Proklamation von „Jan un Griet 2019“ mit Festakt in der Flora

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Nov 172018
 

Fotos: Andreas Klein

Der Prachtbau in der Flora, dem Botanischen Garten der Stadt Köln, erstrahlte schon von weitem in einem satten Grün: Zur Proklamation der Kölner Traditionsfiguren „Jan un Griet“ durch die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und den Festkomitee-Vize Dr. Joachim Wüst hatte sich das Reiter-Korps Jan von Werth, aus dessen Reihen das Traditionspaar kommt, nicht lumpen lassen …

Beim Einlass erhielt jeder Gast eine Medaille, welche an das Ereignis des gestrigen Abends erinnern sollte. Zur Begrüssung hatte sich der Vorstand des Reiter-Korps am Eingang des Flora-Festsaal versammelt, um die Gäste mit einem Handschlag in Empfang zu nehmen. Der Festsaal war durch die Mitglieder der Gesellschaft festlich geschmückt worden, auf den Tischen Blumengestecke – natürlich, passend zu „Jan un Griet“, mit Äpfeln gespickt. Der ganze Saal präsentierte sich in grün und weiß, den Farben des Traditionskorps Jan von Werth.

Nach einer kurzen Begrüssungsansprache durch den Vorstand zog die Kinder- und Jugentanzgruppe des Reiter-Korps Jan von Werth auf die Bühne und präsentierte die Tänze für die kommende Session. Nach der tänzerischen Darbietung erhielten die neu eingetretenen Tänzerinnen und Tänzer ihre Korpskreuze aus den Händen des Vorstands. Nachdem die Kinder- und Jugendtanzgruppe die Bühne wieder verlassen hatte, servierte das Gastronomie-Team von Kirberg Catering jedem Gast eine Schiefertafel mit kleinen kölschen Leckereien – von der Flönz bis zum Mettbrötchen.

Zu den Klängen des Jan-von-Werth-Marsch zog anschließend das noch designierte Traditionspaar „Jan und Griet 2019“, dargestellt in der kommenden Session von Wolfgang und Helga Arnold, in den Saal ein. Aber nicht, wie üblich, durch das Foyer! Man hatte sich etwas einfallen lassen: Geleitet von den Standarten des Reiter-Korps Jan von Werth und beschützt von seiner Equipe zogen „Jan un Griet“ durch den Flora-Park ein. Die Equipe und eine Abordnung des Reiter-Korps auf der Treppe zum Flora-Festsaal erhellten die Szenerie mit zahlreichen Pechfackeln.

Wir haben diesen Einmarsch filmisch festgehalten – und wer am Anfang genau hinsieht, der wird feststellen, dass „Jan un Griet“ wirklich durch den ganzen Park marschiert sind:

Jan un Griet 2019

Nach diesem würdigen Einmarsch von „Jan un Griet“, unter dem frenetischen Jubel der feierlich gekleideten Gäste im Flora-Festsaal, ging es dann auf der Bühne zur Proklamation der beiden Traditionsfiguren. Dr. Joachim Wüst, Vize-Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, stellte Wolfgang und Helga Arnold kurz vor und übergab dann zur eigentlichen Proklamation an die Erste Bürgermeisterin der Stadt Köln, Elfi Scho-Antwerpes. Diese proklamierte Helga Arnold mit einem übergroßen Apfel und deren Mann Wolfgang mit dem Säbel des Reitergenerals Jan von Werth. Hiermit waren Wolfgang und Helga Arnold als Traditionspaar „Jan un Griet“ der Session 2018/2019 proklamiert. Nun werden die beiden Jecken mit dem Reiter-Korps durch die Säle ziehen. Höhepunkte ihrer Amtszeit werden das „Spillche ahn d´r Vringspooz“ an Weiberfastnacht mit dem anschließenden Weiberfastnachtsumzug vom Chlodwigplatz in die Kölner Altstadt, der Empfang bei der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Karnevalsfreitag sowie natürlich der Rosenmontagszug 2019 sein.

