Rote Funken begeistern beim Regimentsexerzieren wieder mit Bühnenstücken

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Jan 082020
 

Fotos: Andreas Klein

Am gestrigen Dienstagabend trafen sich zahlreiche Karnevalisten im großen Festsaal des Maritim Hotel Köln zum diesjährigen Regimentsexerzieren der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. (kurz: Rote Funken). Nach der Begrüßung durch Funken-Präsident Heinz Günther Hunold gab es sogleich das erste Bühnenstück – das erste von fünf an diesem Abend.

Die Rekruten der Roten Funken waren in dem Bühnenstück auf der Suche nach einer neuen Heimat für ihren Rekrutenabschlussball, denn die Ülepooz fällt ja bekanntlich wegen der Umbaumaßnahmen als Veranstaltungsstätte aus. Also machte man sich in den Veedeln Kölns auf die Suche – und landete zuerst in Nippes, im Brauhaus „Em golde Kappes“ auf der Neusser Straße. Dort fanden dann die Funkenrekruten, wie sie dachten, „rote Funken in verwaschenen Uniformen“ vor. In einer Gastrolle erklärte Anton Gerhard „Gerd“ Düren den Roten Funken, wer man wäre – und hatte noch gleich neben Kölsch ein paar Vitamine in Form von Apfelsinen im Angebot. Das jedoch war den Roten Funken offenbar zu viel der Gesundheit und man zog weiter nach Müngersdorf.

Im dortigen RheinEnergieStadion traf man dann auf eine Horde FC-Fans – und diese wussten mit „Roten Funken“ nicht viel anzufangen: „Wo spelle die dann? Kreisliga?“ mussten sich die Rekurten anhören. Auf die Antwort, dass die Roten Funken ein Karnevalsverein seien, erwiderten die FC-Fans „Es gibt nur einen richtigen Karnevalsverein in Köln – Erster Fußball-Club Köln!“. Auch die Location kam also nicht in Frage und man suchte im Hahnwald weiter. Dort traf man auf einen Bewohner, der eine „große Gartenparty mit vielen Celebrities“ vorschlug … das war den Rekruten zu überkandidelt, weshalb man sich in Ehrenfeld umsah.

Im dortigen allseits bekannten Etablissement – wir machen hier keine Werbung fürs „PASCHA“ – erklärte der Chef-Loddel, dass im Haus „de Mädcher am Stängelche danze“. „Drinke inklusiv, Esse inklusiv, bunga bunga inklusiv für 180 € pro Mann!“ war das Angebot an die Rekruten für ihren Ball – doch als dieser erfuhr, dass er es mit Rekruten der Roten Funken zu tun hatte, zog er sein Angebot schnell zurück: „Dat sin üvver 500 Funke! Die bütze mir de Mädcher kapott!“. Also zog man weiter nach Köln-Deutz. Dort angekommen hatten sich die Smartphone der Rekruten in das lokale polnische Handynetz eingeloggt. Ein freundlicher Asiate („Minge Opa hät immer jesaat, dat op d´r schäl Sick direkt Asien bejinnt!“) wies die Rekruten der Roten Funken darauf hin, dass sich im Nachbarveedel Dellbrück die Wagenhalle der Blauen Funken befinden würde und man dort bestimmt gute neue Rekruten suchen würde … also Flucht wieder auf die „richtige“ Rheinseite und schon stand man vor dem Maritim Hotel. Ein Roter Funk erklärte den Rekruten, dass man im Maritim doch Zuhause wäre: „Die Heimat der echten Funken in Kölle. Gefeiert wird überall – egal ob in Kuba oder Salzburg. Doch zo Huss sind die Funke nur in Kölle em Maritim, der Heimat der hellige Laachduv vun d´r Ülepooz!“

Nach diesem ersten Bühnenstück wurden verdiente Funken für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, für 40 Jahre, für 4 * 11 Jahre (unter anderem Heinz Günther Hunold), für 50 Jahre (unter anderem Klaus Rück, ehemalige Funken-Literat), für 5 * 11 und für 60 Jahre. Eine besondere Ehrung erhielt der Funk, der bereits 6 * 11 Jahre dem Korps verbunden ist – Ludwig Sebus.

