Kölsche Lotterbove feierten Kinderkostümball op d´r Schäl Sick

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Feb 172019
 

Foto: Andreas Klein

Damit haben die Kölsche Lotterbove nicht wirklich gerechnet: Der Kinderkostümball der Gesellschaft, der am gestrigen Nachmittag erstmalig im Festsaal des Dorint Hotel an der Messe stattfand, war sofort komplett ausverkauft! Unter den jecken Pänz, die sich auf etwas über drei Stunden kindgerechte Unterhaltung freuen durften, waren traditionell auch Pänz, denen es nicht so gut geht …

Präsident Günter Mies: „Wir haben wieder Kinder von der Kinderkrebsstation der Uniklinik eingeladen. Ebenso Kinder aus einem Kölner Waisenhaus und die Pänz vom Kalker Kindermittagstisch. Das hat ja bei uns Tradition!“ Und Vizepräsident Daniel Rölen ergänzt: „Mit dem Umzug in das Dorint haben wir einen guten Griff getan. Waren in den letzten Jahren in der Wolkenburg, wo wir bislang zu Hause waren, um die 300 Kinder und ihre Eltern unsere Gäste, so haben wir heute mit rund 550 Personen die Zahl fast verdoppelt!“

Tommy Walter

Für die jecken Pänz ist der Eintritt kostenfrei und jedes Kind erhält noch ein Los für eine große Tombola, bei der es keine Nieten gibt: Jedes Kind erhielt am gestrigen Nachmittag den extra gestalteten Kinderkostümfest-Orden der Kölsche Lotterbove, ein Stofftier und ein Zugmodell aus der Reihe „Der kleine ICE“, letztere gesponsert von der Deutsche Bahn AG Bahnhofsmanagement (Foto oben). Weitere Sponsoren sorgten am Nachmittag dafür, dass die gastronomischen Bedürfnisse der jecken Pänz keine Löcher in die Taschen der mitfeiernden Eltern rissen – Getränke und Snacks für die Pänz wurden zur Verfügung gestellt.

Das Programm des Nachmittags präsentierte sich mit viel Musik von Tommy Walter, Kinder-TV-Star Tom Lehel und Claudia Roland. Zusätzlich zeigten sich zahlreiche Kindertanzgruppen, wie die Klabautermänner, die Kindertanzgruppe der Große Junkersdorfer K.G., die Tanzmäuse der Bürgergarde blau-gold, die Kindertanzgruppe der Blauen Funken und die Kindertanzgruppe der K.G. Gemütlichkeit aus Kerpen. Natürlich stattete auch das Kölner Kinderdreigestirn seinem jecken Jungvolk einen Besuch ab.

Fidele Holzwürmer feiern Geburtstagsparty im Harbour Club

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Feb 162019
 

Foto: Andreas Klein

Für die Fidele Holzwürmer, den karnevalistischen Ableger des holzverarbeitenden Handwerks, ist diese Session eine ganz besondere, denn man feiert das 70-jährige Bestehen der Holzwürmer-Sitzung. Nachdem die Sitzung lange Zeit im Festsaal der Sartory-Betriebe stattgefunden hat, ist man vor einigen Jahren auf die „Schäl Sick“ gewechselt und nun im Kristallsaal der Koelnmesse zu Hause.

Gefeiert wurde der 70te Geburtstag aber bereits am gestrigen Abend mit einer großen Geburtstagsparty für geladene Gäste im „New Yorker Harbour Club“ in Köln-Mülheim. Der Club am Mülheimer Hafen bot mit seinem besonderen Ambiente, einer Mischung aus alter Lagerhalle und hippem Club-Ambiente, eine gelungene Location für den runden Geburtstag. Im Foyer des Clubs konnte man ausgewählte Orden der Fidele Holzwürmer der letzten Jahre bestaunen – und musste dabei erkennen, dass die Orden lange Zeit aus dem Material hergestellt wurden, welches der Gesellschaft nahe liegt. Nämlich aus Holz!