Ehrungen ehrenhalber

Mit der Ernennung und Beförderung von „Offizieren ehrenhalber“ ging es weiter im Programm. Unter den Geehrten waren am gestrigen Abend Frank Klever (Präsident der K.G. Blau-Rot, die in der kommenden Session ihr 50-jähriges Bestehen feiert; Klever wurde Leutnant ehrenhalber), Egon Michelske (Präsident der Lesegesellschaft Köln, die in der Session 2018/2019 gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaften das Kölner Dreigestirn stellen wird; Michelske wurde ebenfalls Leutnant ehrenhalber) sowie Lutz Schade (Senatspräsident der Blauen Funken; Schade wurde Oberleutnant ehrenhalber). Zum Obristen wurde Ralf Schlegelmilch ernannt, der nicht nur Präsident der Willi-Ostermann-Gesellschaft und neuer Marketing-Vorstand des Festkomitee Kölner Karneval ist, sondern auch ordentliches Mitglied des Reiter-Korps Jan von Werth.

Die Band „Querbeat“ sorgte hiernach für Partystimmung in der Flora – und, ja, auch im engen Ballkleid kann man zu den Klängen der jungen Musiker tanzen! Nach dieser marschierte das Korps mit Korpskapelle und Tanzpaar auf die Flora-Bühne. Während des Korpsaufzuges wurden interne Ehrungen durchgeführt. Hierbei wurde Rolf Hafke, in der Gesellschaft zuständig für den Kartenvorverkauf, mit dem silbernen Verdienstorden des Festkomitee Kölner Karneval ausgezeichnet. Nach der Verabschiedung durch den Vorstand wurde im Foyer der Flora weiter bis in den frühen Morgen hinein gefeiert …

Frank Schönherr übernimmt Dorint Hotels in Köln

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Nov 162018
 

Foto: Dominik Ketz

Auf Achim Laurs, den langjährigen Direktor der Kölner Dorint Hotels, folgt mit Frank Schönherr Anfang 2019 ein international renommierter Hotelier.

Frank Schönherr verantwortet künftig des Weiteren als Regionaldirektor Rheinland die Häuser in Düsseldorf/Neuss, Mönchengladbach, Winterberg, Bad Neuenahr, Dortmund, Bonn, Arnsberg und das kommende Hotel in Düren. Außerdem geht dann auf den neuen Hausherrn des Dorint Hotel Köln Am Heumarkt ein weiteres, insbesondere für die Kölner Öffentlichkeit wichtiges Amt über: Er wird der erste Herbergsvater des Kölner Dreigestirns, das hier ab der kommenden Session erstmals seine neue Hofburg bezieht.

„So sehr wir den Weggang einer innerhalb des Unternehmens als auch in der Stadt bekannten und anerkannten Hotelpersönlichkeit wie Achim Laurs bedauern, so froh sind wir, mit Frank Schönherr einen exzellenten Nachfolger gewonnen zu haben“, fasst Karl-Heinz Pawlizki, CEO der Dorint GmbH, den Wechsel zusammen.

Frank Schönherr kommt aus dem Dorint Parkhotel Bad Neuenahr nach Köln, wo er mehr als drei Jahre sehr erfolgreich als Direktor tätig war.

Seine beeindruckende berufliche Laufbahn startete der geborene Prager mit der Ausbildung zum Hotelkaufmann im Berliner Radisson Plaza bevor er bei derselben Kette in Salzburg tätig war. Zusätzliche Erfahrungen in weiteren Hotelbereichen sammelte Frank Schönherr anschließend unter anderem bei den Macrander Hotels Germany, bei InterContinental in Leipzig und später in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Es folgten mehrere Jahre in Führungspositionen in unterschiedlichen Bereichen bei Crowne Plaza in Salzburg, Bratislava und Manila. Den daran anschließenden drei Jahren als General Manager in Indonesien schloss der Vater zweier Kinder die Heimkehr nach Deutschland und das Ankommen im rheinischen Bad Neuenahr an.

Hier lernte der auf lokaler Ebene ehrenamtlich vielfach engagierte Hotelexperte auch seine Liebe zum Karneval kennen. „Ich fühle mich in Köln schon längst heimisch und bin ebenso freudig gespannt auf die Hofburg-Premiere wie vor allem natürlich auf die großen Aufgaben in den Häusern der Region und die Zusammenarbeit mit meinen Teams“, so Frank Schönherr.

