Erweiterungsbau Sachsenturm: Die Jury hat entschieden!

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Sep 012018
 

Am Dienstag, den 29. Mai 2018 fand im Sachsenturm, dem Blaue Funken Turm, eine entscheidende Sitzung für den weiteren Weg zur Erweiterung des Turmes statt. Michael Müller als Vizepräsident des Gemeinnützigen Bauvereins Sachsenturm e.V. konnte die vollständige Jury und weitere Expertinnen und Experten aus Ämtern der Stadt Köln zur zweiten Sitzung im Rahmen des GUTACHTERVERFAHRENS SACHSENTURM KÖLN begrüßen. Die Sitzung diente dazu, für die kleine aber höchst anspruchsvolle Aufgabe das beste Konzept aus den vier verbliebenen Arbeiten zu finden. Unter Vorsitz von Prof. Jörg Aldinger aus Stuttgart wurden die Arbeiten der Architekturbüros

• Anderhalten Architekten, Berlin
• Max Dudler Architekten, Berlin/Frankfurt
• Kadawittfeldarchitektur, Aachen
• Peter Böhm Architekten, Köln

intensiv diskutiert und in sorgfältiger Abwägung beurteilt. Dabei waren Kriterien wie der Umgang mit dem Denkmal, die Gestaltung, die Funktionalität, die Ökologie, die Nachhaltigkeit und das Gesamtergebnis einer tragfähigen Idee wesentliche Bewertungsgrundlage.

Das Büro Anderhalten Architekten, Berlin erhielt das Votum der Jury für den ersten Rang. Alle eingereichten Arbeiten waren von außerordentlicher gestalterischer Qualität, sodass die Jury einmütig entschied, keine weitere Rangfolge unter den anderen Arbeiten zu vergeben.

Der Siegerentwurf des Teams Anderhalten Architekten, Berlin: Entwurf betrachtet vom Sachsenring

 

Der Siegerentwurf des Teams Anderhalten Architekten, Berlin: Entwurf betrachtet vom Kartäuserwall

Der Siegerentwurf überzeugte mit einem gut nutzbaren Raumkonzept und mit einer durchdachten Anordnung der Funktionen. Die Verbindung von Neu- und Altbau wurde sowohl funktional als auch gestalterisch als gelungen bewertet. Der Erweiterungsbau wird durch seine volumetrische Ausbildung als Ergänzung der Stadtmauer interpretiert. Mit der Wahl der Materialien wird behutsam auf den historischen Bestand eingegangen und zugleich ein modernes zeitgemäßes Erscheinungsbild abgegeben.

Der Gemeinnützige Bauverein Sachsenturm e.V. hat sich zur weiteren Zusammenarbeit mit dem Büro Anderhalten Architekten entschieden. Die weitere Bearbeitung durch das Architekturbüro ist beauftragt.

Die nächsten Schritte der Bearbeitung erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadt Köln.

(Quelle: Pressemitteilung der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. / Fotos: Anderhalten Architekten, Berlin)

EXKLUSIV: Der lange Tod einer traditionsreichen K.G. – die K.G. „Kölsche Boor“ hat Insolvenz angemeldet!

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Aug 282018
 

Sitzung der K.G. Kölsche Boor im Januar 2005 im Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe
Foto: Archiv/Andreas Klein

Es war ein langer, schmerzhafter „Tod“ einer traditionsreichen Kölner Karnevalsgesellschaft: Am gestrigen Montag hat der Rest-Vorstand der K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor von 1951 die Insolvenz der Gesellschaft beim Amtsgericht Köln beantragt. Mit diesem Schritt findet die 67-jährige Schaffenszeit der einzigen Festkomitee-Gesellschaft aus Köln-Weidenpesch ein jähes Ende!