Nach einer Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Michael Boiserée, der u. a. auch die Arbeit von Holzwürmer-Geschäftsführer Jürgen Leber und dem langjährigen Sitzungsleiter Harald Linnartz würdigte, kündigte er den ersten Programmpunkt des Abends an: Der Frauen-Shanty-Chor „Die Brausen“ aus der Kölner Südstadt war den meisten anwesenden Gästen bis dahin unbekannt – doch das änderte sich schnell, wurden durch den jecken Damen-Chor doch bekannte Seemannslieder mit neuen Texten versehen und gekonnt vorgetragen. Da wurde dann aus einem Song der bekannten Shanty-Rocker von „Santiano“ ein Lied über den Schlußverkauf auf Stöckelschuhen oder aus dem Hit der britischen Formation „Sailor“ mit dem Titel „Girls, Girls, Girls“ mal eben „Jungs, Jungs, Jungs“.

Während „Die Brausen“ die Gäste im Saal unterhielten, werkelten fleissige Hände im Foyer an dem kölschen Büffet. Gastronomin Gabriele Kessler und ihr Team vom Brauhaus „Reissdorf am Hahnentor“ verwöhnten die Gäste der Holzwürmer mit typischen kölschen Spezialitäten wie krossen Rievkooche (wahlweise mit Tartar, Räucherlachs oder Apfelkompott), leckerem Sauerbraten oder „Himmel un Ääd met Blotwoosch“. Für die Vegetarier unter den Gästen gab es sehr leckere Nudeltaschen mit einer leckeren Füllung aus Pecorino-Käse, Feige und Blaumohn. Und am späten Abend sorgte eine rheinische Kartoffelsuppe sowie eine Auswahl von Käsespezialitäten dafür, dass auch der kleine Hunger noch gestillt werden konnte.

Auf der kleinen Bühnen wurde es derweil voll, denn das Korps der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. stattete dem feiernden Schmölzje im Mülheimer Hafen-Club einen Besuch ab. Zu später Stunde gab es dann noch ein 30-minütiges Konzert der Band „Miljö“, bevor die Party am späten Abend zu Ende ging … weiter gefeiert wird nun am 1. März 2019 bei der Großen Kostümsitzung, die bereits seit Wochen ausverkauft ist!

Große Braunsfelder beendet Sitzungssession mit Mädchensitzung

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Feb 162019
 

Fotos: Andreas Klein

Mit der gestrigen Mädchensitzung im Festsaal des Pullman Cologne Hotel beendete die Große Braunsfelder K.G. ihre diesjährige Sitzungssession. Nun steht nur noch der „Ball Raderdoll“ an Weiberfastnacht auf dem Veranstaltungsplan, bevor es dann an Rosenmontag als Gruppe 49 im Zoch durch die Kölner City geht.

Die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Pänz vum Rhing“ eröffnete die Sitzung am frühen Abend mit ihrer tänzerischen Darbietung. Anschließend gingen die Tänzerinnen und Tänzer mit Sammelbüchsen durch den Saal. Hintergrund: Die Kinder- und Jugendtanzgruppe sammelte für ihre Teilnahme an der „After Zoch Party“ der Gesellschaft im Pullman Cologne Hotel; mit den Spenden finanzieren sich die Kids eben genau die Teilnahme an der Party nach dem Rosenmontagszug. Sarah und Tim von den „Pänz vum Rhing“ übergaben im Foyer die letzten beiden gut gefüllten Spendenbüchsen an die Vorstandsmitglieder der Große Braunsfelder K.G. (Foto).

Bläck Fööss

Im Elferrat, der sich für die Mädchensitzung auf ein Durchschnittsalter von 35 Jahren verjüngt hatte, leitete erstmalig Sven Tuchscherer als Sitzungspräsident die Veranstaltung. Nach den „Pänz vum Rhing“ konnte er den Damen im Saal direkt das erste Highlight präsentieren: Die Bläck Fööss rissen die Mädels mit ihren alten und neuen Hits von den Stühlen!

