Schull- und Veedelszöch können wie geplant stattfinden

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Mrz 022019
 

Foto: Andreas Klein

Festkomitee und Stadt haben heute Morgen erneut die Wetterprognosen besprochen. Laut Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes vom Samstagmorgen werden für den Rosenmontag in Köln weiterhin Schauer und stürmische Böen erwartet. Dementsprechend beobachten Festkomitee Kölner Karneval und Stadt Köln die Wetterlage nach wie vor sehr intensiv, um eventuelle vorbeugende Maßnahmen für den Rosenmontagszug zeitnah treffen zu können. Bereits am Freitag waren an mobilen Zäunen und Tribünen erste Vorkehrungen getroffen worden, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Für die Teilnehmer an den Schull- un Veedelszöch, die am Sonntag den identischen Zugweg nehmen, müssen derzeit keine weiteren Maßnahmen getroffen werden und können wie geplant stattfinden.

Ein neuer Sachstand bezüglich eventueller weiterer Maßnahmen für den Rosenmontagszug wird für Sonntagnachmittag erwartet.

(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln)

23 Gruppen begleiteten Reitergeneral Jan von Werth auf den Alter Markt

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Mrz 022019
 

Auch in dieser Session startete an Weiberfastnacht gegen 13:30 Uhr das traditionelle „Spillche an d´r Vringspooz“ um die Legende des Reitergenerals Jan von Werth und seiner Griet. Doch bevor das Spiel begann, sorgten ab 13:00 Uhr die Filue und die Korpskapelle des Reiter-Korps Jan von Werth dafür, dass die Jecken auf dem Chlodwigplatz sich warm schunkeln konnten. Wobei – warm war es auch ohne schunkeln, wobei schon die ersten Windboen aufkamen, nachdem der Vormittag bei bestem Frühlingswetter und strahlendem Sonnenschein Lust auf mehr machte. Wenigstens blieb es bis zum Ende des Zuges trocken. Wolfgang Arnold und seine Frau Helga konnten sich übrigens über ein überarbeitetes, humorvolles Stück aus der Feder ihrer Tochter Kathrin Eichholz, verheiratet mit dem Kommandanten des Reiter-Korps Horst Eichholz, freuen.

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KölleAlarm im Dorint an der Messe: Neue Heimat för jecke Pänz

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Mrz 022019
 

Fotos: KölleAlarm

Der Run auf die Karten war auch in diesem Jahr gigantisch, die Party war erneut restlos ausverkauft. KölleAlarm, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, hat sich als Kölns größte Karnevalsparty für Teens etabliert. Ohne jeglichen Alkohol feierten die Kids zwischen 12 und 16 Jahren einen ausgelassenen Karnevalsabend – erstmals im Dorint Hotel an der Messe. Fünf Stunden Top-Programm sorgten für grandiose Stimmung und glückliche Pänz, denn die Veranstalter um den 1. Vorsitzenden Frank Tinzmann und die 2. Vorsitzende Constanze Steinbüchel hatten neben rein karnevalistischen Acts auch nicht-karnevalistische Stars der Teens eingeladen hatten. So trat neben dem Kölner Dreigestirn, den Räubern, den Funky Marys, Tacheles und den jungen Trompetern auch der ehemalige Supertalent-Gewinner Jay Oh (2015) mit der Weltpremiere des in der Tonbauhütte produzierten KölleAlarm-Songs, die Soulbros, Pascal und 4two auf. Zudem gab es für die Pänz eine riesen Überraschung: James Smith Jr., Star aus der 2018er Staffel von „The Voice of Germany“, begeisterte das junge Publikum!

Die Haie- bzw. FC-Maskottchen Skarky und Hennes, der KölleAlarm Alkohol-Präventions-Stand mit Rauschbrillen und Tischkicker und ein Kostümwettbewerb mit Model Veit Alex rundeten den jecken Abend perfekt ab!