Doch das Ende war von einem langen Kampf gegen eben genau dieses Ende geprägt: Spätestens seit der Session 2003/2004 war die Sitzung der Gesellschaft im Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe nicht mehr ausverkauft. Mehr noch: Der Saal war halbleer! Über die Gründe kann und will die Redaktion nicht spekulieren, jedoch war das Thema „Überalterung der Mitglieder“ immer ein Damokles-Schwert über den Köpfen der Verantwortlichen. In der Session 2004/2005 gab der Sartory dann ein erbärmliches Bild ab (siehe Foto) – gerade einmal gut ein Viertel der Plätze war belegt!

Zum 55-jährigen der Gesellschaft war dann das erste Mal ein großes Manko in der Vereinskasse. Schuld daran waren u. a. auch die Strafzahlungen an die Sartory-Betriebe, weil die Umsatzzahlen der letzten beiden Sitzungsjahre nicht den Mindestanforderungen des Gastronomen entsprachen. Da musste dann die K.G. tief in die Tasche greifen – doch die Tasche hatte ein Loch!

Damals hatten sich drei Präsidenten befreundeter Vereine dazu entschlossen, der Gesellschaft zu helfen: Mit einem „Jubiläums-Benefiz-Herrenfrühschoppen mit Damen“ konnten die drei Vollblutkarnevalisten das sinkende Schiff noch einmal zumindest aus dem reissenden Fahrwasser, welches das sichere Ende bedeutet hätte, befreien. Gerettet war man nicht, aber man konnte wieder mitschwimmen …

In den Jahren danach nahm sich der Vorstand dann an dem erfolgreichen „Jubiläums-Benefiz-Herrenfrühschoppen mit Damen“ ein Beispiel, nannte das Konzept in „Matinee“ um – und konnte Jahr um Jahr gute Einnahmen verbuchen. Im Jahr 2008 feierte Bernd Fischer sein 25-jähriges Präsidentenjubiläum beim „Kölsche Boor“ – und gab sein Amt aus Altersgründen an einen jüngeren Nachfolger weiter. Auch dieser Nachfolger, der bereits in den Jahren zuvor im Vorstand tätig war, führte das Matinee-Konzept im Pfarrsaal im Heimatstadtteil Weidenpesch in den Jahren seiner Amtszeit fort.

Um die Gesellschaft auf eine breitere finanzielle Decke zu stellen, wurde im Jahr 2010 beschlossen, auch weibliche Voll-Mitglieder aufzunehmen. Vorher konnten die Damen nur Fördermitglied werden, ohne Stimmrecht. Dieses passte einigen alt-eingesessenen Karnevalisten überhaupt nicht und diese verliessen die Gesellschaft.

Im Jahr 2011 wurde dann eine Kooperation mit einer Tanzgruppe eingegangen, die bereits nach fünf Jahren wieder eigene Wege ging. Im Jahr 2015 wurde dann ein Vorstand gewählt, der sein Amt aber nach einem Jahr wieder aufgab. Bei den damaligen Neuwahlen im Jahr 2016 wurde ein – im Gegensatz zu den Vorgängern – junger Präsident gewählt. Dieser hatte neue Ideen – und wollte diese auch umsetzen. Doch die Mitglieder waren dagegen. Ein Stammtisch wurde gegründet, der aber von Vorstand und den Alt-Mitgliedern nicht mitgetragen wurde. Der Präsident setzte auch die Gründung einer Kinder- und Jugendtanzgruppe durch – wohl auch gegen den Willen des restlichen Vorstands, wie er in einem Statement anlässlich seines Rücktritts vor wenigen Wochen von einem anderen Medium zitiert wird: „So wurden neue Konzepte und Ideen nicht unterstützt, bzw. nach meinem Eindruck regelrecht boykottiert.“

In den Jahren 2017 und 2018 hat der in 2016 gewählte Präsident, der auch das 66-jährige Jubiläum der K.G. mitverantwortete, jeweils den Vorstand durch seinen Rücktritt nach der Session jeweils zu Neuwahlen gezwungen. Auch zum letzten Aschermittwoch ist der Präsident zurückgetreten – und hat sich auf der Jahreshauptversammlung wieder als Präsident, 1. Vorsitzender und Schatzmeister wiederwählen lassen. Doch zum 31. Juli 2018 war das kurze Gastspiel schon wieder vorbei: Der Präsident ist nun endgültig zurückgetreten und hat zwischenzeitlich erklärt, dass er sich ganz aus dem Kölner Karneval zurückziehen will.

