Präsidenten der rheinischen Karnevalshochburgen sind sich einig: Karneval 2021 findet statt – aber anders

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Mai 042020
 

Während die Karnevalssession 2021 noch weit weg erscheint, machen sich die Verantwortlichen der rheinischen Karnevalshochburgen hinter den Kulissen bereits jetzt Gedanken, wie das durch Geselligkeit geprägte Brauchtum und die derzeit geltenden sinnvollen Abstandsregeln miteinander in Einklang zu bringen sind. Zu diesem Zweck trafen sich die Präsidenten der Komitees des Aachener, Bonner, Düsseldorfer und Kölner Karnevals, die gemeinsam den als immaterielles Kulturerbe anerkannten Rheinischen Karneval bilden.

„Das wird nicht einfach, denn der Karneval lebt von Nähe und Gemeinsamkeit”, betont Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Dennoch sind wir uns sicher, dass es eine Session auch im kommenden Jahr geben muss und wird. Der Karneval ist hier in der Region ein Jahrhunderte altes Brauchtum mit einer hohen sozialen Relevanz. Menschen brauchen solche Traditionen und Verbindungen gerade in Krisenzeiten, um daraus auch Stärke und Mut zu ziehen. Das hat uns die Vergangenheit oft genug gezeigt.“

Wie genau diese Session aussehen wird, das lässt sich heute noch nicht sagen. Die Vertreter der Karnevalshochburgen sind sich einig, dass es für konkrete Aussagen noch zu früh ist, zumal derzeit noch nicht feststeht, unter welchen Regeln die Session durchzuführen ist. „Ob wir Sitzungen und Umzüge wie gewohnt durchführen können, ist völlig unklar, denn natürlich geht der Schutz der Gesundheit immer vor“, erklärt Frank Prömpeler, Präsident des Festausschusses Aachener Karneval. „Vielleicht wird dies eine Session zurück zu den Ursprüngen: Im kleinen Kreis in den Veedeln feiern statt auf den Bühnen der großen Prunksitzungen. Auch digitale Lösungen sind möglich. Hier sind auch die Künstler und unsere Mitgliedsgesellschaften gefragt, um möglicherweise neue Karnevalsformen zu organisieren und positiv zu begleiten.”

Eins steht aber bereits fest: In allen vier Städten soll es Tollitäten geben. „Zurzeit planen wir alle die Session wie gewohnt”, so Marlies Stockhorst, Präsidentin des Festausschusses Bonner Karneval. „Die Auswahl der jeweiligen Tollitäten, die Planung der Umzüge, die Vorbereitung der Sitzungen: All das läuft erst einmal weiter, bis es klare gesetzliche Regelungen gibt. Für die Session braucht man auch für die kleinen Feiern ein Prinzenpaar oder Dreigestirn, das die Jecken durch die Session führt. Wir haben uns darauf verständigt, die Tollitäten erst nach der Sommerpause bekannt zu geben.”

Für 2021 sind ohne Zweifel kreative Ideen gefordert, um dem immateriellen Kulturgut Karneval auch in der kommenden Session einen angemessenen Platz einzuräumen. „Uns ist bewusst, dass es heute dringendere Themen gibt als den Karneval”, betont Michael Laumen, Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval. „Aber gerade in schwierigen Zeiten – wie etwa in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit – hat das Fest stets eine wichtige Funktion erfüllt, um Menschen auf andere Gedanken zu bringen. Die Umstände lassen nun auch der Session 2021 eine ganz besonders wichtige Funktion zukommen. Wir möchten uns der Herausforderung gemeinsam stellen, den Menschen trotz aller aktuellen Probleme auch etwas Fröhliches zu bieten.”

Künstler aus Karneval und Fasching spielen in Kölner Seniorenheimen gegen die Corona-Langeweile

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Apr 282020
 

Am vergangenen Donnerstag und Freitag haben Künstler aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, die sich zum Künstlerkollektiv „Wolli´s Holliewald“ zusammengeschlossen haben, in fünf Kölner Seniorenheimen insgesamt acht Auftritte absolviert, um den Bewohnerinnen und Bewohnern – aber auch den Pflegerinnen und Pflegern – für knapp 45 Minuten in den heutigen, durch das Corona-Virus und die dadurch notwendingen Einschränkungen, schwierigen Zeiten etwas Abwechslung in den tristen Alltag zu bringen.