Ein zweites Bühnenstück schloß sich an diese Ehrungen an, ein Zwiegespräch zwischen einem Roten Funk und einem „Zugezogenen“ mit dem Titel „Ne Immi am Rusemondachszoch“. Der zweite Knubbel zeigte hier sehr schön, wie sich auswärtige Gäste an Rosenmontag verhalten: Benehmen sich daneben, haben keine Ahnung (und davon ganz viel) und geben zu allem ihren Senf dazu. Der Rote Funk brachte das Kostüm des Immis auf den Punkt: „Du sühs us wie ein Schaufinsterpopp vum Deiters!“. Dieser konterte mit Fachwissen: „Festkomitee vun 1823 – sind das noch Gründungsmitglieder?“, worauf der Funk erwiderte „Wenn wir den Dachverband nicht hätten, wäre der Zoch halb so bunt – aber dafür doppelt so lang!“

Während bereits die ersten zur obligatorischen Erbsensuppe mit Einlage griffen, gratulierte Heinz Günther Hunold noch schnell Hans Mollewitz, der am gestrigen Abend seinen 90ten Geburtstag feierte.

Nach der Pause ging es weiter mit dem Bühnenstück des 4. Knubbel, die als „Red Funk Group“ in Anlehnung an die „Blue Man Group“ auf ganz besondere Art den Blauen Funken zu ihrem 150-jährigen Jubiläum gratulierten. Ein Stück mit viel Musik auf außergewöhnlichen Instrumenten …

Hiernach stellte Heinz Günther Hunold noch einmal die Kötterbüchs-Aktion der Roten Funken vor, die in der letzten Session ihre Premiere feierte (wir haben schon mehrfach darüber berichtet). Die Damen des Sozialdienst Katholischer Frauen stellten mit dem Kinderschutzbund die Nachfolger vor, für die die Roten Funken in dieser Session sammeln werden. Lars Hütteler, neuer Geschäftsführer des Kinderschutzbund, erläuterte kurz die Arbeit des Vereins und man startete gleich im Saal mit der Sammlung „Kötterbüchs för kölsche Pänz en Nut“.

Gemeinsam mit Heinz Günther Hunold lauschte dann Ludwig Sebus auf der Bühne einem Medley seiner Lieder, vorgetragen von Thomas „Et Klimpermännche“ Cüpper. Nach einer neuen Runde mit der Ehrung langjähriger Roter Funken für 25 Jahre, darunter auch der amtierende Pressesprecher Günter Ebert, und 3 * 11 Jahre, u. a. mit dem ehemaligen Pressespecher Dieter Szary, ging es mit einem sehr lustigen Krätzchen des 3. Knubbel über das Funkenleben während einer Fahrt zu einem Auftritt zur Sitzung nach Hoffungsthal … wir umschreiben es mal so: Die Leber bekommt viel zu tun! Vor Ort sucht man dann im Dunkeln den Veranstaltungsort – um irgendwann festzustellen, dass der Termin erst 2021 ist.

Anschließend wurde es voll auf der Bühne, denn die Ernennung der Ehrendienstgrade stand auf dem Programm. So wurden u. a. Wolfgang Lutter („Kölsch Agentur“) und Dieter Hagen („Treuer Husar“) zum „Ehren-Funkeleutnant der Reserve“ ernannt. „Ehren-Funkeoberleutnant der Reserve“ wurden der neue Prinzenführer Marcus Heller und Manfred Schweinheim („Große Braunsfelder“). Zum „Ehren-Funkehauptmann der Reserve“ wurden u. a. Tanja Wolters (Präsidentin, „K.G. Frohsinn“), Christine Flock (Vizepräsident, Festkomitee) und Hans Peter Ehrhardt-Dembeck (Senatspräsident, „Bürgergarde blau-gold“) und zum „Ehren-Funkeobristwachtmeister der Reserve“ wurde der Präsident des Reiter-Korps Jan von Werth, Stefan Kühnapfel, ernannt.