K.G. Köln-Rodenkirchen wieder mit besonders schönem Orden

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Nov 162018
 

Foto: K.G. Köln-Rodenkirchen

Mer präsentiere … unseren mal wieder wunderbaren Orden für die Session 2018/2019 ganz nach dem Motto:

„Uns Sproch is Heimat“

Mit einem gewissen Augenzwinkern haben wir die Silhouette unseres Wahrzeichen der Stadt Köln – den Kölner DOM – mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten in kölscher Sproch gefüllt. So darf man sich oder Andere fragen was denn eigentlich „Ottokolong“ bedeutet oder was sich hinter einem „Fisternöll“ verbirgt.
Wir wollen damit die Auseinandersetzung mit unserer wunderbaren Sproch in den Vordergrund stellen und freuen uns über lebhafte Diskussionen op Kölsch 😉

Umrahmt ist der Orden wieder von 13 funkelnden Sternen die die Ortschaften des Stadtbezirks II symbolisieren.

Standesgemäß tragen wir diesen wunderbaren KG Orden an einem hellblauen breiten Band mit der Aufschrift „KG Köln-Rodenkirchen von 2014 e.V.“.

(Quelle: Presseinfo der Gesellschaft)

K.G. Köln-Rodenkirchen wieder mit besonders schönem Orden

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Nov 162018
 

Foto: K.G. Köln-Rodenkirchen

Mer präsentiere … unseren mal wieder wunderbaren Orden für die Session 2018/2019 ganz nach dem Motto:

„Uns Sproch is Heimat“

Mit einem gewissen Augenzwinkern haben wir die Silhouette unseres Wahrzeichen der Stadt Köln – den Kölner DOM – mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten in kölscher Sproch gefüllt. So darf man sich oder Andere fragen was denn eigentlich „Ottokolong“ bedeutet oder was sich hinter einem „Fisternöll“ verbirgt.
Wir wollen damit die Auseinandersetzung mit unserer wunderbaren Sproch in den Vordergrund stellen und freuen uns über lebhafte Diskussionen op Kölsch 😉

Umrahmt ist der Orden wieder von 13 funkelnden Sternen die die Ortschaften des Stadtbezirks II symbolisieren.

Standesgemäß tragen wir diesen wunderbaren KG Orden an einem hellblauen breiten Band mit der Aufschrift „KG Köln-Rodenkirchen von 2014 e.V.“.

(Quelle: Presseinfo der Gesellschaft)

Gastbeitrag: „Dä Tuppes vum Land“ zum Thema Redebeiträge im Karneval

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Nov 162018
 

In einem längeren Beitag auf facebook hat sich Jörg Runge, im rheinischen Karneval als Redner „Dä Tuppes vum Land“ zur aktuellen Diskussion über Redebeiträge im Karneval geäußert. Wir möchten Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, den Text nicht vorenthalten und veröffentlichen diesen nachstehend als Gastbeitrag:

Foto: Andreas Klein

Nun möchte auch ich mich in die aktuelle Diskussion, über die Entwicklung des Karnevals einklinken. Aktuell wird ja heiß darüber diskutiert, ob Redebeiträge im Sitzungskarneval noch gefragt sind oder ob die Säle zukünftig nur noch den Musikgruppen gehören.

Mein Statement gleich vorweg: Auf jede ordentliche Sitzung gehören mindestens drei bis vier Redebeiträge! Alles andere ist Party und verdient den Namen Sitzung nicht mehr.

Fakt ist, dass der rheinische Karneval in den letzten Jahren von einer wahrend Band-Flut überspült wurde und es mittlerweile eine kaum noch überschaubare Armada an Musikgruppen gibt. Die meisten dieser Bands sind von hoher Qualität und gutem handwerklichen Können. Da gibt es nix. Auch ich höre kölsche Musik leidenschaftlich gerne, wobei es mir aber zunehmend schwerer fällt, die einzelnen Bands auseinanderzuhalten, da vieles für mich sehr ähnlich klingt.