Für die Lacher an diesem Abend waren mit Martin Schopps und Comedian Dave Davis als „Motombo Umbokko“ gleich zwei Top-Redner zuständig. Musikalisch gab es das Beste vom Besten für die jecken Mädcher: Neben den bereits erwähnten Bläck Fööss sorgten die Höhner, die Klüngelköpp, die Paveier, BRINGS und die Micky Brühl Band für Partystimmung unter den bunt kostümierten Ladies, darunter auch eine Abordnung der K.G. Goldmarie und der Schmuckstückchen. Das Tanzcorps „Kölner Rheinveilchen“ und das Kölner Dreigestirn komplettierten das Programm an diesem Abend.

Kostümsitzung der Bürgergarde blau-gold im Zeichen der Verabschiedung des Tanzoffiziers

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Feb 152019
 

Foto: Andreas Klein

Mit ihrer Kostümsitzung beendete die Bürgergarde blau-gold am gestrigen Abend ihre Sitzungsveranstaltung für die Session 2019. Nun stehen nur noch Kostümbälle auf dem Programm des blau-goldenen Traditionskorps. Deshalb nutzte man die gestrige Veranstaltung auch, um sich gebührend vom scheidenden Tanzoffizier Marc Nelles zu verabschieden.

Beim Aufzug des Kölner Kinderdreigestirn zu Beginn der Sitzung wurde Gloria van Buuren-Wiese, zuständig für die organisatorischen Fragen rund um das Kölner Kinderdreigestirn, zum Ehren-Leutnant der Bürgergarde blau-gold ernannt. Anschließend zog das Korps der Bürgergarde auf und zeigte seine musikalische und tänzerische Darbietung. Fritz Schopps als „Et Rumpelstilzje“ sorgte für erste Lacher im Saal. Die Paveier (Foto) holten mit ihren Hits anschließend die Jecken von den Stühlen.

Mit Dave Davis als „Motombo Umbokko“ gab es anschließend noch einmal Futter für die Lachmuskeln. Mit den Liedern der Band Miljö ging es dann in die Pause.

Das Korps der Prinzen-Garde Köln eröffnete die zweite Abteilung. Guido Cantz sorgte am späten Abend noch einmal für Lachsalven im Saal. Die Höhner und ihre Hits verabschiedeten quasi den Valentinstag, bevor um kurz nach Mitternacht die Tanzgruppe „Original Hellige Knäächte un Mägde“ aufzog. Im Rahmen des Auftritts wurde dann auch der Tanzoffizier der Bürgergarde, Marc Nelles, von seinem Korps verabschiedet und beschenkt. Von seiner Bürgergarde „blau-gold“ erhielt er einen Degen mit Gravur. Aber zum Abschied kam nicht nur die ganze Familie, sondern auch viele Freunde und Bekannte. Neben dem Trainer Jens Hermes kamen auch fast alle aktiven Tanzpaare vorbei. Seine ehemalige Marie Sarah Knott ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls vorbei zu schauen, sowie eine große Anzahl von ehemaligen Tanzpaare. Mit den Hits der Band „cat ballou“ feierte man dann noch bis in den frühen Freitagmorgen …

Zweite Kostümsitzung der Prinzen-Garde Köln mit Valentinstag-Überraschungen

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Feb 152019
 

Foto: Andreas Klein

Am gestrigen Abend des Valentinstag feierte die Prinzen-Garde Köln ihre zweite ausverkaufte Kostümsitzung im großen Festsaal des Gürzenich. Passend zum Tag überraschte die Band „Lupo“ mit einer Valentinstag-Akkustik-Version von „För die Liebe nit“ die jecken Gäste.

Foto: Prinzen-Garde Köln

Beim Einmarsch des Korps der Prinzen-Garde Köln wurden die Damen im Saal dann mit großen roten Rosen überrascht. Für die ersten Lacher sorgte danach Guido Cantz. Mit den Höhner und ihren Hits ging es weiter im Programm. Für Martin Schopps gab es nach seinem Auftritt eine Überraschung vom weiß-roten Traditionskorps: Schopps wurde als „Redner der Session“ ausgezeichnet. BRINGS brachten mit ihren Hits dann wieder die Jecken von den Stühlen.