Als letztes Bühnenstück zeigte der 1. Knubbel eine Rote-Funken-Spezial-Ausgabe der heute-Show. Besonderes Highlight waren hier die Live-Schalten in die Maschine des (Roten Funken)-Präsidenten, die „Hunold 1“, welche immer wieder genau dann unterbrochen wurden, wenn es auf das Thema „Dachverband“ (aka Festkomitee Kölner Karneval) kam. In einer Live-Schalte auf der Bühne sah man wie zahlreiche Rote Funken sich für das Klima einsetzten – denn die Klima-Aktivistin „Greta Thunfisch“ hatte herausgefunden, dass Bier eine größere Menge an CO2 enthält. Und die Funken halfen gerne bei der Vernichtung einiger Tonnen dieses gefährlichen Gemischs aus Gerstensaft und CO2 (Kohlensäure). Man kam dann auch auf den neuen Weg des Kölner Rosenmontagszug, der ja vielleicht demnächst auf die „Schäl Sick“ führen soll, in einem Beitrag zu sprechen – und erklärte, dass ein Teil der Karnevalsgesellschaften die dafür notwendige Rheinquerung über den Umweg Düsseldorf machen müssten, weil die Brücken in Köln ja bekanntlich marode sind. Ein anderer Teil müsste dann mit der Fähre nach Deutz übersetzen …und nur die Roten Funken dürften über die Deutzer Brücke laufen, weil „die Roten Funken haben es noch nie geschafft, im Gleichschritt zu gehen!“ … etwas makaber war die Szene mit dem Notarzteinsatz unter dem Motto „Et Hätz schleiht em Veedel … aktuell nit!“ – aber nach der Gabe eines frischen Kölschs war die Wiederbelebung schnell vorbei.

Nach diesem letzten Bühnenstück zogen die Roten Funken mit Rekruten und Bürgen in den Saal ein, und es gab die Vereidigung der neuen Funken-Mitglieder sowie die Vergabe der Biernamen des jeweiligen Funk. Alles in allem mal wieder ein schöner Abend beim ältesten Kölner Traditionskorps.

K.G. Blau-Rot trotz Frühstart mit ausverkaufter Mädchensitzung

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Jan 062020
 

Foto: Anja Bögge

Am gestrigen Sonntagnachmittag startete die K.G. Blau-Rot mit ihrer Mädchensitzung in die Session 2020. Im ausverkauften Kristallsaal der Koelnmesse feierten die bunt kostümierten Mädcher die erste Mädchensitzung der noch sehr jungen Session – und trotz schon traditionellem Frühstart war die Stimmung bei den jecken Mädcher mega!

Foto: Andreas Klein

Gleich zu Beginn zog das stolze Reiter-Korps Jan von Werth auf, aus deren Reihen in dieser Session nicht nur das Traditionspaar „Jan un Griet“, sondern auch das Kölner Dreigestirn gestellt wird. Die Tollitäten fehlten aber beim Aufzug, weil man zu der Zeit noch beim Beförderungsappell der Bürgergarde blau-gold zu Gast war. Nach der musikalischen und tänzerischen Darbietung des Traditionskorps des Reitergenerals Jan von Werth sorgte „Wolli´s Holliewald“ (Foto oben) für Stimmung bei den jecken Mädels. Wolli wer? Wolli, das ist Wolfgang Hüsch. Früher bekannte aus dem Comedy-Duo „Horst und Ewald“. Irgendwann war da nur noch Horst. Ohne Ewald. Und Horst alias Wolli hatte noch viele Ideen. Also wurde der „Holliewald“ eröffnet, eine Agentur für Comedy-Shows vom Allerfeinsten. Aber jetzt nicht nur Comedy – sondern Comedy, die auch karnevalstauglich ist! Und auch sonst haben Wolli und seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Holliwald viel zu bieten. Das ganze Jahr über. (P.S.: Das war kein Werbeblock, das war aus reiner Überzeugung von der Qualität der Shows von Wolfgang Hüsch …)

Mit Martin Schopps, den Paveier und den Räuber ging es durch die erste Abteilung. Nach der Pause unterhielten die Klüngelköpp (Foto rechts), das Heddemer Dreigestirn, Marita Köllner, die Domstürmer, die Micky Brühl Band und Miljö die jecken Mädcher am ersten Sonntagnachmittag des Jahres 2020 …