Mit ein Grund für die heutigen finanziellen Probleme soll auch die Zahlungsmoral der Vereinsmitglieder gewesen sein. Wie uns ein Mitglied des letzten Vorstands der Gesellschaft in einem Telefonat mitteilte, wurden in den letzten Jahren vermehrt die Mitgliedsbeiträge nicht gezahlt. Wurden die säumigen Mitglieder darauf angesprochen, folgte meist die Kündigung der Mitgliedschaft, weshalb man irgendwann das Thema erst gar nicht mehr anpackte. Sicherlich ein Thema für den Insolvenzverwalter, der sich nun sicherlich die Bücher der K.G. genauer anschauen wird …

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung in der vorletzten Woche wurde dann das unrühmliche Ende der K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor von 1951 e. V. beschlossen – und durch den gestrigen Gang zum Insolvenzgericht wurde das Ende einer fast 68 Jahre alten Karnevalsgesellschaft vollzogen! Ein trauriges Ende, zuletzt gezeichnet von hochtrabenden Ideen, welche die Gesellschaft mit ihrer Struktur gar nicht umsetzen konnte und wollte. Mit der Abgabe des Insolvenzantrags wurde nun angefangen, das Grab für die K.G. zu schaufeln …

Tschö, K.G. Kölsche Boor! Mach et jot!

EXKLUSIV: Der lange Tod einer traditionsreichen K.G. – die K.G. „Kölsche Boor“ hat Insolvenz angemeldet!

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Aug 282018
 

Sitzung der K.G. Kölsche Boor im Januar 2005 im Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe
Foto: Archiv/Andreas Klein

Es war ein langer, schmerzhafter „Tod“ einer traditionsreichen Kölner Karnevalsgesellschaft: Am gestrigen Montag hat der Rest-Vorstand der K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor von 1951 die Insolvenz der Gesellschaft beim Amtsgericht Köln beantragt. Mit diesem Schritt findet die 67-jährige Schaffenszeit der einzigen Festkomitee-Gesellschaft aus Köln-Weidenpesch ein jähes Ende!

Doch das Ende war von einem langen Kampf gegen eben genau dieses Ende geprägt: Spätestens seit der Session 2003/2004 war die Sitzung der Gesellschaft im Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe nicht mehr ausverkauft. Mehr noch: Der Saal war halbleer! Über die Gründe kann und will die Redaktion nicht spekulieren, jedoch war das Thema „Überalterung der Mitglieder“ immer ein Damokles-Schwert über den Köpfen der Verantwortlichen. In der Session 2004/2005 gab der Sartory dann ein erbärmliches Bild ab (siehe Foto) – gerade einmal gut ein Viertel der Plätze war belegt!

Zum 55-jährigen der Gesellschaft war dann das erste Mal ein großes Manko in der Vereinskasse. Schuld daran waren u. a. auch die Strafzahlungen an die Sartory-Betriebe, weil die Umsatzzahlen der letzten beiden Sitzungsjahre nicht den Mindestanforderungen des Gastronomen entsprachen. Da musste dann die K.G. tief in die Tasche greifen – doch die Tasche hatte ein Loch!