Fotocollage: Prinzen-Garde Köln

Eine weitere Überraschung gab es beim Einzug des Kölner Dreigestirn: Der Saal zeigte sich vom Einzug der Tollitäten relativ unbeeindruckt. Der Elferrat, verstärkt um Präsident Dino Massi und Blaue Funken-Präsident Björn Griesemann, hatte sich Schärpen mit Sprüchen übergestreift, die die Jecken als Fans der Tollitäten auswies. Womit das Begleitkorps des Prinzen aber nicht gerechnet hatte: Der Bauer des Kölner Dreigestirn sah auf einmal ganz anders aus! Und auch der Adjudant der Jungfrau wirkte neu. Dabei hatten „nur“ Bauer Markus (Meyer) und Jungfrau-Adjudant Volker Marx mal eben schnell die Rollen getauscht …

Mit Bernd Stelter, dem Tanzkorps der K.G. Sr. Tollität Luftflotte und Querbeat feierten man ohne Pause bis kurz vor Mitternacht. Zum Finale brachte dann Star-Tenor Norbert Conrads mit seiner Interpretation von „Am Dom zo Kölle“ wieder eine Gänsehaut auf zahlreiche Jecken im Saal.

Benefizsitzung „Dat kölsche Hätz“ schon wieder mit neuer Rekordsumme

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Feb 152019
 

Foto: Andreas Klein

Bei der 19ten Ausgabe der großen Benefizsitzung „Dat kölsche Hätz“ im Theater am Tanzbrunnen gab es am gestrigen Abend einige Überraschungen. Eine Überraschung war der leicht verspätete Start in den Abend, mit dem die Veranstalter um Robert Greven gekonnt ein drohendes Loch im Programm versteckten.

So zog um 19:45 Uhr die Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“ in den Saal ein – doch, Moment mal: Warum denn bitte mit dem Einmarsch-Lied der Tanzgruppe „De Höppemötzjer“? Der besondere Einmarsch war schnell erklärt: Dennis Decker, ehemaliger Tanzoffizier der Höppemötzjer, war in der letzten Session an Leukämie erkrankt. Nach einer Typisierungaktion und einer erfolgten Knochenmarkspende ging es eigentlich bei Dennis bergauf – bis eine Lungenentzündung vor wenigen Tagen den begeisterten Karnevalisten aus dem Leben riss. „Wir sind in der Sache vereint, aber in den Farben getrennt. Deshalb trauern auch wir um Dennis! Und deshalb der Einmarsch mit den Höppemötzjer-Leed.“, so der Kommandant der Kölsche Greesberger zur Erklärung. Der Applaus der Jecken im Saal gab dieser Aktion recht!

Eine weitere Überraschung kündigte sich nach zwei Tänzen der Greesberger an: Während die Tanzgruppe sich kurz mit kühlen Getränken auf der Bühne erfrischte, begrüßte Sitzungsleiter Robert Greven auf der Bühne ein weiteres Elferratsmitglied, welches sich gesanglich beim Publikum vorstellte – Torben Klein, Ex-Frontmann der Band „Räuber“ sorgte mit „Für die Iwigkeit“ für Partystimmung im Tanzbrunnen-Theater! Nach wenigen Takten stand der ganze Saal, wie auch unser Video zeigt:

Nach dem dritten Tanz der Kölsche Greesberger ging es weiter in einem abwechslungsreichen Programm: Für die Lacher am gestrigen Abend sorgten Guido Cantz, Bernd Stelter und Dave Davis als „Motombo Umbokko“. Den musikalischen Part übernahmen „cat ballou“, Kasalla, Planschemalöör und BRINGS. Die Tanzgruppe „Windhagener Funken“ sorgte am späten Abend für das Pre-Finale. Beim eigentlichen Finale bedankte sich Robert Greven beim Publikum und den zahlreichen Spendern, die für eine neue Rekordspende zugunsten des „Förderverein für krebskranke Kinder e. V.“ sorgten. Noch während der Sitzung wurde ein Bild von Julia Kellershofen mit dem Motiv „Kasalla“ und den Originaunterschriften der Band für 600,00 € versteigert. Ein weiteres Bild mit dem Motiv „Dom und Logo von Dat kölsche Hätz“, mundgemalt von Dr. Dr. Rainer Broicher, der nach einem Unfall vom Hals abwärts querschnittsgelähmt ist, brachte nochmal 500,00 €. Mit diesen beiden Beträgen konnten insgesamt 420.758,62 € übergeben werden – eine fantastische Summe! Als Dank gab es noch einmal „Für die Iwigkeit“, gemeinsam gesungen von Robert Greven, Frank Henseler und natürlich Torben Klein …