Goldene Mütze 2020 der KG Alt-Köllen vun 1883 e.V. geht an die Organisatoren der Schull- un Veedelszöch

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Jan 062020
 

Fotos: K.G. Alt-Köllen/Hans Renn

Traditionell am 6. Januar startete die K.G. Alt-Köllen im Hotel Lindner – City Plaza ins neue Jahr.. Nach einem Kölsch-Empfang begrüßte Präsident Prof. Dr. Rolf-Rainer Riedel die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste. Besonders begrüßt wurden nochmals alle neuen Mitglieder. 24 waren in den letzten zwölf Monaten der Gesellschaft beigetreten, was als neuer Rekord gefeiert werden konnte.

Erster Höhepunkt des Abends waren die Auftritte der beiden Tanzgruppen der Kölschen Harlequins. Alle waren sich einig, dass die Tänzerinnen und Tänzer nach einem Jahr intensiver Arbeit mit den Trainern Peter Pick und Stephanie Hilger wieder eine tolle Leistung an den Tag legen und ihre Können und die damit verbundene Leidenschaft wieder bis Sessionsende noch auf vielen Veranstaltungen präsentieren werden.

Im offiziellen Teil fanden die traditionellen Ehrungen einzelner Mitglieder für ihre Verdienste um die Gesellschaft statt. Aufnahmen in den Senat, Ernennungen neuer Ratsherren und die Vergabe von Verdienstorden der Gesellschaft. Besonders hervorzuheben ist die Auszeichnung des langjährigen Mitglieds Peter Oehl mit dem Verdienstorden der Sonderstufe in Gold. Dieser Orden war in den Vorjahren überhaupt erst zweimal vergeben worden.

Verleihung Goldene Mütze

Der gesellschaftliche Höhepunkt des Abends war zweifelsohne die Verleihung der diesjährigen „Goldenen Mütze“ an die Organisatoren und Veranstalter sämtlicher 57 Kölner Veedelszöch. Präsident Prof. Dr. Rolf-Rainer Riedel hob hervor, dass man ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Et Hätz schleiht em Veedel“ die Veedelszüge als die Keimzelle aller Karnevalsaktivitäten, des Brauchtums und vor allem des Ehrenamtes ehren wolle. Über 40 Veranstalter und Organisatoren waren dann auf der Bühne dabei, als Wilhelm Stoffels, der Leiter der Schull- und Veedelszöch stellvertretend die gerahmte „Goldene Mütze“ samt Urkunde überreicht bekam. Die Laudatio hielt mit Alt-OB Jürgen Roters der Goldene-Mützen-Träger des Vorjahres. In bewegenden Worten hob er besonders das wichtige ehrenamtliche Engagement in den vielen Vereinen hervor und betonte, dass ohne dieses der Karneval nicht das wäre, was er heute ist. Karneval sind eben nicht nur die großen Gesellschaften und Garden oder der Rosenmontagszug, sondern vor allem die Aktivitäten vor Ort in den vielen Kölner Veedeln. Wilhelm Stoffels nahm die Ehrung dankend an und betonte, dass er diese sehr gerne stellvertretend für die unzähligen Aktiven vor Ort annehme. Auch er unterstrich, wie wichtig das Ehrenamt für den Karneval sei und dass diese Ehrung gerade für die vielen oft nicht so bekannten Aktiven eine ganz besondere Auszeichnung darstelle. Alle Organisatoren und Veranstalter erhielten eine persönliche Urkunde und die neu geschaffene Ehrennadel der „Goldenen Mütze“. Passend dazu gab es stehende Ovationen und alle sangen und schunkelten mit, als „En unserem Veedel“ der Bläck Fööss angestimmt wurde.