Begeisterte Jung-Jecken

Erst gegen 22.20 kehrte langsam wieder Ruhe im Dorint ein und für alle Beteiligten, die diese Party möglich machen, war klar: „Wenn so viele Teens so ausgelassen feiern, ist das ein unvergessliches Erlebnis und wir starten mit den Vorbereitungen für die nächste KölleAlarm 2020 – Kölns größte alkoholfreie Party in Köln!“

Organisatorin Constanze Steinbüchel zeigte sich nach der Veranstaltung überwältigt: „Wenn Kölner Schulen an Weiberfastnacht schließen, weil sie den überzogenen Alkoholkonsum der Schüler nicht in den Griff bekommen, dann kann das nicht der richtige Weg sein. Hier ist doch Aufklärung eine bessere Alternative – wir bleiben bei unserem Erfolgskonzept: Feiern ohne Zoff und Stoff – KölleAlarm!“

Und Kollege Frank Tinzmann ergänzte: „Prävention ist das Zauberwort. Die Kids müssen lernen, dass man gar keinen Alkohol braucht, um Karneval zu feiern und Spaß zu haben. Wer einmal Kölle Alarm erlebt hat, der weiß das. Das ist für uns die einzige nachhaltige und effektive Form, um den immer wieder beschriebenen Exzessen entgegenzuwirken.“

(Quelle: Pressemitteilung des Veranstalters)

Weiberfastnacht in Köln und Leverkusen – Vorläufige Einsatzbilanz

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Mrz 012019
 

Mit insgesamt circa 1600 Beamtinnen und Beamten war die Polizei Köln am gestrigen Weiberdonnerstag (28. Februar) in der Domstadt präsent. Darunter waren, neben deutlich erkennbaren Uniformierten mit Leuchtwesten, auch Zivilkräfte zum Schutz der Jecken eingesetzt.

Mit fortschreitendem Alkoholkonsum der Feiernden stiegen wie in den Vorjahren ab den Nachmittagsstunden die Einsatzanlässe und die Zahl der angezeigten Straftaten. Insgesamt 92 (Vorjahr 94) zumeist stark Alkoholisierte, davon ein Leverkusener, mussten wegen des Nichtbefolgens von Platzverweisen respektive zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen werden.

Insgesamt fertigten die Polizisten in Köln 371 Strafanzeigen (Leverkusen 26). Überwiegend handelte es sich dabei mit 141 bislang bekannten Taten um Körperverletzungen (Leverkusen 4). Es wurden 9 Raubdelikte (K; Vorjahr 10) angezeigt, 26 Beleidigungen (Vorjahr 15) und 19 Sachbeschädigungen (Vorjahr 34). Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz schlugen mit 38 Fällen zu Buche (Vorjahr 36), des Weiteren 74 Diebstahlsdelikte, davon ein Taschendiebstahl in Leverkusen (Vorjahr 64).

Das für die Bearbeitung von Sexualdelikten zuständige Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen in 16 Fällen aufgenommen, in Köln und Leverkusen jeweils einmal wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Die weiteren Straftaten belaufen sich im Wesentlichen auf sexuelle Belästigungen und exhibitionistische Handlungen.

Die in dieser Tagesbilanz dargestellten Kriminalitätszahlen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei eingehen können oder dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders bewertet werden müssen. So kann sich zum Beispiel ein zunächst angezeigter Raub bei einer Vernehmung als Diebstahl darstellen – oder umgekehrt. Eine abschließende Bewertung ist demzufolge häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

(Quelle: Pressemitteilung der Polizei Köln)

Weiberfastnacht 2019: … und ab dem Nachmittag dann in die Säle

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Mrz 012019
 

Ab dem späten Mittag wurde es dann in Köln langsam etwas ungemütlich: Starker Wind und kühlere Temperaturen liessen die Jecken an Weiberfastnacht in die Säle flüchten. Doch wer keine Karten hatte, schaute meistens in die Röhre, denn die Kostümbälle waren größtenteils seit Wochen bereits ausverkauft.

Foto: Andreas Klein

Bei der Bürgergarde blau-gold gab es im Wartesaal am Dom noch die ein oder andere freie Ecke – doch draußen standen ja auch noch dutzende Jecken, die auf Einlass warteten. Die Taschenkontrollen zogen sich hin, weil viele Gäste nicht verstanden, warum die Security in die mitgeführten Handtaschen der Damen schauen wollte. Da wird dann stundenlang diskutiert – dagegen ist ein Stau auf der A4 dann pillepalle!