Damals hatten sich drei Präsidenten befreundeter Vereine dazu entschlossen, der Gesellschaft zu helfen: Mit einem „Jubiläums-Benefiz-Herrenfrühschoppen mit Damen“ konnten die drei Vollblutkarnevalisten das sinkende Schiff noch einmal zumindest aus dem reissenden Fahrwasser, welches das sichere Ende bedeutet hätte, befreien. Gerettet war man nicht, aber man konnte wieder mitschwimmen …

In den Jahren danach nahm sich der Vorstand dann an dem erfolgreichen „Jubiläums-Benefiz-Herrenfrühschoppen mit Damen“ ein Beispiel, nannte das Konzept in „Matinee“ um – und konnte Jahr um Jahr gute Einnahmen verbuchen. Im Jahr 2008 feierte Bernd Fischer sein 25-jähriges Präsidentenjubiläum beim „Kölsche Boor“ – und gab sein Amt aus Altersgründen an einen jüngeren Nachfolger weiter. Auch dieser Nachfolger, der bereits in den Jahren zuvor im Vorstand tätig war, führte das Matinee-Konzept im Pfarrsaal im Heimatstadtteil Weidenpesch in den Jahren seiner Amtszeit fort.

Um die Gesellschaft auf eine breitere finanzielle Decke zu stellen, wurde im Jahr 2010 beschlossen, auch weibliche Voll-Mitglieder aufzunehmen. Vorher konnten die Damen nur Fördermitglied werden, ohne Stimmrecht. Dieses passte einigen alt-eingesessenen Karnevalisten überhaupt nicht und diese verliessen die Gesellschaft.

Im Jahr 2011 wurde dann eine Kooperation mit einer Tanzgruppe eingegangen, die bereits nach fünf Jahren wieder eigene Wege ging. Im Jahr 2015 wurde dann ein Vorstand gewählt, der sein Amt aber nach einem Jahr wieder aufgab. Bei den damaligen Neuwahlen im Jahr 2016 wurde ein – im Gegensatz zu den Vorgängern – junger Präsident gewählt. Dieser hatte neue Ideen – und wollte diese auch umsetzen. Doch die Mitglieder waren dagegen. Ein Stammtisch wurde gegründet, der aber von Vorstand und den Alt-Mitgliedern nicht mitgetragen wurde. Der Präsident setzte auch die Gründung einer Kinder- und Jugendtanzgruppe durch – wohl auch gegen den Willen des restlichen Vorstands, wie er in einem Statement anlässlich seines Rücktritts vor wenigen Wochen von einem anderen Medium zitiert wird: „So wurden neue Konzepte und Ideen nicht unterstützt, bzw. nach meinem Eindruck regelrecht boykottiert.“

In den Jahren 2017 und 2018 hat der in 2016 gewählte Präsident, der auch das 66-jährige Jubiläum der K.G. mitverantwortete, jeweils den Vorstand durch seinen Rücktritt nach der Session jeweils zu Neuwahlen gezwungen. Auch zum letzten Aschermittwoch ist der Präsident zurückgetreten – und hat sich auf der Jahreshauptversammlung wieder als Präsident, 1. Vorsitzender und Schatzmeister wiederwählen lassen. Doch zum 31. Juli 2018 war das kurze Gastspiel schon wieder vorbei: Der Präsident ist nun endgültig zurückgetreten und hat zwischenzeitlich erklärt, dass er sich ganz aus dem Kölner Karneval zurückziehen will.

Mit ein Grund für die heutigen finanziellen Probleme soll auch die Zahlungsmoral der Vereinsmitglieder gewesen sein. Wie uns ein Mitglied des letzten Vorstands der Gesellschaft in einem Telefonat mitteilte, wurden in den letzten Jahren vermehrt die Mitgliedsbeiträge nicht gezahlt. Wurden die säumigen Mitglieder darauf angesprochen, folgte meist die Kündigung der Mitgliedschaft, weshalb man irgendwann das Thema erst gar nicht mehr anpackte. Sicherlich ein Thema für den Insolvenzverwalter, der sich nun sicherlich die Bücher der K.G. genauer anschauen wird …