Im Anschluss daran traten die Rabaue auf, die mit ihren Hits den Saal zum Kochen und mittanzen brachten. Zu fortgeschrittener Stunde folgte noch eine ganz besondere Ehrung. Erich Ströbel, Jungfrau im Kölner Dreigestirn 2017/2018 und Repräsentant des Festkomitees konnte dem Ehrensenator Dr. Arno Saathoff den Verdienstorden in Silber des Festkomitees Kölner Karneval in Würdigung seines langjährigen Wirkens und Schaffens für den Kölner Karneval überreichen. Der Dreikünnige-Appell endete mit der Verleihung des Sessionsordens 2020 an die anwesenden Mitglieder.

Nach diesem gelungenen Jahresauftakt freut sich die K.G. Alt-Köllen nun auf das kommende Wochenende, wenn auf dem Neumarkt wieder der dreitägige Sitzungsmarathon im Zelt stattfindet. Am Samstag und Sonntag lädt Alt-Köllen dort zur schon lange ausverkauften „Volkssitzung“ ein, an deren erstem Tag die „Volksproklamation“ des neuen Dreigestirns abgehalten wird. Am Montag, den 13.01.2019, treffen sich dann die jecken „Nümaats Wiever“ um ihre Mädchensitzung zu feiern. Dafür gibt es sogar noch einige Restkarten.

Fuzzemann-Herren-Sitzung der Roten Funken feierte Premiere

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Jan 062020
 

Foto: Andreas Klein

Während ein Großteil der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. (kurz: Rote Funken) auf Manöverfahrt in der österreichischen Hauptstadt Wien weilte, feierten die daheim gebliebenen Funken im SION Brauhaus die Premiere der „Fuzzemann-Herren-Sitzung“. Die Sitzung versteht sich als der kleine Bruder der großen Herrensitzung des ältesten Kölner Traditionskorps. Das Format ist mehr wortlastig, entspricht aber dem Wunsch der Mitglieder und Gäste der kölschen Stadtsoldaten.

Die Eröffnung machten die „blauen Brüder“, das Korps der Kölner Funken-Artillerie von 1870 e. V. (kurz: Blaue Funken). Gemeinsam mit ihnen zog Ludwig Sebus auf. Nach der tänzerischen und musikalischen Darbietung des Korps sorgten mit Martin Schopps, Wicky Junggeburth und Volker „Der Situngspräsident“ Weininger drei erstklassige Wortbeiträge für Stimmung im kleinen Festsaal des SION Brauhaus.

Nach der Pause freuten sich die Herren auf Musik von der „Gulasch Kapell“ (Foto). Thomas „Et Klimpermännche“ Cüpper begeisterte mit seiner Mischung auf Redebeitrag und musikalischer Darbietung karnevalistischer Evergreens. Nur noch selten auf den Bühnen Kölns zu sehen ist Gerd Rück mit seiner legendären Type des Weltenbummlers. Mit der Traditionstanzgruppe „Hellige Knäächte un Mägde“ und J.P. Weber ging die Premiere des „Fuzzemann“ zu Ende – und in der nächsten Session gibt es eine Fortsetzung.

Am Samstag zum Barbier, am Sonntag zieht man in die Hofburg …

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Jan 062020
 

Foto: Andreas Klein

Am Samstagmittag trafen sich einige hundert Jecken im Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe, um bei der öffentlichen Rasur der designierten Jungfrau des Kölner Dreigestirn 2020, Ralf Schumacher („Jungfrau Griet“) dabei zu sein. Mit dieser Veranstaltung, zu der man mit einer Spende Zutritt erhielt, eröffnete das designierte Dreigestirn mit Prinz Christian II. und Bauer Frank seine diesjährige Spendenaktion für den sozialen Zweck.

Die drei Freunde aus dem Reiter-Korps Jan von Werth haben es sich zum Ziel gesetzt, dem Festkomitee Kölner Karneval am Ende der Session 2020 finanzielle Mittel für den Bau eines großen Festwagens zu übergeben, mit dem ab der Session 2021 Menschen mit und ohne Handicap am Kölner Rosenmontagszug teilnehmen können. Einen ähnlichen Wagen gibt es bereits in den Reihen des Reiter-Korps Jan von Werth.