Drinnen sorgten neben einem DJ die Bands Fiasko, „band of plenty“, die Eschweiler Fanfaren, Miljö, die Kölsch Fraktion, Marita Köllner, Eldorado und Lupo für Partystimmung bis in den Abend hinein.

Luftlinie gut einen Kilometer entfernt feierte derweil die Große Braunsfelder K.G. ihren traditionellen und ausverkauften „Ball Raderdoll“ im Festsaal und dem Foyer des Pullman Cologne Hotel. Unter den jecken Gästen waren neben Ex-Barchef Charly Fukuhara auch Friedhelm Funken, Trainer bei einem Bundesliga-Verein eines Dorfes an der Düssel, sowie der Trainer-Stab des 1. FC Köln.

Musikalisch ging es hier bis in den späten Abend mit den Klüngelköpp, den Bläck Fööss, den Big Maggas, den Rabaue, den Domstürmer, den Höhner, den Paveier, den Räuber und der Micky Brühl Band Schlag auf Schlag im Programm. Die letzten Jecken krabbelten am frühen Morgen aus der Drehtür des Pullman Cologne in das mittlerweile regnerische Köln …

Foto: Andreas Klein

Und quasi schräg gegenüber vom Pullman Cologne feierte im Lindner Hotel am Friesenplatz die K.G. Treuer Husar ihren Weiberfastnachts-Kostümball. Oder sollten wir besser „ihre Weiberfastnachts-Kostümsauna“ schreiben, denn im Festsaal des Hotels waren es gefühlte 70 Grad! Neben Musik aus der Konserve gab es hier einen der letzten Auftritt der Husaren-Pänz in dieser Session zu sehen. Auch das Korps der K.G. Treuer Husar passte irgendwie noch in den rappelvollen Saal. Mit den Big Maggas, der Mcky Brühl Band, den Räuber und den Paveier feierte man auch hier bis in den späten Abend hinein – und am Samstagabend gibt es dann Kostümball Nummer 2 des blau-gelben Traditionskorps.

 

Weiberfastnacht 2019: Was in den Veedeln so los war …

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Mrz 012019
 

Fotos: Ingo Hermes

Traditionell ist der Weiberfastnachtsdonnerstag in Köln zweigeteilt: Während am Vormittag und bis in die frühen Nachmittagsstunden bei den Straßenkarnevalseröffnungen in den Veedeln gefeiert wird, verlagert sich ab dem Nachmittag die Feierei in die großen und kleinen Säle Kölns. Und ebenso traditionell gibt es hier die Infos, was in den Veedeln so los war …

Ganz früh am Morgen, Köln lag noch im Halbschlaf, machten sich auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhof bereits die ersten bunt kostümierten Jecken startklar für ihren Umzug durch das morgendliche Köln: Punkt 8 Uhr 15 setzte sich das Schmölzje, angeführt vom Spielmannszug „Kölsche Preußen“ in Bewegung – der Bellejeck der Große Allgemeine K.G. zog unter klingendem Spiel durch die Straßen der Domstadt. Vor 11 Jahren wurde der alte Bellejeck-Brauch von der Große Allgemeine K.G. wiederbelebt und seitdem ziehen immer mehr Jecken mit dem Bellejeck am Weiberfastnachtsmorgen durch Köln. Neben den „Kölsche Preußen“ war in diesem Jahr auch die K.G. Treuer Husar mit rund 120 Husaren, darunter dem kompletten Musikzug, beim ersten Umzug der Session dabei.

Vom Bahnhofsvorplatz ging es dann durch die Innenstadt zur Hofburg des Kölner Dreigestirns, dem Dorint Hotel am Heumarkt. Dort empfingen die Tollitäten die Teilnehmer des Bellejeck-Zuges. Bauer Markus (Markus Meyer) ist als Präsident der Große Allgemeine K.G. quasi Mitveranstalter des Bellejeck-Zuges. Und Jungfrau Catharina (Michael Everwand) war in den letzten beiden Jahren der Darsteller des Bellejeck und wurde quasi von seinem Nachfolger geweckt. Nach dem Treffen mit dem Dreigestirn machte sich der Zug wieder auf und hielt an der Großfigur der Große Allgemeine K.G. auf der Schildergasse. Nach einer kurzen Ansprache erhielten alle teilnehmenden Standarten den Orden der Gesellschaft. Von dort ging es dann zum Lindner Hotel am Friesenplatz, wo man bis in den Nachmittag weiterfeierte.