Fakt ist auch, dass alle Bands ein Management haben, welches dafür sorgt, dass die Nummern auf die Bühne kommen. Das ist schließlich die Aufgabe eines Managements und auch nicht verwerflich. Allerdings, und hier setzt meine Kritik an, wird fast schon reflexartig behauptet: das Publikum will das heute so.

Das sehe ich anders. Mein Eindruck ist, dass hier etwas behauptet wird, was lediglich der Gesetzmäßigkeit einer selbsterfüllenden Prophezeiung folgt. Mit einem Sitzungsformat, welches zu 80% aus Musiknummern besteht, lockt man eine Zielgruppe in die Säle, die sich genau von einem solchen Format angesprochen fühlt. Alle anderen, die gerne eine traditionelle Sitzung erleben möchten, mit einer ausgewogenen Mischung aus Musik, Tanzgruppen und Redebeiträgen, gehen auf diesem Weg verloren. Und mit ihnen unser Fastelovend.

Ein Literat sagte letztens zu mir: „Man kann sich sein Publikum auch erziehen“. Das war mir persönlich eine Spur zu hart. Ich möchte mein Publikum weder erziehen, noch belehren, sondern unterhalten und begeistern. Dennoch steckt in dieser Aussage ein Funke Wahrheit. Ich bin sehr davon überzeugt, dass das was in den Sälen passiert, eng verknüpft ist mit der Frage, welche Kultur man sich als Karnevalsgesellschaft gibt. Setzt man auf Remmidemmi, wird man genau das bekommen und darf sich nicht wundern, wenn das Publikum auf den Stühlen steht.

Für mich ist eine gute Sitzung, wie ein leckeres Buffet. Wenn die Zutaten hochwertig und abwechslungsreich sind und für jeden etwas dabei ist, dann hat das Buffet seinen Zweck erfüllt. Es soll gut schmecken und nicht einfach nur satt machen.

Vielleicht müssen zukünftige Formate einfach zielgruppengerechter werden. Diejenigen, die nur Musik hören wollen, sollen dies ebenso bekommen, wie diejenigen, die nur Redebeiträge möchten. Selbstverständlich sollen auch diejenigen bedient werden, die es weiterhin gerne gemischt hätten. Vor Jahren war schon mal ein Sitzungs-Siegel im Gespräch, welches vom Festkomitee verliehen werden sollte, sofern bestimmte Qualitätsansprüche erfüllt werden. Vielleicht denkt man auch darüber nochmal intensiver nach.

Damit eng verbunden ist auch das Thema der Nachwuchsförderung, denn diese findet, mit Ausnahme des Literarischen Komitees, defacto nicht statt. Nachwuchsförderung läuft heutzutage so, dass man jemanden auf die Bühne stellt und guckt was passiert. Geht die Nummer durch die Decke, war es Nachwuchsförderung, war die Nummer eher mäßig, kann der Vortragende nach Hause gehen und kommt nie wieder. Dabei gibt es eine Reihe von Talenten, denen man schlicht und ergreifend Zeit zur Entwicklung geben muss. Meines Erachtens wäre es doch schön, wenn jede Gesellschaft mindestens eine/n Nachwuchsredner/in in ihre Programme einbaut. Im Fußball sagt man: Tore schießt nur, wer auf dem Platz steht und Spielpraxis hat. Das ist im Karneval nicht anders.

Ich selbst möchte hiermit auch einen weiterführenden Gedankenaustausch anregen und dazu alle meine Rednerkollegen und Rednerkolleginnen einladen. Lasst uns ins Gespräch kommen und den aktuellen Entwicklungen mit kreativen Ideen begegnen. Gerne stehe ich bei der Entwicklung neuer Formate beratend zur Seite und rege zudem die Gründung einer „Interessengemeinschaft Wortbeitrag“ an.

Tatsache ist, dass die Rede nach wie vor einen hohen Stellenwert hat und vom Großteil des Publikums weiterhin sehr geschätzt und gewünscht wird.

Die klassische Rede macht eine Sitzung erst zur Sitzung. Mir geht es keineswegs darum, die Musik zu verteufeln. Beim besten Willen nicht. Ich liebe Musik! Aber ich denke, dass es an der Zeit ist, über das Maß nachzudenken, da ansonsten die Sitzungsplakate demnächst so aussehen, wie die von Rock am Ring.