Foto: Festkomitee Kölner Karneval

„Ich freue mich über jeden, der meine Jungfrauenrasur mit einer kleinen oder großen Spende unterstützt und damit unserem sozialen Projekt einen ersten postiven Schub gibt.“, sagte Ralf Schumacher mit großer Vorfreude auf den Nachmittag.

Unterstützt wurden die designierten Tollitäten musikalisch von Marita Köllner, den Filue, den Boore, Torben Klein und den Rabaue.

Einen Tag später zogen die drei designierten Tollitäten mit einem fast nicht enden wollenden Zoch vom Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt, wo jedes Jahr an Weiberfastnacht das traditionelle Spiel um die Legende von „Jan un Griet“ aufgeführt wird, zur Hofburg, dem Dorint Hotel am Heumarkt. Dort angekommen wurden die Tollitäten von Hausherr Frank Schönherr und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Dorint GmbH, Dirk Iserlohe, empfangen. Schönherr übergab den designierten Tollitäten symbolisch den Schlüssel für die Hofburg und man feierte bis in den Abend hinein bei kölschen Spezialitäten.

 

 

Beförderungsappell der Bürgergarde blau-gold im Wartesaal am Dom

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Jan 062020
 

Fotos: Andreas Klein

Neue Location für den internen Beförderungsappell der Bürgergarde blau-gold: Nachdem der bisherige Veranstaltungsort, das SION Brauhaus, für die zahlreichen Korpsmitglieder und geladenen Gäste zu klein geworden ist, wechselte man in dieser Session erstmalig in den Wartesaal am Dom. Des Team des Wartesaal am Dom bemühte sich flink und sehr freundlich darum, dass es den blau-goldenen Gardisten an nichts fehlte …

Nach der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste, darunter einigen Vorstandsmitgliedern des Festkomitee Kölner Karneval, zahlreiche Präsidenten und Korpskommandanten befreundeter Gesellschaften und den Tanzpaaren der Traditionskorps, durch Bürgergarde-Präsident Markus Wallpott wurde der ehemalige Tanzoffizier der Bürgergarde, Marc Nelles, noch einmal mit seinem Nachfolger und der Marie der Bürgergarde auf die Bühne gebeten. Nelles erhielt als Dankeschön ein Fotobuch mit Motiven aus seiner aktiven Zeit überreicht.

Hiernach wurden zahlreiche Mitglieder der Bürgergarde blau-gold für ihre langjährige Mitgliedschaft im Korps ausgezeichnet. Darunter waren auch einige bekannte Namen wie zum Beispiel Horst Müller (Geschäftsführer von GO / alaaaf!, 15 Jahre Mitglied), Marcel Krahforst (ehemaliger Tanzoffizier, 20 Jahre), Michael Flock (ehemaliger Pressesprecher, 25 Jahre) und Fritz Schramma (ehemaliger Kölner Oberbürgermeister, 30 Jahre). Eine besondere Ehrung erhielt Hans-Werner Stauff, der seit 50 Jahren Mitglied im blau-goldenen Traditionskorps ist – Standing Ovations des gesamten Korps!

Anschließend wurden der ehemalige Senatspräsident Jürgen Overhage und das ehemalige Vorstandsmitglied Jürgen Meier auf die Bühne gerufen. Overhage und Meier wurden für ihre Verdienste um das Korps und den Karneval zu Ehrenmitgliedern der Bürgergarde blau-gold ernannt und mit dem Verdienstorden des Festkomitee Kölner Karneval in Gold ausgezeichnet.

Nach einer kurzen Pause, in der die flinken Damen und Herren des Wartesaal am Dom alle Gardisten und Gäste mit einem hervorragenden Essen versorgten,übergab Senatspräsident Hans-Peter Erhardt-Dembeck einen Scheck über fast 23.000 € an Präsident Markus Wallpott. Anschließend ging es zur Vereidigung der neuen Mitglieder. Mit dem Eid auf den Plagge wurden die neuen Mitglieder im Korps willkommen geheißen. In den nächsten zwei Jahren tragen die Neuen ein Korpskreuz aus Holz, welches nach den zwei Jahren in das richtige Korpskreuz aus Metall getauscht wird.