Fotos: Andreas Klein

Den Frühstart in jeder Session gibt es in Nippes auf dem Wilhelmplatz bei der großen Straßensitzung der Nippeser Bürgerwehr. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen feierten die Jecken schon vor 9:00 Uhr. Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung durch das Orchester Helmut Blödgen sorgte Tommy Walter um kurz vor 9 dafür, dass auch die letzten Anwohner am Wilhelmplatz merkten, dass Weiberfastnacht ist.

Kölner Dreigestirn auf dem Wilhelmplatz

Das Korps der Nippeser Bürgerwehr zog zwei Stunden vor 11 Uhr 11 auf und bildete auch den Hintergrund für das Kölner Dreigestirn, welches den Nippeser Jecken seine Aufwartung machte. Anschließend ging es bis mittags mit Musik und Tanz weiter im Programm: Die Rabaue, die Boore, die Kläävbotze, die Funky Marys, die Domstürmer, die Cöllner, die Kölsche Adler, die Jugendtanzguppe „Kölsche Greesberger“, JP Weber, Domhätzje Nadine, die Band LAX und die Filue sorgten für Stimmung unter den bunt kostümierten Jecken.

Funky Marys auf dem Alter Markt

Mit dem Einzug des Altstädter Korps unter den Klängen des Regimentsspielmannszug startete rund 30 Minuten nach Nippes auch der Alter Markt in der Kölner Altstadt in den Straßenkarneval. Seit 6 * 11 Jahren organisierten die Altstädter Köln am gestrigen Donnerstag die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals, die auch live vom WDR im Fernsehen übertragen wird. Auch hier gaben sich die musikalischen Darbietungen die Klinke in die Hand: Die Köbesse (die an Rosenmontag einen der Musikwagen im Kölner Rosenmontagszug bespielen werden …), Star-Tenor Norbert Conrads, die Funky Marys, Druckluft und Marita Köllner brachten den rappelvollen Alter Markt mit seinen Tribünen zum Schunkeln. Um 11 Uhr 11 (okay, es war schon 11 Uhr 12 …) eröffneten die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, das Kölner Dreigestirn 2019 und Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn den Straßenkarneval in Köln offiziell. Nach einer weiteren Darbietung des Altstädter Korps feierte man auch hier mit den Höhner, Thomas „Et Klimpermännche“ Cüpper, den Rabaue, dem Kölner Kinderdreigestirn 2019 und der Band „Cöllner“ bis mittags bei strahlendem Sonnenschein weiter …

Domstädter auf dem Lenauplatz

Auch auf dem Lenauplatz in Köln-Ehrenfeld wurde gefeiert. Dort veranstaltete die Ehrenfelder K.G. Rheinflotte ab 11 Uhr 11 ihre Straßensitzung zur Sessionseröffnung, unter anderem mit den Ihrefelder Cheyenne und dem Tanz- und Musikzug „Domstädter Köln“.

Etwas ruhiger und gemütlicher ging es hingegen ab 11 Uhr 11 auf dem Hermeskeiler Platz in Köln-Lindenthal bei der Eröffnung der K.K.G. Alt-Lindenthal zu. Gemeinsam mit den Krieler Geschäftsleuten hatte die Gesellschaft auf dem Platz neben einer Bühne auch für das gastronomische Angebot gesorgt. Auf der Bühne sorgten der Musikzug „1. Cölsche Hofstaat“, die Kinder der Hans-Christian-Andersen-Schule, das Kölner Dreigestirn, die Kinder der KiTa Albertus Magnus, die Lucky Kids, der Tanz- und Musikzug „Domstädter“, die Backes Band sowie die Lindenthaler Lappe Clown für Unterhaltung bis in den frühen Nachmittag.

Ebenfalls um 11 Uhr 11 startete op d´r Schäl Sick in Köln-Flittard die Flittarder K.G. in den Straßenkarneval. Zum ersten Mal wurde hier auf dem Gelände der Narrenburg in der Paulinenhofstraße gefeiert. „Der Aufwand für die Straßensitzung am Denkmal in der Hubertusstraße stand in keinem Verhältnis mehr. Die Genehmigungen im Vorfeld, der Aufbau und vor allem der Abbau des gesamten Equipements war immer aufwändiger geworden. In der Form war Weiberfastnacht für uns einfach nicht mehr realisierbar!“, so der 1. Vorsitzende der Flittarder K.G., Reiner Knillmann.

Die Flittarder K.G. nimmt einen Eintritt von 5,00 €, dafür erhält der Besucher jedoch auch fünf Verzehrbons. Eröffnet wurde die erste Ausgabe der Neuauflage der Straßenkarnevalseröffnung durch das Kinderdreigestirn der GGS Am Feldrain. Musikalische sorgten Björn Heuser, die Band „Eldorado“ und Ben Randerath für Schunkelstimmung. Getanzt wurde auch, und zwar zeigten das Tanzcorps „Echte Fründe“ und das Kinder- und Jugendtanzcorps „Echte Fründe“, beide der Flittarder K.G. angeschlossen, ihre tänzerischen Darbietungen.

Wie in den Sälen gefeiert wurde, kann man in unserem zweiten Artikel nachlesen …

Kölner Schull- un Veedelszöch sind gut aufgestellt für kommenden Sonntag

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Mrz 012019
 

Foto: Andreas Klein

Im Rahmen eines Pressetermins am vergangenen Mittwoch gaben die „Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums“ einen Überblick über die Kölner Schull- un Veedelszöch, die am kommenden Sonntag auf dem Weg des Kölner Rosenmontagszug durch die Kölner Innenstadt ziehen werden.

Zuerst einmal dankte Bernhard Conin, Baas der „Freunde und Förderer“, den drei Traditionskorps EhrenGarde der Stadt Köln, Prinzen-Garde Köln und Rote Funken, für die mittlerweile traditionellen Wurfmaterialspenden für die drei Gewinner des Fußgruppen-, Wagengruppen- und Originalitätspreises, welche am Rosenmontag erneut am Zoch teilnehmen dürfen.

Conin erläuterte, dass die Kosten für die Durchführung eines Karnevalsumzuges in den letzten Jahren stark gestiegen wären. Seit dem Loveparade-Unglück im Jahr 2010 seien die Kosten für Sicherheit und Sanitätsdienst um 50 % gestiegen. Dieses würde auch viele Vereine in den Stadtteilen betreffen, in Köln-Rodenkirchen und Köln-Zollstock standen die Züge sogar auf der Kippe. Nur dank der unbürokratischen Hilfe der Stadt Köln, die für jeden der neun Kölner Stadtteile jeweils 10.000 € – also ingesamt 90.000 € – für die Durchführung der Stadtteilzüge bereit gestellt hatte, könnten die Karnevalsumzüge in dieser Session an den Karnevalstagen stattfinden.

Am 3. März 2019 – dem Sonntag, an dem die Schull- un Veedelszöch durch die Stadt ziehen – jährt sich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs an der Severinstraße, bei dem zwei junge Menschen ums Leben gekommen sind, zum 10ten Mal. An der Ecke Severinstraße/Löwengasse, wo die Zöch seitdem einen Umweg um die Einsturzstelle machen, werden die Kölner Schull- un Veedelszöch gegen 11:50 Uhr zum ersten Mal überhaupt einen Stop einlegen. Neben Baas Bernhard Conin wird auch der Südstadtpfarrer Hans Mörtter hier an den Einsturz mit einem Redebeitrag erinnern. Die Tanzgruppe „Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde“, die den Zoch traditionell anführen, werden zum Gedenken einen Tanz aufführen, wonach der Zoch dann seinen Weg fortsetzen wird.

Willi Stoffel, Zugleiter der Kölner Schull- un Veedelszöch, konnte verkünden, dass die Zahl der Musiker im Zoch gestiegen ist: „Neben den 14 externen Kapellen, die von den Freunde und Förderer finanziert werden, können wir auf eine steigende Anzahl von Musikern, sowohl in den Schulen als auch in den Veedeln verweisen. Bei den Schulen gehen rund 580 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte als Musiker mit, die Veedelsvereine haben rund 200 aktive Musiker in ihren Reihen.“, so Stoffel beim Pressetermin.