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung in der vorletzten Woche wurde dann das unrühmliche Ende der K.G. Sr. Deftigkeit Kölsche Boor von 1951 e. V. beschlossen – und durch den gestrigen Gang zum Insolvenzgericht wurde das Ende einer fast 68 Jahre alten Karnevalsgesellschaft vollzogen! Ein trauriges Ende, zuletzt gezeichnet von hochtrabenden Ideen, welche die Gesellschaft mit ihrer Struktur gar nicht umsetzen konnte und wollte. Mit der Abgabe des Insolvenzantrags wurde nun angefangen, das Grab für die K.G. zu schaufeln …

Tschö, K.G. Kölsche Boor! Mach et jot!

Blaue Funken in China – Kulturbotschafter nun auch als Brauchtum!

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Aug 272018
 

Zweck und Hintergrund:
Anlass der Reise der Blauen Funken nach Qingdao in China war die erneute Einladung der Hoteldirektion des 5***** Hotels “Mangrove Tree Resort World“ in Qingdao, um Köln und Deutschland beim deutschen Fest im (nachgebauten) deutschen Dorf des Hotelkomplexes zu repräsentieren. Parallel zum jährlich stattfindenden Bierfestival, mit einer Fläche von mehr als 20 Hektar und über 4 Millionen Besuchern dem größten seiner Art in China, wird in der 10-Millionen-Stadt Qingdao nicht nur auf der “chinesischen Wies‘n“, sondern an vielen Orten und Plätzen der ostchinesischen Hafenstadt gefeiert. So auch im “Mangrove Tree Resort World“ Hotel, in dessen großflächigem Innenhof an drei Tagen 5 Auftritte stattfanden.

Blaue Funken und Funky Marys im deutschen Dorf des “Mangrove Tree Resort World“ Hotelkomplexes in Qingdao

Der Erstkontakt im Jahr 2016 erfolgte über Herrn Staatssekretär a.D. Wilhelm Hecker, der bereits während des Regimentsappells 2017 als Dank dafür zum Oberleutnant der Reserve ernannt wurde. Der damalige Anlass im Jahr 2016 war die Einweihung des Hotelkomplexes am Wochenende des Qingdao-Bierfestes.

Teilnehmer: Über 100 Blaue Funken inkl. Regimentsspielmannszug wurden durch die Funky Marys als kölsche Kulturbotschafter unterstützt und von den Kölner Künstlern Heike Haupt und Anton Fuchs auf ihrer Tour in China begleitet.

Besonderheiten in diesem Jahr:
– “Der Klassiker“: Die Säbel wurden wieder vor Ort durch eine chinesische Firma produziert, denn sie dürfen nicht mit im Flugzeug transportiert werden.
– Es waren die ersten Auftritte des neuen Blaue Funken-Tanzoffiziers Maurice Schmitz
– In diesem Jahr dauerte die Reise wieder eine gesamte Woche (15. bis 21. August 2018), was ein umfangreiches Rahmenprogramm und viel chinesisch-kölschen Kulturaustausch erlaubte.

Die Vortour:
Bereits am Sonntag, den 12.08.2018 machte sich eine Gruppe von 29 Blauen Funken (v.a. Artillerietänzer mit dem Tanzpaar) auf den Weg nach China, um mit Shanghai eine der großen Metropolen Chinas kennenzulernen. Unter der Leitung des Blaue Funken-Senators Prof. Dr. Bruno Horst konnten die Teilnehmer die Vielfalt und viele kulturelle Highlights von Shanghai und der nahen Stadt Suzhou genießen. Von der “historischen Altstadt“ Shanghais ging es zum Bund mit einer fantastischen Aussicht auf die Pudong Skyline und weiter vom buddhistischen Kloster Long Hua zum schnellsten Aufzug der Welt (64,5 km/h), um vom Shanghai Tower, dem mit 632 m zweithöchsten Gebäude der Welt mit der höchsten Aussichtsplattform der Welt, Shanghai von oben zu betrachten.