Kölle Alaaf

Euer Tuppes

Anmerkung der Redaktion:

Wir sind nun seit über 25 Jahren im Kölner Karneval als berichterstattende Journalisten unterwegs. Das Portal koelsche-fastelovend.de berichtet seit 2002 kontinuierlich jedes Jahr über den Karneval und kennt daher auch Veranstalter, Veranstaltungen und die auftretenden Künstler. Bei einem weiterführenden Gedankenaustausch, wie von Jörg Runge angeregt, würden wir uns nach Absprache gerne einbringen. Dieses könnte so weit gehen, dass wir hoffnungsvolle Nachwuchsredner auf unserem Portal, welches monatlich durchschnittlich rund 60.000 Besucher (Unique Visitors) erreicht, portraitieren und dem karnevalistisch interessierten Publikum vorstellen.

Jahrespressekonferenz der Prinzengarde: Tanzpaar hört nach sieben Jahren nach der Session 2019 auf

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Nov 152018
 

Foto: Archiv/Andreas Klein

Pünktlich zum Sessionsstart lud die Prinzengarde am Montag wieder zu ihrer alljährlichen Pressekonferenz ein. Neben dem üblichen Rück-, Über- und Ausblick gab es auch traurige Neuigkeiten: Das mit sieben Jahren längste Tanzpaar in der Geschichte der Prinzengarde gab bekannt, dass diese Session für sie die letzte sein würde. Beginnen wir jedoch zunächst am Anfang…

Präsident Dino Massi eröffnete die Informationsrunde mit einem Rückblick in die vorangegangene Session. So konnte Marcel Kappenstein im Januar als neuer Kommandant in sein Amt eingeführt werden. Außerdem waren alle acht Sitzungen sowie die Bälle, welche die Prinzengarde jedes Jahr veranstaltet, waren restlos ausverkauft. Zum ersten Mal fand auch eine Veranstaltung statt, die ausschließlich von jüngeren Mitgliedern der Prinzengarde für junge Leute organisiert wurde. Dabei handelte es sich um die „Jeckmarie“, eine Party im Club Ivory. Auch dies war ein großer Erfolg und so wird diese Feier auch in dieser Session wieder stattfinden.

Es standen zudem karitative Aktionen auf dem Programm: so veranstaltete die Prinzengarde eine Typisierungsaktion und besuchte Anfang des Jahres das Kinderkrankenhaus in der Amsterdamer Straße, im Gepäck auch einiges an Wurfmaterial für die Kinder, die leider nicht am Karneval teilnehmen konnten.

Als nächstes gab Gustav Brüninghaus einen Überblick darüber, was zwischen den Sessionen passiert ist. Regulär finden jeden Freitag die „Turmabende“ statt, die verschiedenen Korps wechseln sich dabei ab. Zudem findet einmal im Monat eine Vorstandssitzung statt, in denen die nächsten Sessionen bis zu drei Jahre im Voraus geplant werden. Außerdem trifft sich die Vorstand regelmäßig mit dem Aufsichtsrat.

Im Mai organisierte die Garde einen Tanz in den Mai und ein Spargelessen, beides war sehr gut besucht. Im Monat darauf fanden ein Golfturnier und eine Benefizveranstaltung statt, bei der insgesamt 5000 Euro für den guten Zweck gesammelt werden konnten. Im Juni starteten außerdem die Korpstouren, bei denen Teile der Garde in ganz Europa unterwegs sind und auftreten. Später fanden noch das Sommerfest und die beiden Trainingslager statt.

Ein Highlight war die Jahreshauptversammlung: Präsident Dino Massi wurde mit hundert Prozent der Stimmen wiedergewählt, so etwas kommt, laut Gustav Brüninghaus, eher selten vor.

Einen Ausblick auf diese Session gab Sitzungsleiter Marcus Gottschalk. Da diese im Jahr 2019 besonders lange dauern wird, wird es nicht, wie gewohnt, acht, sondern insgesamt zehn Veranstaltungen geben. Dabei würden wie jedes Jahr alle traditionellen Elemente einfließen, das Dreigestirn wird vertreten sein, es wird Tanzgruppenauftritte und Musikanten geben.