„Uns Sproch“ im Rosenmontagszug 2019

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Feb 152019
 

Echte Fründe stonn zesamme
Klüngel ist dicker als Blut und Wasser – zumindest in Köln. Wenigstens ab und an trägt die Gerechtigkeit aber doch einen Sieg davon
(IDEE Kritzelköpp ZEICHNUNG Rollo, WAGENBAU Gabi Klaßen)

Uns Sproch es Heimat: Die kölsche Sprache zieht sich als roter Faden durch die gesamte Session 2019 und ist natürlich auch im Rosenmontagszug das bestimmende Motiv. Jede einzelne der 26 Persiflagen nimmt typische kölsche Redewendungen zum Anlass, um aktuelle Themen aus Gesellschaft und Politik aufzugreifen. „Echte Fründe stonn zusamme“ oder „Nix bliev wie et wor“ stehen hier neu interpretiert für Kölschen Klüngel oder Merkels Abschied auf Raten. Ganz dem Thema Sprache gewidmet ist der diesjährige Zugleiterwagen, der rundherum mit kölschen Wörtern und dem kölschen Grundgesetz verziert wurde.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt klar auf gesellschaftsrelevanten Themen mit dem Fokus auf Umwelt- und Naturschutz: Diesel-Skandal, Hambacher Forst, marode Atomkraftwerke, der aktuelle Klimawandel und zu viel Müll. Auch die Politik bekommt ihr Fett weg – von der lokalen Regentschaft bis in die internationale Ebene: Reker, Merkel und AKK sind auf den Persiflagewagen ebenso zu finden wie Trump und Putin.

Do kriss de et ärme Dier
… über dem ganzen Müll im Wasser. Bald sind die Fische vollständig aus Mikro- und Makroplastik, vielleicht erhöht sich dadurch ja wenigstens die Haltbarkeit.
(IDEE Kritzelköpp ZEICHNUNG Rollo, WAGENBAU Jörg Liebetrau)

„Natürlich haben wir im Zoch immer die Themen und Personen ganz besonders im Visier, die auch für die Menschen auf der Straße von besonderem Interesse sind“, erklärt Zugleiter Alexander Dieper. „In diesem Jahr nehmen wir uns und den Karneval aber auch ein bisschen selbst auf die Schippe, denn auch wir bieten manchmal mehr Reibungsflächen als uns lieb ist.“ Mit den „Pferden im Zug“ und „Festen in der falschen Jahreszeit“ haben es auch zwei Themen in den Zug geschafft, die im Laufe der letzten Monate nicht nur bei Karnevalisten für ernste Diskussionen sorgten.

WDR bietet neuen Service für Karnevalsgesellschaften

Wat maache mer met däm Pääd
Ohne Pferde geht’s nicht, das ist schließlich Tradition! Notfalls ziehen die Funken die Viecher noch selbst durch den Zoch, dann hat wenigstens keiner mehr was zu meckern. (IDEE Kritzelköpp ZEICHNUNG Dirk Schmitt, WAGENBAU Werner Blum)

Der WDR überträgt den Zoch am Rosenmontag natürlich wieder in voller Länge im frei empfangbaren Fernsehen. Darüber hinaus bietet der Sender erstmals einen Service für alle Zugteilnehmer aus den Karnevals-gesellschaften: Es gibt eine fest installierte Zugweg-Kamera an der Severinstraße, die durchgehend alle Jecken zeigt. Bereits während des Zuges sind die Videos jeder Gruppe und Karnevalsgesellschaft unter karneval.wdr.de abrufbar und können auch in sozialen Netzwerken geteilt werden. So haben alle Zugteilnehmerinnen und Zugteilnehmer, die den Rosenmontagszug zu einem solch großen Ereignis machen, die Chance, ihren großen Auftritt vom WDR eingefangen zu sehen und in ihrem Freundes- und Familienkreis zu zeigen.“

