Prinzen-Garde mit neuen Elferratsbechern im Maritim

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Jan 292017
 

Fotos: Daniela Decker

Im ausverkauften Festsaal des Maritim-Hotel feierte heute die Prinzen-Garde Köln ihre dritte Jubiläums-Prunksitzung. Hierbei kamen zum ersten Mal die neuen Elferratsbecher zum Einsatz, welche die EhrenGarde der Stadt Köln ihrem Schwesternkorps auf dem Jubiläumskommers am vergangenen Montag im Gürzenich überreicht hatte. Ob dabei auch die neuen Sektkühler zum Einsatz kamen, war leider nicht in Erfahrung zu bringen.

Marc Metzger

Das Korps der Prinzen-Garde Köln zog gemeinsam mit dem Kölner Dreigestirn, die vorher im Foyer von Prof. Tobias Kollmann für die Prinzen-Garde interviewt wurden, zu Beginn der Sitzung auf. Literat Dennis Hille hatte für diesen Auftritt bereits 40 Minuten eingeplant – doch es sollten noch mehr werden, denn Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ hatte Verspätung. Kaum im Maritim angekommen, erklärte Metzger den Grund dafür den anwesenden Medienvertretern: „Wir waren gerade in Bonn. Und zwar pünktlich! Aber der Sitzungspräsident erzählte den Gästen immer wieder, dass sich der nachfolgende Programmpunkt verschieben würde, weil der Künstler noch nicht da wäre – ich stand aber vor der Türe und konnte nicht rein!“ Als Metzger gerade ohne Auftritt in Bonn abfahren wollte, holte ihn der Präsident noch rein – und verlangte auch noch Zugaben! Da war der Zeitplan natürlich dahin!

Metzger brachte die Jecken bei der Prinzen-Garde trotz Verspätung noch zum Lachen. Die Wanderer sorgten mit ihrem A-capella-Gesang für Stimmung. Guido Cantz hatte die Lacher wieder auf seiner Seite und die Klüngelköpp liessen nicht nur die „Stääne danze“. Nach der Pause zog das Reiter-Korps Jan von Werth auf die Maritim-Bühne. Die Höhner, Bernd Stelter, das Tanzcorps „Kölner Rheinveilchen“ und die Räuber sorgten für kurzweilige Unterhaltung bis in den frühen Morgen.

Große Kölner feiert Gala-Sitzung im ausverkauften Gürzenich

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Jan 292017
 

Fotos: Andreas Klein

Mit Star-Tenor Norbert Conrads als Vorprogramm empfing die Große Kölner K.G. die edel gekleideten Gäste zu ihrer Gala-Sitzung im Foyer des Kölner Gürzenich. Nach dieser musikalischen Eröffnung des Abends zogen die Gäste durch das Spalier des Reiterkorps der Große Kölner K.G.  in den Festsaal, der heute bis auf den letzten Platz besetzt war. Auf halbem Weg erhielten die Damen eine Flasche Parfüm als Damengeschenk, zur Verfügung gestellt von Dr. Giessen, Närrischer Consul der Große Kölner und Inhaber der Fa. Maxim.

Uli Diefenbach inmitten seiner ReiterInnen

Von den über 1.300 Gästen hatten knapp 900 das Angebot angenommen, in der Pause das Pausenessen einzunehmen. Für die Küche des Gürzenich eine Herausforderung bei nur 45 Minuten Pause. Unter den Gästen war heute auch eine große Abordnung der befreundeten Karnevalsgesellschaft „Marotte“ aus Sittard in den Niederlanden. An der Spitze der Niederländer war Prins Sittard De Marotte 2017, Bart II. (Offermans), mit nach Köln gereist. Bart II. ist der 86te „Stadsprins“ von Sittard.

Stadsprins von Sittard

Im Saal eröffneten die Domstädter gemeinsam mit den „Rhine Power Pipes & Drums“ die Sitzung. Dieter Röder als „Ne Knallkopp“ kam auf die letzte Minute, so dass Dr. Joachim Wüst noch schnell auf der Bühne den ehemaligen Vorsitzenden des Reiterkorps, Uli Diefenbach, zum Ehrenratsherr der Große Kölner ernennen konnte. Mit Kasalla, Klaus Rupprecht als „Klaus und Willi“, Kuhl un de Gäng sowie Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ ging es durch die erste Abteilung.