Ein Tagesausflug führte in die Stadt Suzhou zum Seidenmuseum sowie in den Humble Administrator und in den Lions Grove Garten, die beide zu den vier berühmten Gärten in Suzhou gehören, die seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe sind (entstanden um 1150 und 1350). Nach einer Bootsfahrt auf dem bunt erleuchteten Kaiserkanal in Suzhou, der mit 1.800 km längsten künstlichen Wasserstraße der Welt, ging es zurück nach Shanghai, um dann von dort die Weiterreise nach Qingdao anzutreten und den Rest der Gruppe zu treffen.

Die Haupttour:
Die Blauen Funken standen am Freitag, den 17. August 2018 zum ersten Mal in diesem Jahr in Qingdao auf der Bühne und die Zuschauer konnten etwas ganz Besonderes erleben: das Tanzpaar mit der Marie Marie Steffens und dem neuen Tanzoffizier Maurice Schmitz zeigte zum ersten Mal in dieser neuen Formation gemeinsam mit dem Blaue Funken-Korps ihr Können. Es war ein fantastischer Auftritt, der die Zuschauer und auch die Blauen Funken begeisterte. Zum Auftrittsprogramm gehörten natürlich auch wieder die Funky Marys, die vom Publikum ebenso stürmisch gefeiert wurden.

Direkt an diesem ersten Abend konnten die Blauen Funken ihre Gastgeber überraschen: Sie waren mit einem Geschenk in Form einer vollständigen originalgetreuen Blaue Funken-Präsidentenuniform für den Inhaber der “Mangrove Tree Resort World“ Hotelkette Herrn Zhang Baoquan (sein Vertreter Herr Kong hat das Geschenk angenommen) angereist. Die Uniform wurde in Anwesenheit von Staatssekretär a.D. Wilhelm Hecker und des Künstlers Toni Fuchs (beide waren an der Kontaktaufnahme mit den Blauen Funken beteiligt) sowie der beiden Ehrenpräsidenten Fro T.D. Kuckelkorn und Theo Jussenhofen von Blaue Funken-Vizepräsident Dr. Armin Hoffmann überreicht. Im Rahmen der Geschenkübergabe wurde Herr Zhang Baoquan, der bereits im Vorjahr zum Leutnant der Reserve der Blauen Funken ernannt wurde, zur Teilnahme am Rosenmontagszug eingeladen.

Eine Uniform als Geschenk: Ehrenpräsident Theo Jussenhofen, Herr Kong von der Hoteldirektion, der Kölner Künstler Anton Fuchs, (Das Geschenk), Vizepräsident Dr. Armin Hoffmann, Staatssekretär a.D. Wilhelm Hecker, Ehrenpräsident Fro T.D. Kuckelkorn (v.l.)

Auch am zweiten Auftrittsabend (18. August 2018) konnten die Blauen Funken und die Funky Marys mit viel kölschen Tön die Zuschauer begeistern. Im Verlauf des Abends gab es dann noch eine Premiere: Die Funky Marys präsentierten mit ihrer Single “EN WOCH LANG WACH“ wie im Vorjahr wieder einen neuen Hit in Qingdao. Weitere Informationen dazu ist auf der Homepage der Funky Marys erhältlich. Diese Mischung aus einem Traditionskorps und den Funky Marys ist genau das, was das Publikum vor Ort begeistert.

Nachdem sich am geplant dritten Auftrittstag ein Taifun der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao näherte, wurden das deutsche Fest und die Auftritte für diesen Tag abgesagt und auf den letzten Tag vor der Abreise am 20.08.2018 verschoben. An diesem letzten Tag in Qingdao nutzten die Blauen Funken noch am Vormittag die Gelegenheit und besichtigten die Brauerei des chinesischen Tsingtao-Bieres in Qingdao, die 1903 während der deutschen Kolonialzeit von Deutschen gegründet wurde. Dort überreichten sie einen Kölschkranz an den Direktor Herrn Fang Dong, der auch schon Bundeskanzler Gerhard Schröder an gleicher Stelle in seiner Brauerei empfangen hatte.