Am Donnerstag, dem 23. April 2020, waren Wolfgang Hüsch, Ralf Ringsdorf, Paul und Sascha Lange sowie Horst Freckmann in den Heimen unterwegs. Am Freitag, dem 24. April 2020, sorgten Wolfgang Hüsch, Ralf Ringsdorf und Cornelia Bardi für kurzweilige Unterhaltung.

Der Donnerstag startete gegen 13:00 Uhr im Johanniter-Seniorenhaus in Köln-Zollstock. Neben bekannten Liedern, vorgetragen von Wolfgang Hüsch, gab es Slapstick und Comedy mit Ralf „Rudi“ Ringsdorf. Paul Lange zeigte, assistiert von seinem Vater Sascha, Zaubertricks mit der Zauberwaschmaschine und die Beiden liessen einen Hocker schweben. Horst Freckmann moderierte und trug Gedichte des unvergessenen Heinz Erhardt vor.

Nach einem Ortswechsel gab es eine Premiere – denn an einer Location wurden gleich vier Auftritte absolviert! Die „Residenz am Dom“ zählt zu den größten Seniorenresidenzen in Köln – und es war einfach nicht möglich, alle Bewohnerinnen und Bewohner an einen oder zwei Orte innerhalb der Residenz zusammen zu bringen. Deshalb wurde im Eingangsbereich der Residenz gestartet. Danach ging es in den Innenhof und von dort in die Stolkgasse. Das Finale des Tages war dann in der Postprivatstraße – und mittlerweile hatten sich ein paar Seniorinnen schon als Groupies geoutet. Man folgte von Auftritt zu Auftritt und genoss so gleich vier Shows …

Am Freitagmorgen gingen die Shows dann weiter. Bereits kurz nach dem Frühstück wurden die älteren Damen und Herren im Arnold-Overzier-Haus der AWO im Severinsviertel von Wolfgang Hüsch mit kölschen Tönen begrüßt. Ralf Ringsdorf sorgte auch an diesem Tag wieder mit Slapstick und Comedy für Lacher, während Cornelia Bardi, die in Rheinland-Pfalz eine bekannte Entertainerin ist, mit bekannten Schlager- und Operetten-Klängen begeistern konnte.

Der nächste Termin fand dann im Herzen von Köln-Rodenkirchen statt. Das Maternus-Seniorencentrum war der Anlaufpunkt, an dem die Seniorinnen und Senioren unterhalten wurden. Im Sinnesgarten des Hauses spielten die Künstler ihr Programm – und auf den Balkonen des Seniorencentrum wurde gesungen, geklatscht und mitgefeiert. Während im AWO-Haus zuvor die Damen und Herren – mit einem gewissen Abstand – den Künstlern relativ nah kamen, war dies hier leider aus bestimmten Gründen nicht möglich. Der große Sinnesgarten hätte dazu aber bestimmt auch hier eine Möglichkeit geboten …

Den vorerst letzten Auftritt in Köln absolvierten Hüsch, Ringsdorf und Bardi – an beiden Tagen war Oliver Lutz als Techniker mit unterwegs – im Matthias-Pullem-Seniorenhaus in Köln-Sürth. Auch hier durften die Bewohnerinnen und Bewohner, gemeinsam mit ihren Pflegekräften, auf der großen Terrasse und den beiden großen Balkonen dem Gesang von Wolfgang Hüsch und Conni Bardi – auch als Duett – lauschen und über die komödiantischen Einlagen von Ralf „Rudi“ Ringsdorf, teilweise unterstützt von Conni Bardi, lachen. Bereits am Freitagmorgen hatten Hüsch und Bardi mit einem Duett den Pflegerinnen und Pflegern für ihre tatkräftige Unterstützung gedankt – und auch in Köln-Sürth, wo sich die Pflegekräfte auch wieder liebevoll um ihre Gäste kümmerten, wurde mit dem Duett den „wahren Helden in der Corona-Krise“, so Wolfgang Hüsch in der Anmoderation, gedankt.

Seit heute steht fest, dass die Aktion eine Wiederholung erfährt – am 14. und 15. Mai 2020, wieder ein Donnerstag und Freitag, wird das Künstlerkollektiv wieder in Köln unterwegs sein. Dabei gibt es eine doppelte Premiere: Gleich zwei Heime, in den die Künstler vergangene Woche bereits waren, werden noch einmal mit einer veränderten Show besucht. „Wir waren einfach überwältigt davon, wie in diesen beiden Heimen die Pflegekräfte sich um ihre Gäste gekümmert haben. So sollte, so muss es eigentlich überall sein – doch die Realität ist da wohl eine andere!“, so Wolfgang Hüsch. „Daher freuen wir uns besonders, dass wir in diesen beiden Heimen noch einmal eine Zugabe geben dürfen. Wir sind sicher, dass sich alle – Pflegekräfte, Bewohnerinnen und Bewohner sowie wir als Künstler – auf diese erneuten Besuche freuen werden!“, so Hüsch weiter.

Wir, die Redaktion koelsche-fastelovend.de, haben die Künstler am letzten Donnerstag und Freitag bei ihren Auftritten begleitet. Aus dem dabei entstandenen Videomaterial haben wir einen knapp 19-minütigen Zusammenschnitt gemacht und auf Youtube hochgeladen:

Corona-Pandemie: Absage von Veranstaltungen der Blauen Funken

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Apr 242020
 

Foto: Andreas Klein

Um Mitglieder und Gäste bestmöglich vor einer Infektion zu schützen, stellt das Coronavirus auch die Blauen Funken vor große Herausforderungen. Die ersten leichten Erfolge wie der statistische Rückgang der Reproduktionszahl sind kaum Anlass zum Durchatmen, denn mit der behutsamen Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen seit Beginn der Woche geht auch eine höhere Ansteckungsgefahr einher.

Am 06. Juni 2020 wollten die Blauen Funken unter dem Namen “Mer Funke!“ den Abschluss ihrer Jubiläumssession mit einem Biwak in Form eines Familienfestes am Blaue Funken-Turm feiern. Mit einem ganz besonderen Programm sollte dies eine besonders fröhliche und ungezwungene Veranstaltung werden. In den letzten Tagen hat sich allerdings der Eindruck verdichtet, dass die Infektionsschutzmaßnahmen mindestens noch über den ganzen Mai hin andauern werden, aller Wahrscheinlichkeit nach sogar noch wesentlich länger. Niemand kann aber sinnvoll mit Atemschutzmaske und Sicherheitsabstand ein solches Familienfest genießen. Im Bewusstsein der Verantwortung für Mitglieder und Gäste wurde die Veranstaltung daher abgesagt. Eine Ausrichtung an einem anderen Termin ist aus organisatorischen Gründen noch innerhalb des Jubiläumsjahres nicht möglich.

Die Blauen Funken blicken dennoch sehr zufrieden und auch ein wenig stolz auf die Session 2019/2020 und die Vielzahl der gelungenen Jubiläumsveranstaltungen zurück und freuen sich bereits darauf, ihre Freude und Gäste bald wieder willkommen zu heißen.

Im Rahmen der Entscheidungen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesellschaft und ihre Veranstaltungen wurde auch die Veranstaltung “Zügellos“ für Turnierreiter, Karnevalsreiter sowie alle Pferdefreunde der Region und deren Freunde, die erst im Jahr 2019 ihre erfolgreiche Premiere gefeiert hat und am 22. August 2020 wieder stattfinden sollte, ersatzlos gestrichen.

Wie alle externen Veranstaltungen bis zum Spätsommer wurden in diesem Zusammenhang auch alle internen Veranstaltungen, wie z. B. die Korps-, Reservekorps, Senats- und Inaktiven-Abende, die Spargelessen der Gesellschaftsgruppen, Reisen und viele andere Zusammenkünfte bis auf weiteres abgesagt. Um die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft auch in dieser Krisenzeit aufrecht zu erhalten, finden u.a. die Vorstandssitzungen im Drei-Wochen-Abstand per Webmeeting statt.

Die Blauen Funken wünschen allen Mitgliedern, Freunden, Förderern und Gästen weiterhin beste Gesundheit!

Kostenlose Auftritte für Pflege- und Seniorenheime: Comedian Wolfgang Hüsch und sein Holliewald-Team bringen Abwechslung in den Corona-Alltag

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Apr 102020
 

Wolfgang Hüsch und Ralf Ringsdorf

Die aktuelle Corona-Krise trifft – mit sehr wenigen Ausnahmen – zurzeit fast jede Branche. Besonders die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen leiden unter der aktuellen Situation. Denn Besuche oder eine kurze Abwechslung im Alltag sind nur schwer möglich. Hier möchte das Künstlerkollektiv „Wolli´s Holliewald“ von Wolfgang Hüsch nun ansetzen und bietet kurze Unterhaltungsshows für interessierte Heimbetreiber.

Wolfgang Hüsch ist Comedian und kommt aus dem Sauerland. Normalerweise reist er mit seinen Kollegen durch den deutschsprachigen Raum und unterhält auf vielfältige Art und Weise die Gäste seiner Kunden, darunter auch bekannte Marken wie Bayer, BMW oder Mercedes. Doch auch die Aufträge von Hüsch wurden storniert. Zu Hause wollte der 55-jährige, der eine Ausbildung als Sozialpädagoge hat, aber nicht bleiben.

Der Anruf einer guten Bekannten, die in einem Seniorenheim in Wenden (Sauerland) lebt, brachte ihn auf die Idee: Besuche wären ja nicht möglich – ob Wolfgang Hüsch und seine Frau nicht trotzdem mal vorbeischauen könnten. „Wenigstens von der Straße aus mal winken!“, war der Wunsch der Seniorin. Doch bei „nur mal kurz winken“ wollte es Hüsch nicht belassen. Er fragte im Seniorenheim an, ob man für die Senioren nicht Musik machen könnte – von der Straße aus. Die Resonanz war überwältigend! Denn auch in den anderen Seniorenheimen der Region rannte er mit seiner Anfrage offene Türen ein.

Doch nur mit bekannten Schlagern die älteren Menschen zu unterhalten, war Hüsch zu wenig. Also fragte er bei seinen Kollegen nach, ob jemand ihn unterstützen möchte. Und auch hier war die Resonanz groß: Horst Freckmann hat bereits Gedichte von Heinz Erhardt für die Senioren präsentiert. Und auch Ralf Ringsdorf aus Weilburg, Conni Bardi aus Bingen und Sascha Lange aus Dortmund unterstützen Hüschs Programm mit ihren Beiträgen.

Meistens kommen zwei, manchmal auch drei der befreundeten Künstler in die Seniorenheime, bauen ihre mobile Tonanlage auf – natürlich unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Abstände – und sorgen dann für gut 45 Minuten für kurzweilige Unterhaltung bei den älteren Damen und Herren, die sich über die Abwechslung freuen, wie die ersten Dankesschreiben der Seniorenheime, wo Hüsch bereits aufgetreten ist, beweisen.

Doch nun will Hüsch das Einzugsgebiet seiner Show erweitern. „Ich habe Köln, ich habe dem Kölner Karneval in meiner Karriere viel zu verdanken. In der Krise möchte ich etwas zurückgeben.“, so der Comedian.

Aus diesem Grund will Hüsch mit seinem „Holliewald“-Team nun auch den Senioren- und Pflegeheimen in der Region Köln etwas Abwechslung bringen. Hüsch braucht nicht viel: Etwas Platz, ein Stromkabel – für den Rest sorgt das Team um den Sauerländer selbst. Dafür erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner eine unterhaltsame Show von ca. 45 Minuten Dauer – und dies natürlich kostenlos!

„Die Shows sind mein, sind unser Geschenk an die Menschen, die zurzeit keine Abwechslung in ihrem Alltag haben! Wir möchten für eine kurze Abwechslung sorgen. Das sind wir Künstler diesen Menschen einfach mal schuldig!“, so Hüsch.

Da Hüsch und seine Holliewald-Kollegen nicht nur in Köln und der Region die Senioren unterhalten möchten – und es in der Region zahlreiche Senioren-Einrichtungen gibt – wurde vereinbart, dass die ersten acht Heime, die sich melden, einen der Auftritte erhalten. „Auch uns sind zeitliche Grenzen gesetzt. Wir möchten ja unseren Zuschauern auch eine bleibende Erinnerung, ein Stück Lebensfreude schenken.“, so Wolfgang Hüsch.

Unterstützt werden Hüsch und seine Kollegen bei ihren Auftritten im Kölner Raum von der „Kölsch-Agentur“ Wolfgang Lutter und von der KölnMedia Medienproduktion, die seit 1998 (nicht nur) über den Karneval in Köln in berichtet.

Wer Wolfgang Hüsch und seine Kollegen KOSTENLOS für ein Senioren- oder Pflegeheim ergattern möchte, kann sich per eMail unter wh@holliewald.de melden.

(Quelle: Pressemitteilung)

Karnevalsgesellschaft bleibt Künstlern die Gage schuldig – doch das ist nur die Spitze des Eisbergs

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Apr 022020
 

In einem Bericht des Kölner EXPRESS, der am heutigen Morgen online veröffentlicht worden ist, werden schwere Vorwürfe gegen eine Kölner Karnevalsgesellschaft erhoben: Die „K.G. Kölsche Sproch“ soll den Künstlern, die bei deren Kneipensitzung am 11. Februar 2020 im Brauhaus „Dom im Stapelhaus“ aufgetreten sind, die Gage schuldig geblieben sein. Doch nach einer kurzen Recherche am heutigen Morgen durch unsere Redaktion scheint dies nur die Spitze eines großen Eisbergs zu sein …

Die Vorwürfe gegen die Gesellschaft wiegen schwer: Von Scheckbetrug, Unterschlagung und Veruntreuung ist die Rede. Eine erste entsprechende Strafanzeige soll bereits gestellt worden sein. Gabi Elabor, als Rednerin „Et Annegret vum Wochemaat“ Teil der Sitzung der K.G. im Februrar, teilte uns auf Nachfrage mit, dass am Veranstaltungsabend die Künstler zwar Verrechnungsschecks erhalten haben – diese aber nicht unterschrieben waren. Eine Einlösung der Schecks war aus diesem Grund natürlich nicht möglich.

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen fällt immer wieder der Name des Präsidenten und Literaten der K.G., Peter Jakob Müller. Dieser bezog gegenüber dem EXPRESS Stellung und bezeichnete das Ganze als Versehen. Ferner behauptete Müller, dass er die offenen Forderungen nun begleichen wolle …

Wer nach dem Namen der K.G. Kölsche Sproch googelt, findet auch schnell eine andere Veranstaltung, die im Zusammenhang mit der Gesellschaft auftaucht: Die Karnevalsmesse „Jeck im Sartory“ in Köln, die im letzten Jahr in den Räumen des „NH Hotel am Mediapark“ stattgefunden hat und im Juni 2020 in den Kölner Sartory-Sälen eine Neuauflage erfahren sollte. Laut der Website ist die K.G. Kölsche Sproch gemeinsam mit der „Förderation Europäischer Narren“ gemeinsamer Ausrichter dieser Veranstaltung.

Auf telefonische Nachfrage bestätigte das Büro der Sartory-Betriebe, dass die Veranstaltung der „FEN Föderation Europäischer Narren RV Rheinland“ bislang nicht abgesagt worden ist. Präsident des Regionalverband Rheinland der FEN war bis Februar 2020 eben jener Peter Jakob Müller. Mittlerweile wurden mit Horst Nothen ein kommissarischer Präsident eingesetzt. Nicole Nothen ist als kommissarische Vizepräsidentin im Amt. Mit Frau Nothen haben wir am heutigen Morgen telefoniert …

„Die FEN RV Rheinland hat mit der Karnevalsmesse in den Sartory-Sälen nichts mehr zu tun. So viel wie ich weiß, ist die Veranstaltung abgesagt!“, so Nothen. Wir haben Frau Nothen dann darauf hingewiesen, dass nach Rücksprache mit den Sartory-Betrieben vom heutigen Morgen die Veranstaltung noch nicht abgesagt worden ist und der Vertrag auf die FEN RV Rheinland läuft. Nothen: „Das hat alles der Herr Müller gemacht. Wir haben gegen Herrn Müller Strafanzeige gestellt, weil es hier einige Unregelmäßigkeiten gab. So wurde zum Beispiel die Miete für die Messe des NH Hotel in Köln bis heute nicht bezahlt!“ Nothen kündigte an, dass sich der Rechtsanwalt der FEN mit den Sartory-Betrieben in Verbindung setzen wird, um die Veranstaltung abzusagen und eventuelle Regressansprüche abzuwehren.

Wir haben mit Ausstellern der letztjährigen Messe telefonisch Kontakt aufgenommen. Einige haben bereits, nach eigener Aussage, Anzahlungen für die Stände der Messe im Sartory geleistet: „Ob das Konto der K.G. Kölsche Sproch, der FEN oder Herrn Müller privat gehörte, haben wir nicht überprüft. Wir gehen davon aus, dass die Messe – sofern die Beschränkungen wegen Corona bis dahin aufgehoben sind – stattfindet. Ansonsten müssten wir gegen den FEN und Herrn Müller persönlich Strafanzeigen wegen Betruges stellen!“, so ein Austeller, der nicht namentlich genannt werden möchte. Das „NH Hotel am Mediapark“ wollte uns auf telefonische Nachfrage wegen der offenen Rechnung von 2019 aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben.

Laut EXPRESS soll es bereits wegen Vorwürfen der Spendenveruntreuung zu mehreren Gerichtsverhandlungen gekommen sein. Eine Verurteilung zu einer Verurteilung kam es dabei allerdings bis heute nicht.

Karnevalsgesellschaft bleibt Künstlern die Gage schuldig – doch das ist nur die Spitze des Eisbergs

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Apr 022020
 

In einem Bericht des Kölner EXPRESS, der am heutigen Morgen online veröffentlicht worden ist, werden schwere Vorwürfe gegen eine Kölner Karnevalsgesellschaft erhoben: Die „K.G. Kölsche Sproch“ soll den Künstlern, die bei deren Kneipensitzung am 11. Februar 2020 im Brauhaus „Dom im Stapelhaus“ aufgetreten sind, die Gage schuldig geblieben sein. Doch nach einer kurzen Recherche am heutigen Morgen durch unsere Redaktion scheint dies nur die Spitze eines großen Eisbergs zu sein …

Die Vorwürfe gegen die Gesellschaft wiegen schwer: Von Scheckbetrug, Unterschlagung und Veruntreuung ist die Rede. Eine erste entsprechende Strafanzeige soll bereits gestellt worden sein. Gabi Elabor, als Rednerin „Et Annegret vum Wochemaat“ Teil der Sitzung der K.G. im Februrar, teilte uns auf Nachfrage mit, dass am Veranstaltungsabend die Künstler zwar Verrechnungsschecks erhalten haben – diese aber nicht unterschrieben waren. Eine Einlösung der Schecks war aus diesem Grund natürlich nicht möglich.

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen fällt immer wieder der Name des Präsidenten und Literaten der K.G., Peter Jakob Müller. Dieser bezog gegenüber dem EXPRESS Stellung und bezeichnete das Ganze als Versehen. Ferner behauptete Müller, dass er die offenen Forderungen nun begleichen wolle …

Wer nach dem Namen der K.G. Kölsche Sproch googelt, findet auch schnell eine andere Veranstaltung, die im Zusammenhang mit der Gesellschaft auftaucht: Die Karnevalsmesse „Jeck im Sartory“ in Köln, die im letzten Jahr in den Räumen des „NH Hotel am Mediapark“ stattgefunden hat und im Juni 2020 in den Kölner Sartory-Sälen eine Neuauflage erfahren sollte. Laut der Website ist die K.G. Kölsche Sproch gemeinsam mit der „Förderation Europäischer Narren“ gemeinsamer Ausrichter dieser Veranstaltung.

Auf telefonische Nachfrage bestätigte das Büro der Sartory-Betriebe, dass die Veranstaltung der „FEN Föderation Europäischer Narren RV Rheinland“ bislang nicht abgesagt worden ist. Präsident des Regionalverband Rheinland der FEN war bis Februar 2020 eben jener Peter Jakob Müller. Mittlerweile wurden mit Horst Nothen ein kommissarischer Präsident eingesetzt. Nicole Nothen ist als kommissarische Vizepräsidentin im Amt. Mit Frau Nothen haben wir am heutigen Morgen telefoniert …

„Die FEN RV Rheinland hat mit der Karnevalsmesse in den Sartory-Sälen nichts mehr zu tun. So viel wie ich weiß, ist die Veranstaltung abgesagt!“, so Nothen. Wir haben Frau Nothen dann darauf hingewiesen, dass nach Rücksprache mit den Sartory-Betrieben vom heutigen Morgen die Veranstaltung noch nicht abgesagt worden ist und der Vertrag auf die FEN RV Rheinland läuft. Nothen: „Das hat alles der Herr Müller gemacht. Wir haben gegen Herrn Müller Strafanzeige gestellt, weil es hier einige Unregelmäßigkeiten gab. So wurde zum Beispiel die Miete für die Messe des NH Hotel in Köln bis heute nicht bezahlt!“ Nothen kündigte an, dass sich der Rechtsanwalt der FEN mit den Sartory-Betrieben in Verbindung setzen wird, um die Veranstaltung abzusagen und eventuelle Regressansprüche abzuwehren.

Wir haben mit Ausstellern der letztjährigen Messe telefonisch Kontakt aufgenommen. Einige haben bereits, nach eigener Aussage, Anzahlungen für die Stände der Messe im Sartory geleistet: „Ob das Konto der K.G. Kölsche Sproch, der FEN oder Herrn Müller privat gehörte, haben wir nicht überprüft. Wir gehen davon aus, dass die Messe – sofern die Beschränkungen wegen Corona bis dahin aufgehoben sind – stattfindet. Ansonsten müssten wir gegen den FEN und Herrn Müller persönlich Strafanzeigen wegen Betruges stellen!“, so ein Austeller, der nicht namentlich genannt werden möchte. Das „NH Hotel am Mediapark“ wollte uns auf telefonische Nachfrage wegen der offenen Rechnung von 2019 aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben.

Laut EXPRESS soll es bereits wegen Vorwürfen der Spendenveruntreuung zu mehreren Gerichtsverhandlungen gekommen sein. Eine Verurteilung zu einer Verurteilung kam es dabei allerdings bis heute nicht.

LANXESS arena: Neuer Vorverkaufsstart für die Karnevalsveranstaltungen 2021

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Mrz 302020
 

Foto: Louis Sprafke

Selbst an der fünften Jahreszeit geht die Krise rund um das neuartige Corona-Virus nicht spurlos vorbei. Ursprünglich sollte der Vorverkauf für die „Lachende Kölnarena“ – das Traditionsformat im Kölner Karneval schlechthin, das auch im kommenden Jahr ganze 15 Mal in der LANXESS arena in Köln-Deutz stattfindet – am 27. April 2020 beginnen. Aufgrund der aktuellen Situation entschieden sich die Veranstalter Gastspieldirektion Otto Hofner und ARENA Management dazu, den Vorverkaufsstart um knapp einen Monat zu verschieben. Neuer Start-Termin ist nun der 25. Mai 2020. Auch der Verkaufsstart der „Lachenden PÄNZ arena“ – die Junior-Version der „Lachenden“ – ist von der Verschiebung betroffen.

Eberhard Bauer-Hofner, geschäftsführender Gesellschafter des Veranstalters, der Gastspieldirektion Otto Hofner, begründet die Entscheidung: „Die aktuelle Situation ist für die gesamte Veranstaltungsbranche nicht leicht. Die Zukunft ist ungewiss, es lässt sich nicht einmal vorhersagen, wie die Lage in zwei Wochen aussehen wird. Daher haben wir uns in gemeinsamer Absprache für die Verschiebung um einen Monat entschieden, um dann hoffentlich unter deutlich verbesserten Umständen hinsichtlich der Krise den Vorverkauf für die „Lachende Kölnarena“ 2021 zu starten.“

Im selben Zug ergänzt Stefan Löcher, Geschäftsführer des Mitveranstalters ARENA Management: „Natürlich wäre es uns lieber gewesen, den Vorverkauf wie geplant am 27. April anlaufen zu lassen. Die Situation ist aber nun mal so, wie sie ist. Wir denken, es wäre höchst unsensibel, inmitten der Hochphase dieser Pandemie einen Verkaufsstart zu platzieren. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass der Vorverkauf, wie in den Jahren zuvor, super starten wird. Die Leute wollen sich wieder auf Konzerte und Events freuen können. Was wäre da für die Kölnerinnen und Kölner besser geeignet, als die Vorfreude auf die „Lachende Kölnarena“ in der bevorstehenden Session?“

Ab dem 25. Mai 2020 können sich dann alle Jecken ihre Tickets für die „Lachende Kölnarena“ und die „Lachende PÄNZ arena“ 2021 sichern, bei der natürlich wieder alles dabei ist, was der Kölner Karneval zu bieten hat: Die Stars der karnevalistischen Musikszene, die traditionellen Garden, das Kölner Dreigestirn und die Besten der kölschen Rednerzunft.

Nachbarschaftshilfe während der Corona-Krise: Festkomitee startet Aktion „Nur zesamme” zur Versorgung von kölschen Senioren

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Mrz 202020
 

Logo: Festkomitee Kölner Karneval

Das Festkomitee Kölner Karneval bietet ab kommender Woche eine besondere Unterstützung für Senioren an, die wegen der Corona-Pandemie derzeit selbst keine Einkäufe tätigen können. Im Rahmen der Aktion „Nur zesamme” wird älteren Menschen über die Telefon-Hotline 0221 57400-90 eine ehrenamtliche Helferin oder ein Helfer aus dem Umfeld der Kölner Karnevalsgesellschaften vermittelt, um kurzfristig und pragmatisch Besorgungen zu erledigen: Das können Lebensmitteleinkäufe ebenso sein wie der notwendige Gang zur Apotheke. „Wir wissen, dass die vielen Mitglieder unserer Gesellschaften sich das ganze Jahr über in vielen sozialen Projekten engagieren”, so Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Dieses enorm starke Netzwerk des Karnevals wollen wir nun während der Corona-Krise aktivieren und Senioren und Hilfsbedürftigen ganz praktisch und unbürokratisch unterstützen.”

Wenn ältere, hilfsbedürftige Menschen sich beim Festkomitee über die Hotline oder per E-Mail unter info@koelnerkarneval.de melden, wird auf den Pool der ehrenamtlichen Helfer aus den Mitgliedsgesellschaften zurückgegriffen. Die Senioren erhalten dann die Telefonnummer eines Helfers aus dem jeweiligen Veedel und können sich individuell absprechen. „Die Helfer, die sich bisher bei uns gemeldet haben, stammen aus unseren Mitgliedsgesellschaften, aber wir sind natürlich für jeden offen, der die Aktion unterstützen will”, erklärt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Selbstverständlich sind im Rahmen der Aktion alle Unterstützer unfallversichert, und da wir hoffen, in vielen Veedeln Helfer zu finden, sollen möglichst auch lange Wege vermieden werden. Im Idealfall geht der ehrenamtliche Helfer einfach für den Nachbarn mit einkaufen – ohne große Umwege und ohne Bürokratie. ‚Nur zesamme’ ist ja der Kerngedanke unseres nächsten Sessionsmottos. Gefeiert wird zwar erst im Winter, aber leben können und sollten wir das Motto definitiv in den nächsten Wochen schon.”

Selbstverständlich werden die ehrenamtlichen Helfer mit grundsätzlichen Hygieneregeln noch einmal vertraut gemacht – schließlich ist die Begrenzung der Corona-Infektionen derzeit oberstes Ziel. Aber wenn die Senioren nicht selbst einkaufen müssen, sondern nur Kontakt zu einem Helfer von ‚Nur zesamme’ haben, dann reduziert das die Infektionsmöglichkeiten erheblich, ist sich das Festkomitee nach Rücksprache mit den zuständigen Kölner Behörden sicher. Wer also mithelfen möchte oder selbst Hilfe bei Besorgungen benötigt, kann sich ab Montag unter 0221 57400-90 (montags bis freitags 8:30 – 16:30 Uhr) oder per E-Mail unter info@koelnerkarneval.de an das Festkomitee Kölner Karneval wenden. Alle Infos sowie das Anmeldeformular für Helfende finden Sie auch unter www.koelnerkarneval.de.

(Quelle: Pressemitteilung des Festkomitee Kölner Karneval)

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