Nach der Pause zeigte das Tanzcorps „Rheinmatrosen der G.M.K.G.“ seine Tänze. Mit den Bläck Fööss, Guido Cantz, dem Kölner Dreigestirn sowie den Höhner feierte man bis in den frühen Morgen hinein.

Greesberger-Präsident inspiriert FK-Präsident zu neuem Ausruf

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Jan 292017
 

Fotos: Andreas Klein

Mit einem Einmarsch der Plaggeköpp, also dem Stammtisch der Standartenträger im Kölner Karneval, und Abordnungen der Gesellschaftsteile der Große K.G. Greesberger startete am heutigen Samstagabend die diesjährige Kostümsitzung der Gesellschaft. Grund war ein Ereignis, welches es bei den Greesbergern zuletzt vor zehn Jahren gegeben hat: Die Amtseinführung eines neuen Präsidenten durch den Präsidenten des Festkomitee Kölner Karneval, Markus Ritterbach.

FK-Präsident Ritterbach

Markus Otrzonsek wurde am 5. Juli 2016 durch die Mitglieder der Gesellschaft zum neuen Präsidenten gewählt. Vorher war er zehn Jahre lang Vizepräsident unter Detlef Kramp. Markus Ritterbach erklärte dann, sehr zur Freude der Anwesenden, wie man den Namen Otrzonsek richtig ausspricht. Vorlage war dafür eine Info der Gressberger: „Man unterlässt es, das T und R in Otrzonsek mitzusprechen. Man sagt einfach Ozonsek!“ Ritterbach weiter: „Wir machen das jetzt folgendermassen: Ich sage immer O und sie rufen alle ZONSEK! Dann haben wir den neuen Namen schnell drauf!“ Und Ritterbach machte das Rufen des „O“ sichtlich Spaß, so dass er sogar zu „Dreimol Kölle O … ZONSEK!“ ausrufen liess – den Namen des neuen Präsidenten werden die Jecken im Saal aber sicherlich nie wieder falsch aussprechen.

Nach der Amtseinführung zog das Korps der Nippeser Bürgerwehr in den Saal des Theater am Tanzbrunnen ein. Nach der musikalischen und tänzerischen Darbietung der Appelsinefunke brachten „De Blömcher“ ihre Parodien. Mit den Swinging Funfars, der Jugendtanzgruppe „Kölsche Greesberger“, den beiden Rede-Rentern „Willi und Ernst“ sowie dem Kölner Dreigestirn verging die ersten Abteilung wie im Fluge. Die Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“, Bernd Stelter, die Funky Marys, Dieter Röder als „Ne Knallkopp“ und BRINGS zum Finale nach Mitternacht komplettierten die diesjährige Kostümsitzung der Greesberger mit ihrem neuen Präsident Markus O … ZONSEK!

Schlenderhaner Lumpe feierten im Pullman mit Klomann

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Jan 292017
 

Foto: Andreas Klein

Es war am heutigen Abend die Nachricht, welche die karnevalistische Welt in Köln und dem gesamten Rheinland erschütterte: Jupp Menth, als „Ne kölsche Schutzmann“ einer der letzten Typenredner, musste aus gesundheitlichen Gründen seinen sofortigen Abschied von den Karnevalsbühnen des Rheinlands erklären! Menth hatte am Vorabend überraschend Herzprobleme bekommen und sein Kardiologe zog daraufhin die Reißleine – immerhin hat Menth bereits zwei Bypässe. Mit ein Grund für die Herzprobleme war wohl das Gezeter um den Auftritt bei der Karnevalssitzung einer Gewerkschaft, die Menth wegen seiner „Angriffe“ auf einige Bundespolitiker ausgeladen hatte.

Als dann auch noch Regional-Politiker Menth angriffen, war dieses für den pensionierten Polizeibeamten einfach zu viel! Und die Schlenderhaner Lumpe hatten kurzzeitig ein Loch im Programm, welches aber mit einem furiosen Redebeitrag gestopft wurde. Doch dazu später mehr!

Zuerst einmal eröffnete mit dem Tanzcorps „Colonia Rut-Wiess“ das eigene Tanzcorps die diesjährige Kostümsitzung im ausverkauften Festsaal des Pullman Cologne Hotel. Anschließend brachten „Kuhl un de Gäng“ die bunt kostümierten Jecken zum Mitsingen und Schunkeln. Nun sollte eigentlich Menth für Lacher sorgen – als Ersatz kam Dave Davis als „Klomann Motombo Umbokko“. Die Verantwortlichen der Schlenderhaner Lumpe stellten sich die Frage, ob ein dunkelhäutiger Comedian eine kölsche Typenrede ersetzen kann … nein, kann er nicht! Er kann sie sogar noch TOPPEN! Die „Albino-Äffchen“ hatten ihren Spaß mit Klomann Motombo und zollten dem in Köln geborenen und in Bonn aufgewachsenen Davis mit Standing Ovations ihren Tribut! Spaß gab es anschließend auch mit Volker Weininger als leicht angeschickertem Sitzungspräsidenten. Mit den Funky Marys ging es in die Pause.

Das Trompeterkorps Eefelkank eröffnete die zweite Abteilung. Martin Schopps und Christian Pape mit seinem Keyboarder Dr. Bimmermann sorgten für Lachsalven sowie die Domstürmer und die Paveier für musikalische Unterhaltung bis kurz nach Mitternacht.

K.G. Kölsche Boor feiert ihr 66-jähriges Bestehen

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Jan 292017
 

Foto: Andreas Klein

Wie heißt es in einem bekannten deutschen Schlager richtig: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!“ Wir wollen dann mal hoffen, dass das auch für die K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor zutrifft, denn in den letzten Jahren hörte man von der Gesellschaft eher nichts Gutes. Nachdem die Gesellschaft schon einmal kurz vor dem finanziellen Ende stand, sorgten einige Benefizmatinees dafür, dass es beim Boor wieder aufwärts ging. Als die Gesellschaft dann wieder einigermaßen „frisch“ war, kamen personelle Veränderungen, welche den Boor wieder zurückwarfen. Dieses soll sich mit dem heutigen Tag aber grundlegen verbessern, wie der neue Präsident der K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor, Stefan Heinrich, uns heute glaubhaft versicherte.

Zur heutigen Jubiläumssitzung „6 * 11 Jahre Kölsche Boor“ waren denn auch rund 250 Jecken in den Pfarrsaal in Köln-Weidenpesch gekommen. Eröffnet wurde der Abend von der Tanzgarde „Schwarz-Rot“ der Karnevalsgesellschaft Jecke Märjelingener e. V., dem Ehrentanzcorps der K.G. Kölsche Boor. Anschließend besuchte der Musikzug „Neppeser Naaksühle“ aus dem Nachbarveedel Nippes die Weidenpescher Karnevalsgesellschaft. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Greesberger“ zeigte anschließend ihre tänzerische Darbietung. Musikalisch ging es weiter mit der Band „Sechs Kölsch“. Kurz vor der Pause führte Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach den im letzten Jahr gewählten Stefan Heinrich in sein Amt als Präsident der K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor ein. Laut Ritterbach war diese Amtseinführung eines Präsidenten die Längste in seiner Zeit als Festkomitee-Präsident.

Nach der Pause feierte die Jubiläumsgesellschaft mit „Däm Speetzbov un nem Frechdachs“, den Porzer Sambas, Harry und Achim, den Filue (deren Chef Stefan Fischer zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt wurde) und den Domstädter bis in den frühen Morgen hinein.

Sürther Flägelskappe probten für ihre Prinzenproklamation im nächsten Jahr

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Jan 292017
 

Foto: Andreas Klein

Im nächsten Jahr feiert die K.G. Löstige Flägelskappe ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund wird dann die Prunk- und Kostümsitzung im Festzelt auf dem Sürther Marktplatz auch am Freitag, dem 5. Januar 2018, stattfinden – und zwar als Prinzenproklamation, denn die Löstige Flägelskappe stellen das Dreigestirn der Alt-Gemeinde Rodenkirchen in der nächsten Session. So gesehen war die heutige Ausgabe der Prunk- und Kostümsitzung die Generalprobe für die PriPro im nächsten Jahr.