Anschließend ging es an die zahlreichen Beförderungen innerhalb des Korps und zur Ernennung einiger neuen Ehrendienstgrade, darunter auch von drei Journalisten, die seit Jahren über den Kölner Karneval berichten. Mit einem Auftritt der Band „Fiasko“ feierten man bis in den Sonntagnachmittag hinein.

Im Rahmen des Beförderungsappells erhielt das Tanzpaar der Bürgergarde blau-gold wieder einen schicken, kleinen smart-Flitzer aus dem Hause „car center Kubina“ (Foto oben). Das Fahrzeug ist mit dem Bürgergarde-Branding auf Kölns Straßen sicherlich in der Session ein echter Hingucker …

Stattgarde Colonia Ahoj feiert Damenparty an neuer Location

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Jan 062020
 

Foto: Andreas Klein

Bereits zum 14ten Mal lud die StattGarde Colonia Ahoj am Samstagabend zur legendären Damenparty, die in dieser Session erstmalig im Gloria-Theater, nicht unweit des Kölner Neumarktes, stattfand. Unter dem Motto „Glitzer, Glanz und Gloria“ feierten mehr als 500 „Damen“ – darunter mittlerweile auch viele echte Frauen – eine verrückte Party mit viel Glamour in den ausgefallensten Fummeln.

Auf der Bühne des ehemaligen Porno-Kinos konnte StattGarde-Kapitän André Schulze-Isfort gleich zu Beginn die Tanzgruppe „Winzer und Winzerinnen vun d´r Bottmühl“ begrüßen. Musikalisch ging es danach weiter mit Domätzje Nadine, den Klüngelköpp und den Paveier. Gegen Mitternacht überraschte noch das Korps der EhrenGarde der Stadt Köln die „jecken Mädcher“ mit einem Aufzug und dem Einmarsch mit klingendem Spiel des Regimentsspielmannszug.

Für die Herren, denen im weiteren Verlauf des Abends die Pumps zu viel wurden, gab es im Eingangsbereich leichte Hausschlappen für 3,00 € das Paar. Damit konnte Mann dann auch bis in den frühen Morgen zu den Klängen von DJ Henry weiterfeiern.

Karnevalistischer Auftakt bei der Domsitzung mit Ehrung

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Jan 062020
 

Foto: Andreas Klein

Ebenfalls am Samstagabend feierte der Domsitzung e. V. seinen karnevalistischen Auftakt mit einem kurzweiligen Abend unter dem Label „Domsitzung un Fründe“. Im Kasino der K.G. Treuer Husar in der Kölner Innenstadt feierten die Mitglieder und Förderer des Vereins sowie zahlreiche geladene Gäste den Start der neuen Karnevalssession.

Zur Überraschung der Verantwortlichen stand das Reiter-Korps Jan von Werth zu Beginn der Veranstaltung parat, um gemeinsam mit dem designierten Kölner Dreigestirn der Session 2019/2020 sowie dem bereits proklamierten „Jan un Griet“-Paar den Abend zu eröffnen. Kaum waren „Jan un Griet“ mit ihrem Begleitkorps durch die Türe, zog das Tanz- und Musikkorps „Domstädter Köln“ in den Saal in der zweiten Etage ein. Mit ihrem flotten Sound begeisterten die Musiker wieder die Jecken.

Nach dem Ausmarsch der Domstädter überraschte Udo Marx vom Festkomitee Kölner Karneval mit Ulla Sommerhäuser-Müller eine engagierte Ehrenamtliche des Domsitzung e. V.: Ulla Sommerhäuser-Müller hat 24 Jahre lang den Kartenvorverkauf für die Domsitzung organisiert. Und das ist, wie Udo Marx, erläuterte, gar nicht so einfach – man muss nämlich wissen, wen man nebeneinander platzieren kann und wen man besser nicht nebeneinander setzen sollte …

Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit wurde Ulla Sommerhäuser-Müller mit dem Verdienstorden des Festkomitee Kölner Karneval in Gold ausgezeichnet. Nach diesem offiziellen Akt sorgte JP Weber mit seiner Flitsch noch für Stimmung, gefeiert wurde danach weiter bis in den späten Abend hinein …