch weitere Aufzüge dieser Art, unter anderem in zwei Altenheimen und einem Heim für demenzkranke Patienten. Darauf freue ich mich sehr.

Frage: Hast Du denn als Prinz auch Auftritte außerhalb von Hürth bzw. Hürth-Gleuel?

Prinz Michael I.: Ja, habe ich. Ich will aber noch nicht zu viel verraten. Die Auftritte gehen also auch schon mal etwas weiter. Und dann sogar über die Stadtgrenzen von Köln hinaus!

Nachfrage: In die „böse Stadt“?!?

Prinz Michael I.: Sogar noch ein Stückchen weiter … aber etwas neutraler! Die Richtung stimmt aber schon mal.

Frage: Gibt es etwas, was Du dir für deine Regentschaft wünschst, vielleicht auch jetzt schon im Bezug auf die Zeit danach?

Prinz Michael I.: Ja, das wir alle gesund und munter durch die Session kommen und natürlich auch, dass es nach Aschermittwoch für den Gleueler Karneval weiter geht und das meine designierten Nachfolger als Tollitäten auch viel Spaß an d´r Freud haben werden.

Chevaliers von Cöln feiern ihr 11-jähriges Bestehen mit einer „Jubiläums-Kappen-Gala“

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Nov 042019
 

Am Samstagabend, dem 2. November 2019, starteten die Chevaliers von Cöln in ihre 11te Session. 2009 gegründet spenden die Chevaliers jedes Jahr für bedürftige Menschen. Auf der zehnten Kappengala gab es dann auch die obligatorische Spendenübergabe an den guten Zweck.

Fotos: Andreas Klein

Nach einem Sektempfang mit Ordensübergabe an die Mitglieder der Chevaliers von Cöln sowie einige geladene Gäste begrüßte Chevaliers-Präsident Michael Schwarz-Harkämper die Anwesenden und eröffnete den Abend mit einem Dank an das Lindner Hotel, in dem man zu Gast war. Auch die scheidenden Vorstandsmitglieder Maurice Vogelzang und Michael Harkämper wurden gewürdigt, bevor Peter Götzmann als neuer Senatspräsidenten der Chevaliers von Cöln ins Amt eingeführt wurde. Harald Harkämper wurde für seine Verdienste um den Verein zum Senator ernannt.

Mit der Vorspeise eines vorzüglichen Drei-Gänge-Menüs (welches wir nicht verrraten werden …) ging der Abend weiter. Für Lacher unter den Gästen sorgten im Anschluß die beiden Witze-Rentner „Willi & Ernst“. Einen überraschenden Kurzbesuch stattete das designierte Dreigestirn der Session 2019/2020 den Chevaliers von Cöln ab. Nach einer kurzen Ansprache waren die Tollitäten auch schnell wieder durch die Türe, denn die Drei hatten noch zahlreiche weitere Termine an diesem Abend.

Blick in den Saal des Lindner Hotels

Nach dem Hauptgang des Menüs bat die Präsidentin der „1. Kölsche Aapesitzung“, Dagmar Weber, um Redezeit. Sie bedankte sich für die Zusammenarbeit mit den Chevaliers in den letzten Jahren mit einem Bild der Kölner Künstlerin Gerda Laufenberg. Mit der Vereidigung und den Ritterschlägen für die neuen Förderer, die neuen aktiven Mitglieder und die neuen Senatoren der Chevaliers von Cöln ging es dann weiter im Programmablauf. Als neues Vorstandsmitglied wurde Petra Wichterich in ihr Amt eingeführt.

Als Dessert nach dem Dessert sorgte dann Torben Klein mit seinen Hits dafür, dass auch der letzte Gast der Chevaliers vom Stuhl gerissen wurde. Ewald Kappes, Präsident der Lyskircher Junge und Ordenslieferant der Chevaliers von Cöln, wurde zum Hoflieferanten ernannt. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes hielt anschließend die Laudatio auf den diesjährigen Empfänger der Spende der Chevaliers von Cöln: Der Verein „TrauBe e. V.“ unterstützt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die eine Bezugsperson durch Tod verloren haben, in ihrer Trauerbewältigung. Umfangreiche Informationen zur Arbeit des Vereins gibt es auf deren Homepage. Der TrauBe e. V. erhielt von den Chevaliers eine Spende in Höhe von 2.300,00 €.

Mit der doppelten Verleihung des Ehrentitel „Ehren-Dame der Chevaliers von Cöln“, einmal an Gabriele Gérard-Post vom Verein „Himmel un Ääd e. V.“ und einmal an Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Bei Gesprächen und Tanzmusik wurde jedoch bis in den frühen Morgen weitergefeiert …