Die Blauen Funken in der Tsingtao-Brauerei: für das dortige Biermuseum wurde ein Kölschkranz überreicht

Am Abend folgten dann die beiden letzten Auftritte der diesjährigen Tour und das Tanzpaar war anschließend beim chinesischen Publikum ein beliebtes Fotomotiv beim “Bad in der Menge“. Mit einem Dank an alle Gäste und Beteiligte sowie an die Initiatoren dieser Kulturreise nach China, verabschiedeten sich die Blauen Funken in dem Wissen, dass ihre Reisen nach China nun Brauchtum sind und immer wieder wiederholt werden “müssen“.

(Quelle: Pressemitteilung der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. / Fotos: Michael Nopens)

Zwei Tage Partystimmung am Otto-Maigler-See: Schlagernacht und Kölsche Nacht in wenigen Tagen

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Aug 172018
 

Plakat: PR

Am 31. August 2018 startet wieder der zweitägige Party-Marathon am Otto-Maigler-See in Hürth bei Köln: Die „Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel“ laden an diesem Abend zum wiederholten Male zur Schlagernacht. Mit Stars wie Vanessa Mai, Ross Antony, Michelle, Olaf Henning, Anna-Maria Zimmermann, die Piloten und Maria Voskania, bekannt aus der letzten DSDS-Staffel, gibt es im wunderschönen See-Ambiente live zu erleben. Die besten Gute-Laune-Hits und schönsten Balladen sorgen für ein sechsstündiges Feuerwerk aus unverwechselbarer Unterhaltung und Emotionen pur.

Harald Müller, Präsident der Gesellschaft: „Jede Schlagernacht ist ein spektakuläres Konzerterlebnis für sich. Vor Nebenwirkungen – wie rauschhaftem Glücksgefühl durch mitreißende Musik und Stimmung – wird allerdings gewarnt. Suchtgefahr nicht ausgeschlossen!“

Das große Schlagerevent beginnt um 18:30 Uhr. Karten gibt es ab 27,00 € zzgl. Vorverkaufsgebühren bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Plakat: PR

Bereits einen Tag später wird es dann urkölsch am See: Zur 20ten Ausgabe der „Kölsche Nacht“ haben sich fünf Top-Bands der kölsche Musik angekündigt! Mit den Rabaue, den Klüngelköpp, den Paveier, den Räuber und BRINGS wird an diesem Abend die größte Beach-Party „vor den Toren Kölns“ gefeiert.

Auch an diesem Abend gibt es sechs Stunden lang tolle Stimmung mit kölschen Hits. In den Umbaupausen sorgen DJs dafür, dass die Stimmung auf dem Höhepunkt bleibt.

Die Kölsche Nacht beginnt um 18:00 Uhr. Karten gibt es ab 21,50 € zzgl. Vorverkaufsgebühren bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

 

Neuer Prinzenführer nach zwölf Jahren: Rüdiger Schlott übergibt Amt an Marcus Heller

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Aug 032018
 

Prinzenführer Rüdiger Schlott (Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

Das Kölner Dreigestirn wird in Zukunft von einem neuen Prinzenführer durch die Session geleitet. Nach Ende der Session 2019 wird der aktuelle Prinzenführer Rüdiger „Rudi” Schlott (53) sein Amt in jüngere Hände geben. Als Nachfolger hat das Festkomitee Kölner Karneval den bisherigen Chef der Prinzenequipe, Marcus Heller, benannt. Nach zwölf Jahren Amtszeit wird Rüdiger Schlott damit dienstältester Prinzenführer aller Zeiten. Bisherige Rekordhalter mit jeweils elf Dreigestirnen waren Franz Oberliesen und Helmut Urbach.