Foto: Andreas Klein

Den seit Anfang Oktober restlos ausverkauften Prinzenschwof werden erstmals Niklas Jüngling, der seit 2016 Hospitant beim Fußkorps ist, und Alexander Ritter (Tanzoffizier) übernehmen. Für die musikalische Untermalung werden auch dieses Jahr wieder einige traditionell kölsche Karnevalbands sorgen.

Ganz besonders traditionell wird es auf dem Fest in Rot-Weiß Ende Januar zugehen: hier wird man bewusst die „alten Zeiten“, den Stil der 50er und 60er Jahre wieder aufleben lassen, die Gardisten werden in Frack auftreten und insgesamt werden bewusst karnevalhistorische Elemente einfließen. Ein weiteres Highlight wird die zweite Kostümsitzung in Gürzenich am 14.02. sein. Passend zum Datum werden die Herren mit „roten Hosen und roten Rosen“ auftreten.

Es folgt außerdem die „Jeckmarie“-Party, die im vorausgegangenem Jahr Premiere feierte und dieses Jahr an den Erfolg anzuknüpfen scheint: es sind lediglich noch 30-40 Restkarten erhältlich.

Den Höhepunkt bildet wie jedes Jahr der Ball „Gardedanz“, für den sich die Prinzengarde wieder einmal einiges einfallen lassen hat: es wird 17 verschiedene Auftritte auf zwei Bühnen geben, erstmals auch eine Cocktailbar. Um eine Erinnerungen des Abends einfangen zu können, wird es außerdem erstmals eine Fotobox geben.

Einen kurzen Einblick in Strategie und Verwaltung gab Schatzmeister Thomas Haubner. Die Prinzengarde arbeitet trotz des jährlichen Erfolges kontinuierlich daran, die Veranstaltungen weiter zu verbessern, um auch treuen Besuchern immer wieder etwas Neues bieten zu können. Insbesondere wird dabei momentan ein großer Fokus auf die voranschreitende Digitalisierung gelegt. 2018 wurde der Onlineshop überarbeitet, so ist nun eine Bezahlung der Karten per PayPal möglich. Außerdem kann man sie sich nach Erwerb direkt zuhause ausdrucken.

Über das aktive Korps berichtete Kommandant Marcel Kappenstein. Wie jedes Jahr wird das 2019 wieder der Generalkorpsappell im Hotel Maritim stattfinden, dabei wird es in erster Linie um Ehrungen und Ernennungen gehen. Interessant ist dieses Mal, dass zum ersten Mal seit 25 Jahren ein neuer Appellfahnenträger ernannt werden wird. Trotz aller Formalitäten sollen Musik und Tanz an diesem Abend dennoch nicht zu kurz kommen.

Insgesamt wird die Prinzengarde während der Session über 70 Korpsaufzüge haben, davon werden zwei Drittel in Köln und der Rest im direkten Umland stattfinden. Anknüpfend an letztes Jahr wird man sich zudem weiter auf karitative Aktionen konzentrieren, ein neuer Besuch im Kinderkrankenhaus ist beispielsweise bereits geplant.

Am Ende kam auch noch einmal das Tanzpaar zu Wort. Bedauernd gaben sie bekannt, dass dieses Jahr nach sieben Jahren ihre letzte Session sein würde. Alexander Ritter äußerte sich bedauernd: „Wir hatten eine spannende, eine Wahnsinnszeit. Wir haben sehr lange überlegt, bevor wir uns zu diesem Schritt entschieden hatten. Nachdem wir trotz einiger Pro- und Contra-Listen zu keinem Ergebnis kamen, warfen wir schlussendlich eine Münze“. Tina Mertens sagte dazu: „Wir haben sehr viel erlebt, viel gefeiert, viel trainiert, aber nach sieben Jahren ist es auch einmal gut. Wir wollen Neuen die Chance geben, das alles zu erleben“.

Abschließend kündigte Marcel Kappenstein an, dass Mercedes auch dieses Jahr zum 41. Mal in Folge der Prinzengarde eine Fahrzeugkolonne stellen wird. Die Wagenübergabe wird noch stattfinden.

(Text: Alisa Swoboda, Studentin an der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft)