Weiberfastnacht in Köln und Leverkusen – Vorläufige Einsatzbilanz

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Mrz 012019
 

Mit insgesamt circa 1600 Beamtinnen und Beamten war die Polizei Köln am gestrigen Weiberdonnerstag (28. Februar) in der Domstadt präsent. Darunter waren, neben deutlich erkennbaren Uniformierten mit Leuchtwesten, auch Zivilkräfte zum Schutz der Jecken eingesetzt.

Mit fortschreitendem Alkoholkonsum der Feiernden stiegen wie in den Vorjahren ab den Nachmittagsstunden die Einsatzanlässe und die Zahl der angezeigten Straftaten. Insgesamt 92 (Vorjahr 94) zumeist stark Alkoholisierte, davon ein Leverkusener, mussten wegen des Nichtbefolgens von Platzverweisen respektive zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen werden.

Insgesamt fertigten die Polizisten in Köln 371 Strafanzeigen (Leverkusen 26). Überwiegend handelte es sich dabei mit 141 bislang bekannten Taten um Körperverletzungen (Leverkusen 4). Es wurden 9 Raubdelikte (K; Vorjahr 10) angezeigt, 26 Beleidigungen (Vorjahr 15) und 19 Sachbeschädigungen (Vorjahr 34). Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz schlugen mit 38 Fällen zu Buche (Vorjahr 36), des Weiteren 74 Diebstahlsdelikte, davon ein Taschendiebstahl in Leverkusen (Vorjahr 64).

Das für die Bearbeitung von Sexualdelikten zuständige Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen in 16 Fällen aufgenommen, in Köln und Leverkusen jeweils einmal wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Die weiteren Straftaten belaufen sich im Wesentlichen auf sexuelle Belästigungen und exhibitionistische Handlungen.

Die in dieser Tagesbilanz dargestellten Kriminalitätszahlen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei eingehen können oder dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders bewertet werden müssen. So kann sich zum Beispiel ein zunächst angezeigter Raub bei einer Vernehmung als Diebstahl darstellen – oder umgekehrt. Eine abschließende Bewertung ist demzufolge häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

(Quelle: Pressemitteilung der Polizei Köln)

Weiberfastnacht 2019: … und ab dem Nachmittag dann in die Säle

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Mrz 012019
 

Ab dem späten Mittag wurde es dann in Köln langsam etwas ungemütlich: Starker Wind und kühlere Temperaturen liessen die Jecken an Weiberfastnacht in die Säle flüchten. Doch wer keine Karten hatte, schaute meistens in die Röhre, denn die Kostümbälle waren größtenteils seit Wochen bereits ausverkauft.

Foto: Andreas Klein

Bei der Bürgergarde blau-gold gab es im Wartesaal am Dom noch die ein oder andere freie Ecke – doch draußen standen ja auch noch dutzende Jecken, die auf Einlass warteten. Die Taschenkontrollen zogen sich hin, weil viele Gäste nicht verstanden, warum die Security in die mitgeführten Handtaschen der Damen schauen wollte. Da wird dann stundenlang diskutiert – dagegen ist ein Stau auf der A4 dann pillepalle!

Drinnen sorgten neben einem DJ die Bands Fiasko, „band of plenty“, die Eschweiler Fanfaren, Miljö, die Kölsch Fraktion, Marita Köllner, Eldorado und Lupo für Partystimmung bis in den Abend hinein.

Luftlinie gut einen Kilometer entfernt feierte derweil die Große Braunsfelder K.G. ihren traditionellen und ausverkauften „Ball Raderdoll“ im Festsaal und dem Foyer des Pullman Cologne Hotel. Unter den jecken Gästen waren neben Ex-Barchef Charly Fukuhara auch Friedhelm Funken, Trainer bei einem Bundesliga-Verein eines Dorfes an der Düssel, sowie der Trainer-Stab des 1. FC Köln.

Musikalisch ging es hier bis in den späten Abend mit den Klüngelköpp, den Bläck Fööss, den Big Maggas, den Rabaue, den Domstürmer, den Höhner, den Paveier, den Räuber und der Micky Brühl Band Schlag auf Schlag im Programm. Die letzten Jecken krabbelten am frühen Morgen aus der Drehtür des Pullman Cologne in das mittlerweile regnerische Köln …

Foto: Andreas Klein

Und quasi schräg gegenüber vom Pullman Cologne feierte im Lindner Hotel am Friesenplatz die K.G. Treuer Husar ihren Weiberfastnachts-Kostümball. Oder sollten wir besser „ihre Weiberfastnachts-Kostümsauna“ schreiben, denn im Festsaal des Hotels waren es gefühlte 70 Grad! Neben Musik aus der Konserve gab es hier einen der letzten Auftritt der Husaren-Pänz in dieser Session zu sehen. Auch das Korps der K.G. Treuer Husar passte irgendwie noch in den rappelvollen Saal. Mit den Big Maggas, der Mcky Brühl Band, den Räuber und den Paveier feierte man auch hier bis in den späten Abend hinein – und am Samstagabend gibt es dann Kostümball Nummer 2 des blau-gelben Traditionskorps.

 

Weiberfastnacht 2019: Was in den Veedeln so los war …

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Mrz 012019
 

Fotos: Ingo Hermes

Traditionell ist der Weiberfastnachtsdonnerstag in Köln zweigeteilt: Während am Vormittag und bis in die frühen Nachmittagsstunden bei den Straßenkarnevalseröffnungen in den Veedeln gefeiert wird, verlagert sich ab dem Nachmittag die Feierei in die großen und kleinen Säle Kölns. Und ebenso traditionell gibt es hier die Infos, was in den Veedeln so los war …

Ganz früh am Morgen, Köln lag noch im Halbschlaf, machten sich auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhof bereits die ersten bunt kostümierten Jecken startklar für ihren Umzug durch das morgendliche Köln: Punkt 8 Uhr 15 setzte sich das Schmölzje, angeführt vom Spielmannszug „Kölsche Preußen“ in Bewegung – der Bellejeck der Große Allgemeine K.G. zog unter klingendem Spiel durch die Straßen der Domstadt. Vor 11 Jahren wurde der alte Bellejeck-Brauch von der Große Allgemeine K.G. wiederbelebt und seitdem ziehen immer mehr Jecken mit dem Bellejeck am Weiberfastnachtsmorgen durch Köln. Neben den „Kölsche Preußen“ war in diesem Jahr auch die K.G. Treuer Husar mit rund 120 Husaren, darunter dem kompletten Musikzug, beim ersten Umzug der Session dabei.

Vom Bahnhofsvorplatz ging es dann durch die Innenstadt zur Hofburg des Kölner Dreigestirns, dem Dorint Hotel am Heumarkt. Dort empfingen die Tollitäten die Teilnehmer des Bellejeck-Zuges. Bauer Markus (Markus Meyer) ist als Präsident der Große Allgemeine K.G. quasi Mitveranstalter des Bellejeck-Zuges. Und Jungfrau Catharina (Michael Everwand) war in den letzten beiden Jahren der Darsteller des Bellejeck und wurde quasi von seinem Nachfolger geweckt. Nach dem Treffen mit dem Dreigestirn machte sich der Zug wieder auf und hielt an der Großfigur der Große Allgemeine K.G. auf der Schildergasse. Nach einer kurzen Ansprache erhielten alle teilnehmenden Standarten den Orden der Gesellschaft. Von dort ging es dann zum Lindner Hotel am Friesenplatz, wo man bis in den Nachmittag weiterfeierte.

Fotos: Andreas Klein

Den Frühstart in jeder Session gibt es in Nippes auf dem Wilhelmplatz bei der großen Straßensitzung der Nippeser Bürgerwehr. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen feierten die Jecken schon vor 9:00 Uhr. Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung durch das Orchester Helmut Blödgen sorgte Tommy Walter um kurz vor 9 dafür, dass auch die letzten Anwohner am Wilhelmplatz merkten, dass Weiberfastnacht ist.

Kölner Dreigestirn auf dem Wilhelmplatz

Das Korps der Nippeser Bürgerwehr zog zwei Stunden vor 11 Uhr 11 auf und bildete auch den Hintergrund für das Kölner Dreigestirn, welches den Nippeser Jecken seine Aufwartung machte. Anschließend ging es bis mittags mit Musik und Tanz weiter im Programm: Die Rabaue, die Boore, die Kläävbotze, die Funky Marys, die Domstürmer, die Cöllner, die Kölsche Adler, die Jugendtanzguppe „Kölsche Greesberger“, JP Weber, Domhätzje Nadine, die Band LAX und die Filue sorgten für Stimmung unter den bunt kostümierten Jecken.

Funky Marys auf dem Alter Markt

Mit dem Einzug des Altstädter Korps unter den Klängen des Regimentsspielmannszug startete rund 30 Minuten nach Nippes auch der Alter Markt in der Kölner Altstadt in den Straßenkarneval. Seit 6 * 11 Jahren organisierten die Altstädter Köln am gestrigen Donnerstag die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals, die auch live vom WDR im Fernsehen übertragen wird. Auch hier gaben sich die musikalischen Darbietungen die Klinke in die Hand: Die Köbesse (die an Rosenmontag einen der Musikwagen im Kölner Rosenmontagszug bespielen werden …), Star-Tenor Norbert Conrads, die Funky Marys, Druckluft und Marita Köllner brachten den rappelvollen Alter Markt mit seinen Tribünen zum Schunkeln. Um 11 Uhr 11 (okay, es war schon 11 Uhr 12 …) eröffneten die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, das Kölner Dreigestirn 2019 und Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn den Straßenkarneval in Köln offiziell. Nach einer weiteren Darbietung des Altstädter Korps feierte man auch hier mit den Höhner, Thomas „Et Klimpermännche“ Cüpper, den Rabaue, dem Kölner Kinderdreigestirn 2019 und der Band „Cöllner“ bis mittags bei strahlendem Sonnenschein weiter …

Domstädter auf dem Lenauplatz

Auch auf dem Lenauplatz in Köln-Ehrenfeld wurde gefeiert. Dort veranstaltete die Ehrenfelder K.G. Rheinflotte ab 11 Uhr 11 ihre Straßensitzung zur Sessionseröffnung, unter anderem mit den Ihrefelder Cheyenne und dem Tanz- und Musikzug „Domstädter Köln“.

Etwas ruhiger und gemütlicher ging es hingegen ab 11 Uhr 11 auf dem Hermeskeiler Platz in Köln-Lindenthal bei der Eröffnung der K.K.G. Alt-Lindenthal zu. Gemeinsam mit den Krieler Geschäftsleuten hatte die Gesellschaft auf dem Platz neben einer Bühne auch für das gastronomische Angebot gesorgt. Auf der Bühne sorgten der Musikzug „1. Cölsche Hofstaat“, die Kinder der Hans-Christian-Andersen-Schule, das Kölner Dreigestirn, die Kinder der KiTa Albertus Magnus, die Lucky Kids, der Tanz- und Musikzug „Domstädter“, die Backes Band sowie die Lindenthaler Lappe Clown für Unterhaltung bis in den frühen Nachmittag.

Ebenfalls um 11 Uhr 11 startete op d´r Schäl Sick in Köln-Flittard die Flittarder K.G. in den Straßenkarneval. Zum ersten Mal wurde hier auf dem Gelände der Narrenburg in der Paulinenhofstraße gefeiert. „Der Aufwand für die Straßensitzung am Denkmal in der Hubertusstraße stand in keinem Verhältnis mehr. Die Genehmigungen im Vorfeld, der Aufbau und vor allem der Abbau des gesamten Equipements war immer aufwändiger geworden. In der Form war Weiberfastnacht für uns einfach nicht mehr realisierbar!“, so der 1. Vorsitzende der Flittarder K.G., Reiner Knillmann.

Die Flittarder K.G. nimmt einen Eintritt von 5,00 €, dafür erhält der Besucher jedoch auch fünf Verzehrbons. Eröffnet wurde die erste Ausgabe der Neuauflage der Straßenkarnevalseröffnung durch das Kinderdreigestirn der GGS Am Feldrain. Musikalische sorgten Björn Heuser, die Band „Eldorado“ und Ben Randerath für Schunkelstimmung. Getanzt wurde auch, und zwar zeigten das Tanzcorps „Echte Fründe“ und das Kinder- und Jugendtanzcorps „Echte Fründe“, beide der Flittarder K.G. angeschlossen, ihre tänzerischen Darbietungen.

Wie in den Sälen gefeiert wurde, kann man in unserem zweiten Artikel nachlesen …

Kölner Schull- un Veedelszöch sind gut aufgestellt für kommenden Sonntag

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Mrz 012019
 

Foto: Andreas Klein

Im Rahmen eines Pressetermins am vergangenen Mittwoch gaben die „Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums“ einen Überblick über die Kölner Schull- un Veedelszöch, die am kommenden Sonntag auf dem Weg des Kölner Rosenmontagszug durch die Kölner Innenstadt ziehen werden.

Zuerst einmal dankte Bernhard Conin, Baas der „Freunde und Förderer“, den drei Traditionskorps EhrenGarde der Stadt Köln, Prinzen-Garde Köln und Rote Funken, für die mittlerweile traditionellen Wurfmaterialspenden für die drei Gewinner des Fußgruppen-, Wagengruppen- und Originalitätspreises, welche am Rosenmontag erneut am Zoch teilnehmen dürfen.

Conin erläuterte, dass die Kosten für die Durchführung eines Karnevalsumzuges in den letzten Jahren stark gestiegen wären. Seit dem Loveparade-Unglück im Jahr 2010 seien die Kosten für Sicherheit und Sanitätsdienst um 50 % gestiegen. Dieses würde auch viele Vereine in den Stadtteilen betreffen, in Köln-Rodenkirchen und Köln-Zollstock standen die Züge sogar auf der Kippe. Nur dank der unbürokratischen Hilfe der Stadt Köln, die für jeden der neun Kölner Stadtteile jeweils 10.000 € – also ingesamt 90.000 € – für die Durchführung der Stadtteilzüge bereit gestellt hatte, könnten die Karnevalsumzüge in dieser Session an den Karnevalstagen stattfinden.

Am 3. März 2019 – dem Sonntag, an dem die Schull- un Veedelszöch durch die Stadt ziehen – jährt sich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs an der Severinstraße, bei dem zwei junge Menschen ums Leben gekommen sind, zum 10ten Mal. An der Ecke Severinstraße/Löwengasse, wo die Zöch seitdem einen Umweg um die Einsturzstelle machen, werden die Kölner Schull- un Veedelszöch gegen 11:50 Uhr zum ersten Mal überhaupt einen Stop einlegen. Neben Baas Bernhard Conin wird auch der Südstadtpfarrer Hans Mörtter hier an den Einsturz mit einem Redebeitrag erinnern. Die Tanzgruppe „Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde“, die den Zoch traditionell anführen, werden zum Gedenken einen Tanz aufführen, wonach der Zoch dann seinen Weg fortsetzen wird.

Willi Stoffel, Zugleiter der Kölner Schull- un Veedelszöch, konnte verkünden, dass die Zahl der Musiker im Zoch gestiegen ist: „Neben den 14 externen Kapellen, die von den Freunde und Förderer finanziert werden, können wir auf eine steigende Anzahl von Musikern, sowohl in den Schulen als auch in den Veedeln verweisen. Bei den Schulen gehen rund 580 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte als Musiker mit, die Veedelsvereine haben rund 200 aktive Musiker in ihren Reihen.“, so Stoffel beim Pressetermin.

Insgesamt nehmen 54 Gruppen mit 2.700 Teilnehmern in den Veedelsvereinen teil, darunter sind 48 Fuß- und sechs Wagengruppen. Ob es, wie bisher, weiterhin eine Unterteilung in Fuß- und Wagengruppen geben wird, soll in den nächsten Monaten entschieden werden: „Die Zahl der Wagengruppen ist seit Jahren rückläufig. In diesem Jahr wollen wir aber noch die Unterteilung aufrecht erhalten. Ob das nächste Session auch noch so sein wird, werden wir spätestens im Sommer sehen.“, so Stoffel weiter.

In den Veedelszöch gibt es drei Jubiläen (90 Jahre Original Negerköpp, 50 Jahre „Kölsche Mädcher – Kölsche Junge“ sowie 40 Jahre „De Löstige Zollstocker“). Neu in den Veedelszöch 2019 dabei sind die sieben Gruppen mit den Nummern 45 (Familienstammtisch Ihrefelder 11er Rat), 46 (KölleAlarm e. V.), 47 (Och Jeck e. V.), 48 (Loss mer singe e. V.), 49 (Fründe für´s Levve), 50 (Puls of Europe Köln), 51 (KG Ponyhof e. V.) und 52 (Rheinische Fachhochschule Köln).

Abschließend bat Willi Stoffel die Medien darauf hinzuweisen, dass für die Kölner Schull- un Veedelszöch 2020 noch ehrenamtliche Helfer im Bereich Zugordner, Funker sowie bei der Aufstellung und Auflösung benötigt werden. Wer Interesse hat, kann sich direkt bei den „Freunde und Förderer“ melden.

Bei den Kölner Schullzöch, die traditionell am Sonntag vor den Veedelsvereinen laufen, sind 53 Schulen mit rund 3.800 Teilnehmern unterwegs. Darunter sind zwölf Grundschulen, eine Hauptschule, drei Förderschulen, drei Realschulen, 23 Gymnasien, vier Gesamtschulen, ein Berufskolleg, fünf private Schulen und das Zentrum für LehrerInnenausbildung. Damit sind alle Schulformen, die in Köln angeboten werden, im Zoch vertreten. In den Schullzöch sind 47 Fuß- und sechs Wagengruppen dabei.

Neu in den Schullzöch 2019 ist die Förderschule Thymianweg, gleich acht Schulen feiern Jubiläum, darunter die beiden Waldorfschulen, die 100 Jahre Waldorfpädagogik feiern. Die Hasenschule aus Braunsfeld feiert ebenfalls Jubiläum und hat zusätzlich den Wanderpreis der „Freunde und Förderer“, den „Kamellebüggel“, mit in der Gruppe. Den zweiten Wanderpreis, das „Lyskircher Buch“ der Lyskircher Junge, erhält die LVR Schule Belvedere Straße aus Köln Müngersdorf. Jede Schule, die das Lyskircher Buch erhält, gestaltet dort eine Seite zum
Thema Karneval. In diesem Jahr ist es die 2. Ausgabe des Buches, da das erste Buch seit der letzten Session voll ist.

Margarita von Westphalen-Granitzka, Schulamtsdirektorin i. R., lenkte den Blick der Medienvertreter auch noch einmal auf die große Zahl an Musiker in den Schulen: „Wir sind stolz darauf, dass 580 Kinder und Jugendliche sich aktiv musikalisch an den Schullzöch beteiligen. Und ich kann Ihnen versprechen, dass es oft sehr laut – denn viele Musikgruppen der Schulen sind Sambagruppen.“, so von Westphalen-Granitzka.

Nun hoffen, die Verantwortlichen darauf, dass die Schull- un Veedelszöch 2019 trocken und bei ruhigem Wetter sowie ohne große Störungen am kommenden Sonntag durch Köln gehen können. Den Pänz in den Schulen und den Veedelsvereinen wäre es zu wünschen!

Kölner Bundespolizei zieht Weiberfastnachtsbilanz

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Mrz 012019
 

Für den 28.02.2019 (Weiberfastnacht) zieht die Bundespolizei eine positive Einsatzbilanz.

Am Donnerstagmorgen lag die Auslastung der Bahnhöfe Köln Hbf und Köln Messe/Deutz beim üblichen Reiseverkehr, erst ab 11:00 Uhr stellten die Bundespolizisten eine deutlich erhöhte Auslastung fest. Gegen 11:30 Uhr wurden vereinzelt Gleisüberschreitungen im Bereich Bahnhof Köln-Süd festgestellt, weitere Gleisüberschreitungen wurden durch ein gutes Absperrkonzept verhindert.

Um 13:24 Uhr sorgte ein herrenloser Koffer in Köln Messe/Deutz für einen Einsatz, der sich jedoch schnell einem Reisenden zuordnen ließ und somit keine großen Beeinträchtigungen mit sich brachte.

Gegen 15:15 Uhr wurde die Bundespolizei alarmiert, weil ein 27-jähriger Eritreer am Bahnhof Köln Messe/Deutz Frauen nachstellte. Der polizeibekannte Mann wurde beanzeigt und zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen.

Um kurz vor 17:30 Uhr fiel ein stark alkoholisierter Mann auf Gleis 10 ins Gleisbett des Kölner Hauptbahnhofs – zum Glück war der Zug schon vorher eingefahren. Nach ersten Ermittlungen fiel der Mann ohne Fremdeinwirkung ins Gleis. Reisende halfen dem Mann auf den Bahnsteig, er wurde nach Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen. Die Bundespolizei sperrte kurzfristig den betroffenen Bahnsteigabschnitt.

Bereits ab 15:00 Uhr begann die Abreisephase der Karnevalisten, die weitestgehend störungsfrei verlief.

Die Bundespolizei leitete drei Ermittlungsverfahren wegen „Diebstahl“ gegen unbekannte Taschendiebe, drei wegen „Körperverletzung“ und zwei wegen „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ ein.

Polizeiführer Alfons Genreith zeigt sich mit dem positiven Einsatzverlauf und den getroffenen Maßnahmen der Bundespolizeiinspektion Köln zufrieden.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizei)

Stürmische Wettervorhersage für den Kölner Rosenmontagszug 2019

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Mrz 012019
 

Fotos: Andreas Klein

Am vergangenen Dienstag wurde in der Wagenbauhalle des Festkomitee Kölner Karneval am Maarweg das Richtfest für den Kölner Rosenmontagszug 2019 gefeiert. Wenn man den aktuellen Wettervorhersagen glauben schenken darf, dann könnte der Termin in der Wagenbauhalle der einzige Termin gewesen sein, bei dem die Persiflagewagen gezeigt wurden – für Rosenmontag ist, nach aktuellem Stand (01.03.2019, 11:00 Uhr) mit Orkanböen und Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h zu rechnen …

Das Festkomitee Kölner Karneval hat die Wettersituation im Blick und will am Tulpensonntag entscheiden, ob und in welcher Form der Rosenmontagszug 2019 auf den Weg geschickt wird. Beim letzten Mal, als ein schwerer Sturm vorhergesagt wurde, liess sich der damalige Zugleiter und heutige Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn nicht groß verwirren und schickte den Zoch bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg durch Köln.

Sollte sich der Zoch am Rosenmontag wie geplant auf den Weg machen, dann erwartet die Jecken am Straßenrand ein Zug mit einer Einleitung und 83 Gruppen, 12.000 Teilnehmern (davon rund 2.900 in den Fußgruppen, 1.200 in den Tanzgruppen und 4.000 Helfer), 62 Kapellen mit rund 2.100 Musikern, 61 Festwagen (davon 26 Persiflagewagen), 42 Kutschen und 75 Bagagewagen (darunter auch einige mit Elektroantrieb). Für die Jecken sind 300.000 Strüßjer, 220.000 Schachteln Pralinen, 700.000 Tafeln Schokolade und rund 300 Tonnen Süßigkeiten in den Gruppen verteilt zu fangen.

Und auch dieses Jahr sind zahlreiche Prominente im Kölner Rosenmontagszug dabei. Gleich zu Beginn in der Einleitung gibt es auf dem Zugleiterwagen die größe Promi-Dichte, unter anderem mit Astronaut Alexander „Astro-Alex“ Gerst, der ehemaligen Fechterin Britta Heidemann, Sportmoderator Matthias Opdenhövel, Sänger Stefan Gwildis und Gunnar Herrmann von den FORD-Werken. Auf der Postkutsche der Roten Funken in Gruppe 5 wird Hans Süper mitfahren, auf dem Präsidentenwagen der NRW-Innenminister Herbert Reul und Stefan Löcher von der LANXESS arena.

Beim Festkomitee-Präsident in Gruppe 29 sind die u. a. TV-Moderatoren Elton und Kai Pflaume sowie Schauspieler Bernhard Hoëcker, BAP-Gründer Wolfgang Niedecken und Deiters-Inhaber Herbert Geiss mit an Bord. Auf dem Museumswagen in der gleichen Gruppe fahren Dirk Iserlohe (Chef des Dorint-Mutterkonzern), Schauspieler Ingolf Lück, und Moderator Dominik Porschen sowie weitere Promis mit.

Auf dem Präsidentenwagen der Nippeser Bürgerwehr wird FC-Torhüter Timo Horn dabei sein. Bei der Bürgergarde blau-gold sind auf dem Präsidentenwagen der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma und FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle zu finden. Harry Wijnvoord und Wolfgang Bosbach sind beim Reiter-Korps Jan von Werth auf den Festwagen, die Mannschaft und der Trainerstab des 1. FC Köln hat mit Nummer 59 eine eigene Gruppe im Rosenmontagszug. Auf dem Senatswagen der EhrenGarde fährt Dompropst Gerd Bachner mit und auf dem Postwagen der Prinzen-Garde der bekannte TV-Koch Horst Lichter.

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Abertausende feiern Eröffnung des Straßenkarnevals – Polizei sichert Veranstaltungen mit starken Kräften

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Feb 282019
 

Ab den Morgenstunden haben sich bei strahlendem Sonnenwetter anlässlich des heutigen Weiberdonnerstags (28. Februar) zahlreiche Karnevalisten auf den Straßen und Plätzen der Kölner Innenstadt getummelt. Mit über 1000 Beamtinnen und Beamten ist die Polizei Köln im Einsatz, um einen friedlichen Verlauf zu fördern.

Insbesondere auf den Platzflächen Alter Markt und Heumarkt in der Altstadt, noch dichter jedoch im Zülpicher Viertel und zunehmend in der Südstadt drängten sich die bunten Massen. Entsprechend mussten unter anderem im Bereich Zülpicher Platz und Ubierring vorbereitete Verkehrssperren eingerichtet werden, um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten. Mehrere Umzüge verliefen störungsfrei.

Bereits gegen 11.20 Uhr ließ sich an einer Sperrstelle in der Bechergasse ein alkoholisierter Randalierer (35) von städtischen Ordnungskräften nicht beruhigen. Ein durch hinzugezogene Polizisten bei dem Wohnsitzlosen durchgeführter Atemalkoholtest ergab circa 2,3 Promille. Die Beamten nahmen den 35-Jährigen zur Ausnüchterung in Gewahrsam.

Gegen 15.15 Uhr trafen Jecken auf der Aachener Straße nahe dem Rudolfplatz auf einen vierjährigen und orientierungslosen „Drachen“ namens Oskar. Der kleine mit blauer Jacke und grauer Jogginghose bekleidete Lindwurm hatte seine Eltern im Gedränge verloren. Gerade, als die geistesgegenwärtigen Karnevalisten den Kleinen an Polizeikräfte übergaben, bogen dessen Eltern um die Ecke.

Am frühen Nachmittag machte sich der zunehmende Alkoholkonsum unter anderem auch durch Schlägereien bemerkbar. Gegen 18.10 Uhr warf ein alkoholisierter 17-Jähriger nahe dem KD-Schiffsanleger an der Frankenwerft einen Böller willkürlich in die dortige Menge. Eine Frau erlitt infolgedessen Fußverletzungen und musste vor Ort durch eine Rettungswagenbesatzung ambulant behandelt werden. Der Jugendliche konnte sich gegenüber den einschreitenden Polizisten nicht ausweisen. Er wurde zwecks Identitätsfeststellung zur Wache gefahren und muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten.