Rüdiger Schlott, Mitglied der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V., war bereits seit 2002 in der Equipe des Kölner Dreigestirns aktiv, zunächst als stellvertretender Equipechef und ab 2006 als Equipechef, bevor er 2008 in das Amt des Prinzenführers wechselte. Wenn er Aschermittwoch 2019 sein Amt niederlegt, wird er in dieser Funktion zwölf Kölner Dreigestirne durch ihre Session vom ersten bis zum letzten Termin begleitet haben.

Nachfolger Marcus Heller (Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

„Der Prinzenführer ist für das Dreigestirn die wichtigste Bezugsperson. Er koordiniert alle Termine, kümmert sich rund um die Uhr und ist erster Ansprechpartner bei Problemen. Rüdiger Schlott hat dieses Amt elf Jahre lang sehr engagiert ausgefüllt und dafür sind wir ihm überaus dankbar. Deswegen freue ich mich jetzt auch besonders auf seine letzte, seine Rekordsession“, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval.

Auch der neue Prinzenführer verfügt bereits über große Erfahrung im Umgang mit dem Kölner Dreigestirn. Marcus Heller (35), ebenfalls Mitglied der Prinzen-Garde, war seit 2011 Adjutant des Prinzen Karneval. Mit der Session 2018 übernahm Marcus Heller das Amt des Equipechefs und war damit auch gleichzeitig stellvertretender Prinzenführer. Als Teil des Teams rund um das Kölner Dreigestirn kennt er bereits sämtliche Aufgabenbereiche und ist für dieses Ehrenamt bestens vorbereitet.

„Wir freuen uns sehr, dass dieses anspruchsvolle Ehrenamt auch künftig wieder an ein Mitglied der Prinzen-Garde vergeben wird“, betont Dino Massi, Präsident des Traditionskorps. „Es wird sicher eine Herausforderung, in Rudis Fußstapfen zu treten. Aber wir sind uns sicher, dass Marcus Heller sich dieser Aufgabe genauso engagiert widmen wird wie Rudi das immer getan hat.“

(Quelle: Pressemitteilung des Festkomitee Kölner Karneval)

„Schmitz un Fründe KG vun 2016“ seit Juli 2018 endlich ein e. V.

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Aug 022018
 

Foto: privat

Im Jahr 2016 haben sich überwiegend jugendliche Karnevalisten aus dem Kölner Stadtteil Höhenhaus zusammen gefunden, um eine Karnevalsgesellschaft zu gründen, welche die karnevalistisch motivierte und engagierte Jugend auffangen soll, denen die Strukturen der Traditionskarnevalisten zu eingefahren sind. Seit Juli 2018 ist die Gesellschaft nun ein eingetragener Verein.

„Insgesamt sind wir 25 Mitglieder die alle im Alter zwischen 20 und 25 sind mit 2, 3 Ausnahmen. Wir sind also der neuste und auch der durchschnittsmäßig jüngste eingetragene Karnevalsverein in Köln Höhenhaus.“, so Präsident Alexander Schmitz im Gespräch mit uns. „Wir sehen es als Aufbau eines großen Freundeskreises mit der gleichen Gesinnung und möchten damit ein Zeichen setzen, dass die Jugend heut zu Tage auch noch Interesse an der Tradition Karneval hat und nicht schon morgens besoffen im Sanitätszelt hängt.“

Die Jugendlichen haben bereits mit viel Spaß am Veedelszoch teilgenommen (siehe Foto) und planen für die Session 2018/2019 ihre erste Karnevalsfeier. Ab der Session 2019/2020 ist dann die erste „Stehung“ (Sitzung kann ja jeder …) geplant. Eine Website für die neue K.G. befindet sich im Aufbau, aber natürlich hat man bereits eine facebook-Seite am Start.