Insgesamt nehmen 54 Gruppen mit 2.700 Teilnehmern in den Veedelsvereinen teil, darunter sind 48 Fuß- und sechs Wagengruppen. Ob es, wie bisher, weiterhin eine Unterteilung in Fuß- und Wagengruppen geben wird, soll in den nächsten Monaten entschieden werden: „Die Zahl der Wagengruppen ist seit Jahren rückläufig. In diesem Jahr wollen wir aber noch die Unterteilung aufrecht erhalten. Ob das nächste Session auch noch so sein wird, werden wir spätestens im Sommer sehen.“, so Stoffel weiter.

In den Veedelszöch gibt es drei Jubiläen (90 Jahre Original Negerköpp, 50 Jahre „Kölsche Mädcher – Kölsche Junge“ sowie 40 Jahre „De Löstige Zollstocker“). Neu in den Veedelszöch 2019 dabei sind die sieben Gruppen mit den Nummern 45 (Familienstammtisch Ihrefelder 11er Rat), 46 (KölleAlarm e. V.), 47 (Och Jeck e. V.), 48 (Loss mer singe e. V.), 49 (Fründe für´s Levve), 50 (Puls of Europe Köln), 51 (KG Ponyhof e. V.) und 52 (Rheinische Fachhochschule Köln).

Abschließend bat Willi Stoffel die Medien darauf hinzuweisen, dass für die Kölner Schull- un Veedelszöch 2020 noch ehrenamtliche Helfer im Bereich Zugordner, Funker sowie bei der Aufstellung und Auflösung benötigt werden. Wer Interesse hat, kann sich direkt bei den „Freunde und Förderer“ melden.

Bei den Kölner Schullzöch, die traditionell am Sonntag vor den Veedelsvereinen laufen, sind 53 Schulen mit rund 3.800 Teilnehmern unterwegs. Darunter sind zwölf Grundschulen, eine Hauptschule, drei Förderschulen, drei Realschulen, 23 Gymnasien, vier Gesamtschulen, ein Berufskolleg, fünf private Schulen und das Zentrum für LehrerInnenausbildung. Damit sind alle Schulformen, die in Köln angeboten werden, im Zoch vertreten. In den Schullzöch sind 47 Fuß- und sechs Wagengruppen dabei.

Neu in den Schullzöch 2019 ist die Förderschule Thymianweg, gleich acht Schulen feiern Jubiläum, darunter die beiden Waldorfschulen, die 100 Jahre Waldorfpädagogik feiern. Die Hasenschule aus Braunsfeld feiert ebenfalls Jubiläum und hat zusätzlich den Wanderpreis der „Freunde und Förderer“, den „Kamellebüggel“, mit in der Gruppe. Den zweiten Wanderpreis, das „Lyskircher Buch“ der Lyskircher Junge, erhält die LVR Schule Belvedere Straße aus Köln Müngersdorf. Jede Schule, die das Lyskircher Buch erhält, gestaltet dort eine Seite zum
Thema Karneval. In diesem Jahr ist es die 2. Ausgabe des Buches, da das erste Buch seit der letzten Session voll ist.

Margarita von Westphalen-Granitzka, Schulamtsdirektorin i. R., lenkte den Blick der Medienvertreter auch noch einmal auf die große Zahl an Musiker in den Schulen: „Wir sind stolz darauf, dass 580 Kinder und Jugendliche sich aktiv musikalisch an den Schullzöch beteiligen. Und ich kann Ihnen versprechen, dass es oft sehr laut – denn viele Musikgruppen der Schulen sind Sambagruppen.“, so von Westphalen-Granitzka.

Nun hoffen, die Verantwortlichen darauf, dass die Schull- un Veedelszöch 2019 trocken und bei ruhigem Wetter sowie ohne große Störungen am kommenden Sonntag durch Köln gehen können. Den Pänz in den Schulen und den Veedelsvereinen wäre es zu wünschen!