Knapp 800 bunt kostümierte Jecken erlebten als ersten Programmpunkt den Aufzug der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V., dem ersten und ältesten Traditionskorps im Kölner Karneval. Nach dem musikalischen und tänzerischen Darbietung der „ruud Funke“ versuchte Rupert Schieche als „Giesbert Fleumes“, die Jecken im Saal zum Lachen zu bringen … das Foyer füllte sich merklich und die Gäste bevorzugten die Unterhaltung untereinander. Als Fleumes dann ankündigte, den Struwwelpeter zu zitieren, war für einige Gäste das Maß voll.

Die Band „De Boore“ füllte dann den Saal schnell wieder und sorgte für Schunkelstimmung. Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum als „Willi und Ernst“ hatten mit ihren Gags dann mehr Erfolg. Die Tanzgruppe „Fidele Fordler“ zeigte ihre Tänzer und die Paveier brachten die Jecken noch einmal von den Stühlen. Mit dem Dreigestirn der Alt-Gemeinde Rodenkirchen startete die zweite Abteilung. Die Original Eschweiler Fanfaren-Trompeter, Kai Kramosta als „Ein Pfunfskerl“, das Tanzcorps „Echte Fründe“ und zum Finale Kölns buntester Spielmannszug, die Fidele Kölsche, sorgten in der zweiten Hälfte für Stimmung im Sürther Festzelt.

Für die Proklamation im nächsten Jahr gibt es übrigens noch ein paar Karten (und ja, ein Großteil ist bereits heute schon weg). Im Programm sind dann u. a. die Bläck Fööss, die Räuber, die Domstürmer und viele mehr. Karten gibt es direkt bei den Löstige Flägelskappe, die Kontaktdaten finden Sie in unserem Terminkalender.

Kölner Narren-Zunft feierte wieder ihr Dreigestirn

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Jan 282017
 

Foto: Andreas Klein

Mit den Glocken von „Hells Bells“ und „Highway to Hell“ als Einmarschmusik kündigte sich gleich zu Beginn der Kostümsitzung der Kölner Narren-Zunft das diesjährige Highlight für die Gesellschaft an: Das Kölner Dreigestirn der Session 2017, Prinz Stefan I. (Stefan Jung), Bauer Andreas (Andreas Bulich) und Jungfrau Stefanie (Stefan Knepper), stattete seiner Heimatgesellschaft einen Besuch ab – der fast nicht stattgefunden hätte, weil Literat Jens Andersen vor zwei Jahren – als die Buchungen für diese Session erfolgten – keinen Auftritt des Dreigestirns bekam!

Erst als Andersen beim Festkomitee intervenierte und belegen konnte, dass das Dreigestirn immer bei der Kostümsitzung der Narren-Zunft aufgezogen ist, wurde der Termin zu Beginn der Sitzung vereinbart. Und damals war natürlich noch nicht klar, dass das Dreigestirn diese Session von der Narren-Zunft gestellt werden würde … man darf gar nicht dran denken!

Die Höhner sorgten mit ihren Hits gleich danach für eine Stehparty im Kristallsaal der Koelnmesse. Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ stand derweil im Stau – und kam ein paar Minuten zu spät zum Auftritt. Die Kapelle Helmut Blödgen und der Bannerhär der Narren-Zunft, Thomas Brauckmann, füllten das kleine Loch souverän. Einige Jecken im Saal bekamen aber wohl nicht mit, dass das Loch vorbei war – doch Metzger sorgte für Ordnung: „Für die, die es noch nicht bemerkt haben – das Loch ist zu Ende. Ich war das Loch, jetzt bin ich wieder Programm!“

Mit den Bläck Fööss und der Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner Narren-Zunft verging der Rest der ersten Abteilung dann wie im Fluge. Guido Cantz eröffnete die zweite Abteilung und brachte die jecken Gäste zum Lachen. Rockige Klänge mit BRINGS, eine akkrobatisch-tänzerische Darbietung der Kölner Rheinveilchen und die Brass-Chaoten von Querbeat sorgten bis Mitternacht für Partystimmung. Und trotzdem war der Saal beim Vortrag von Martin Schopps noch in der Lage zuzuhören. Mit den Klüngelköpp als krönendem Abschluß des Programms im Kristallsaal ging es in die After-Sitzungs-Party im Foyer mit DJ Henry bis in den frühen Morgen.