Informationen für die Zuschauer

Auch der Informationsfluss zu den Besuchern am Rand des Zochs soll weiter verbessert werden. Das Audioinformationssystem – 2018 erstmals getestet – wird 2019 in einer verbesserten Ausführung an den Start gebracht. Über die Einsatzzentrale im Rathaus werden aktuelle Nachrichten an alle Moderatoren entlang der Zugstrecke weitergegeben und von diesen dem Publikum übermittelt. Technische Unterstützung erhält das Festkomitee von seinem langjährigen Partner, der RheinEnergie, die für die Kommunikation ein ausfallsicheres Tetra-Funknetz sowie die entsprechenden Endgeräte zur Verfügung stellt. „Um für Köln eine sichere Energie- und Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, setzt die RheinEnergie ein vom normalen Mobilfunk unabhängiges Funksystem ein. Mit dem so genannten Tetranetz leuchten wir die gesamte Innenstadt aus. Das System wird auch vom Ordnungsamt und von anderen für Sicherheit zuständigen Institutionen in Köln genutzt. Als langjähriger Partner des Festkomitees und Unterstützer des Kölner Karnevals freuen wir uns, wenn dieses System nun auch beim Rosenmontagszug für einen zuverlässigen Informationsfluss sorgen wird“, so Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie.

Erstmals Tribüne für Blinde und Sehbehinderte

Wat soll dä Käu?!
Wenn zwei sich streiten, verzweifelt der Dritte. Im Kampf um den Hambacher Forst durfte jeder seine Meinung sagen, nur die eigentlich Betroffenen hat keiner angehört.
(IDEE Kritzelköpp ZEICHNUNG Rollo, WAGENBAU HoHo)

Eine Premiere erlebt in diesem Jahr auch die langjährige Zusammenarbeit des Festkomitees mit dem LVR. Im Rahmen der Initiative „Karneval für Alle“ wird es erstmals ein spezielles Bühnenprogramm für Blinde und Sehbehinderte Menschen am Zugweg geben. Der LVR finanziert auf einer Tribüne eine spezielle Live-Beschreibung, eine sogenannte Audio-Deskription. An den Mikrofonen stehen Wolfgang Gommersbach, Blindenreporter beim 1. FC Köln, und die WDR-Moderatorin und Sängerin Andrea Schönenborn. 30 blinde und sehbehinderte Menschen empfangen die Live-Beschreibung über drahtlose Empfangsgeräte und Kopfhörer. Die Technik stellt der 1. FC Köln zur Verfügung.

Sparkasse KölnBonn setzt auf Müllreduzierung

Eng verbunden ist das Festkomitee auch mit der Sparkasse KölnBonn, diese erfolgreiche Partnerschaft wird nun weiter fortgesetzt. Gemeinsam kümmert man sich 2019 um das Pfandsystem an den heißen Tagen des Straßenkarnevals und um die Müllreduktion. Die Sparkasse sponsort spezielle, aus Maisstärke hergestellte Becher, die zu hundert Prozent recyclebar sind. „Wir sind sehr froh über diese Unterstützung“, betont Zugleiter Alexander Dieper. „Denn wir brauchen starke Partner, um auch bei solchen Herausforderungen auf innovative Lösungen zu setzen. Je weniger Müll wir an Karneval produzieren, desto besser.“ „Als Sparkasse sind wir heimatverbunden und in der Region verwurzelt, so wie der Karneval. Deswegen fördern wir seit Jahrzehnten den kölschen Fasteleer. Wir freuen uns, mit dem Festkomitee eine langjährige Partnerschaft fortsetzen zu können, die unser Engagement für den Kölner Karneval noch sichtbarer macht. So unterstützen wir im Rahmen unseres vielfältigen bürgerschaftlichen Engagements auch den Sternmarsch von Beginn an und setzen am Rosenmontag und den übrigen tollen Tagen in puncto Nachhaltigkeit einen weiteren Akzent: mit 300.000 recycelbaren Karnevalsbechern im Pfandsystem,“ so Rainer Virnich, Vorstand der Sparkasse KölnBonn.

(Quelle: Pressemitteilung des Festkomitee Kölner Karneval)