Bis 19.30 Uhr nahmen die Einsatzkräfte 25 Personen in Gewahrsam. Nach exhibitionistischen Handlungen und sexuellen Belästigungen wurden zudem zwei Tatverdächtige (23, 31) vorläufig festgenommen.

Auch weiterhin wird die Polizei deutlich präsent und für etwaige Bedarfsfälle ansprechbar bleiben.

(Quelle: Pressemitteilung der Polizei Köln)

3.333 Euro für Dreigestirn-Spendenprojekt „Kölsche Fründe“

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Feb 272019
 

Fotos: Kölner Narren-Zunft

Der „ungünstige“ Termin am Montag vor Weiberfastnacht gilt als einer der Hauptgründe dafür, dass die Blauen Montagssitzungen fast ausgestorben sind. Nur die KNZ hält diese Tradition noch als ein echtes Stück Kölsches Kulturgut seit 1880 aufrecht. Hierbei setzt sie ganz bewusst auf ein Top-Programm mit einer ausgewogenen Mischung an Musik-, Tanz- und Redneranteilen. Dieser Ansatz wird von den Kölner Karnevalisten immer mehr angenommen, denn die Besucherzahlen steigen weiter an auf über 1.100 Jecken, die an dieser geschichtsträchtigen Sitzung teilnehmen.

Eine Überraschung gibt es zu Sitzungsbeginn: Bannerhär Thomas Brauckmann muss erkältungs-bedingt seine Stimme schonen und fällt als Sitzungspräsident aus. Senatspräsident Andreas Bulich übernimmt und führt souverän und mit viel Wortwitz durch die Sitzung. Kombiniert mit einem Mix von Musikern (Micky Brühl Band, Domstürmer und Querbeat), Rednern (Martin Schopps, Motombo und Der Sitzungspräsident) und Tänzern (Kinder- und Jugendtanzgruppe der KNZ und Streetdancer Antweiler) herrscht eine sehr ausgelassene Stimmung im Publikum.

Verabschiedung Celine Hillgemann

Zum Ende des Auftritts der Kinder- und Jugendtanzgruppe wird die langjährige Tänzerin Celine Hillgemann nach Erreichen der Höchstaltersgrenze aus der Tanzgruppe verabschiedet. Als Geschenk erhält sie ein Exemplar des KNZ-Sessionsordens aus ihrem Geburtsjahr 2001.

Auch die KNZ verabschiedet bei der letzten Sitzung der Session den scheidenden Prinzenführer und KNZ-Ehrensenator Rüdiger Schlott. Nach Absprache mit dem Kölner Dreigestirn kommen Bauer und Jungfrau des KNZ-Dreigestirns 2017 Andreas Bulich und Literat Stefan Knepper, (Ex-Prinz Stefan Jung ist erkrankt) bei deren Auftritt ebenfalls auf die Bühne. Zu fünft singen sie ein eigens für Rüdiger Schlott geschriebenes und von Andreas Bulich mit der Flitsch begleitetes Krätzchen, das für viele Lacher im Saal und auch bei Rüdiger Schlott sorgt. Ferner erhält er ein Bild aus 2017, das Andreas Bulich als Prinzenführers und Rüdiger Schlott als Bauern zeigt. Beide haben für einen Tag die Rollen getauscht und sind so auf Veranstaltungen aufgetreten.

Soziales Engagement ist ein wichtiges Anliegen der KNZ. Daher überreicht Säckelmeister Dieter Herkenrath dem Dreigestirn einen Scheck in Höhe von 3.333 Euro für ihr Spendeprojekt „Kölsche Fründe“, zur Unterstützung von sozial Benachteiligten.

(Quelle: Pressemitteilung der Gesellschaft)