Blaue Funken auf der Suche nach dem Urfunk erfolgreich

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Jan 282017
 

Foto: Andreas Klein

Auf die Kostümsitzung der Blauen Funken im Festsaal des Maritim Hotel hatte sich heute hoher karnevalistischer Besuch geschlichen: Das Prinzenpaar der Stadt Velbert, Christian II und Natalie I, feiertem mit den restlichen knapp 1.600 bunt kostümierten Jecken im Saal. Die beiden Tollitäten aus dem Bergischen Land waren von ihrer Adjudantur überrascht worden: „Wir wussten nicht, wo uns unser Termin heute hinführt. Es war ein Überraschungstermin für uns. Aber jetzt sind wir begeistert! Das ist megageil!“, so eine sichtlich glückliche Natalie I im Gespräch mit uns. Begleitet wurde das sympathische Prinzenpaar von einem Adjudanten und einem Mitglied der Kölner Narren-Zunft, der die Narrenherrscher in die Gepflogenheiten des Kölner Karnevals einführte – denn in Velbert ruft man bekanntlich „Helau!“ und nicht „Alaaf!“.

Beim Aufzug der Kölner Funken Artillerie blau-weiß konnten die beiden Tollitäten das „Alaaf!“ dann schon einmal kräftig üben. Als wir beim Auftritt der Höhner die Aussprache der Tollitäten überprüft haben, klang das schon ganz passabel! Im Laufe der ersten Abteilung mit Bauchredner Klaus Rupprecht („Klaus & Willi“), Kasalla und dem Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett gab es noch reichlich Zeit zum Perfektionieren für die Beiden.

Nach der Pause besuchten die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. ihre Abkömmlinge, denn die Blauen Funken haben sich im Jahr 1870 von den Roten Funken abgespalten, was diese auch auf ihrem diesjährigen Sessionsorden persifliert haben. Das eigentlich Historische an diesem Abend ereignete sich jedoch ein paar hundert Meter weiter im Sartory zur Echt Kölsch-Sitzung der Roten Funken, deren zweite Abteilung durch das Korps der Blauen Funken eröffnet wurde: Der Urfunk begleitete seine Pänz zum Auftritt!

Fotos: Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V., Michael Nopens / Knut Walter

Währenddessen füllten auch die Roten Funken im Maritim Hotel die Bühne und direkt zu Beginn musste sich der neue Senatspräsident der Blauen Funken Lutz Schade in ihre Reihen begeben – ganz ungewohnt ohne Säbel, aber mit Knabüs! Vor wenigen Tagen noch während des Regimentsexerzieren der Roten Funken an gleicher Stelle zum Ehren-Funke-Hauptmann der Reserve befördert, hatte doch die Urkunde dazu ihren Weg nicht in seine Hände gefunden. Aber es wären nicht die Roten Funken, wenn man die Urkunde dann einfach übergibt – er musste sie sich schon verdienen – Wibbeln und Funkentanz einmal anders, aber er hat es geschafft.

Lutz Schade beim Wibbeln

Die Blaue Funken-Aktion im Sartory wurde bildlich auf einer Leinwand gezeigt und von Sitzungsleiter Björn Griesemann erläutert. Anschließend erhielten die Roten Funken als Dank für ihren Besuch – und natürlich mit einem Augenzwinkern und dem Hinweis auf die gelungene Darstellung des Mottos auf dem Orden – 300 Tafeln Schokolade als Wurfmaterial für den Rosenmontagszug für ihre Pänz – natürlich in Blaue Funken-Aufmachung!

Mit Guido Cantz, BRINGS, Bernd Stelter und den Paveier feierte man nach dieser funken-typischen Einlage noch weiter bis in den frühen Morgen hinein. Und das Prinzenpaar der Stadt Velbert wird sich an dieses Highlight ihrer Amtszeit sicherlich noch lange erinnern. (Und falls nicht: Ihr könnt es hier dann immer wieder nachlesen!)

(Mit Material aus einer Pressemitteilung der Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e. V.)